Ribbesbüttelern drohen höhere Grundsteuern

Christian Franz

Ribbesbüttel. Trotz steigender Einnahmen reicht in der Gemeinde Ribbesbüttel das Geld nicht mehr. Im einstimmig verabschiedeten Haushalt 2019 tut sich nach den Worten von Finanzausschusschef Hans-Werner Buske ein "Ungleichgewicht" von fast 400.00 Euro auf. Bei einem Gesamtbudget von zwei Millionen Euro ist das schon eine Hausnummer. Für dieses Jahr puffern Rücklagen das Defizit ab, doch damit halbiert sich der Sparstrumpf nahezu.

Weil das nicht nachhaltig ist und auf Dauer auch keine Zustimmung der Aufsichtsbehörden finden würde, muss die Gemeinde reagieren. Was sich abzeichnet, sind höhere Grundsteuersätze. "Gewerbebetriebe haben wir ja kaum im Ort", sagt Finanzpolitiker Buske. Der Hebesatz liegt zurzeit bei 360 Prozent, das ist im Kreisvergleich zurückhaltend. Dass sich hier etwas tun wird, zeichnet sich im Finanzplan schon ab: Dort steigen die prognostizierten Einnahmen aus Steuern für 2020 um 90.000 Euro. Dennoch wäre selbst nach dieser Lesart 2020 noch ein Defizit von 250.000 Euro zu verkraften.

Wo das ganze Geld bleibt? Mit der Sanierung und dem Umbau der alten Schule in Ribbesbüttel hat sich die ansonsten solide finanzierte Gemeinde für ein ebenso ambitioniertes wie kostenträchtiges Langzeitprojekt entschieden. Neue Schulden stehen zurzeit allerdings nicht auf der Tagesordnung.

GR 17.04.2019

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Ja zum Etat und Ausblick auf viele Aktivitäten

Ribbesbüttel: Verein Im Dorfleben plant Kalender und Kartoffelfest

Ribbesbüttel. Kurz und bündig war die Tagesordnung des Ribbesbütteler Gemeinderates am Donnerstagabend. Daher bot es sich an, dass der neue Verein Im Dorfleben einen Ausblick aufs Jahresprogramm gab. Als Highlight enthalten ist eine Neuauflage des 2017 erfolgreich veranstalteten Kartoffelfestes.

Der Gemeinderat bewilligte zunächst den Haushaltsplan fürs Jahr 2019. „Wir gehen von einem Minus in Höhe von 393.000 Euro aus“, sagte Hans-Werner Buske (CDU). Die Rücklage würde dadurch nahezu halbiert. Man sei daher gut beraten, sich nach möglichen Einnahmequellen umzuschauen, empfahl er. Etwa durch eine Grundsteuererhöhung – oder besser: durch die Ansiedlung von Gewerbe.

Harald Schönhoff, Vorsitzender von Im Dorfleben, und seine Mitstreiter freuen sich über jeden weiteren Unterstützer des bislang 22-köpfigen Vereins. Für 14. September plant man, das Kartoffelfest in die zweite Runde zu schicken. Man hofft, dass sich neben Vereinen, Feuerwehr, Kindergarten und Grundschule auch der Rat einbringt.

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Spaß für Kinder: Die Neuauflage des Kartoffelfestes in Ribbesbüttel steht an – am 14. September soll das Fest stattfinden. Ron Niebuhr Archiv

Zudem möchte der Verein einen Dorfkalender herausgeben, in dem sich alle Vereine vorstellen können und die Termine fürs Dorf finden. Finanziert werden soll er über Werbung der Gewerbetreibenden. Und 2020 wolle man einen Lebendigen Adventskalender fürs Dorf auf die Beine stellen, sagte Schönhoff.

Für den ehemaligen Vollbütteler Jugendtreff ist denkbar, dass Vereine die Räume nutzen können. Allerdings läuft noch der Gestattungsvertrag mit der Samtgemeinde: „Erst wenn sie die Räume abgibt, können wir darüber verfügen“, gab Ulf Kehlert (SPD) zu bedenken. Parteikollegin Hella Klinge drängte darauf, bei der Deutschen Post Druck zu machen, damit sie endlich wieder eine Filiale in der Gemeinde betreibt.

Bürgermeister Heinrich Stieghahn berichtete vom Gemeindepokalschießen. Es siegten die Ribbesbütteler Schützen vor Vollbüttel und Ausbüttel. Bestes Ratsmitglied war Stefan Löbbecke. rn

AZ 13.04.2019

 

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Das Miteinander im Ort beleben

Verein Im Dorfleben Ribbesbüttel hat sich gegründet – Harald Schönhoff ist Vorsitzender

Von Ron Niebuhr

Ribbesbüttel. Mehr Miteinander im Ort – dafür macht sich Im Dorfleben Ribbesbüttel stark. Was 2016 als Initiative startete, ist seit Mittwochabend ein Verein. Den Vorsitz hat Harald Schönhoff übernommen.

„Wir sind total begeistert, wie groß der Zuspruch ist“, sagten Schönhoff und sein Stellvertreter Thorsten Müller, konnten sie den Verein doch mit 22 Gründungsmitgliedern aus der Taufe heben. Ebenso erfreulich war, wie leicht sich alle Posten besetzen ließen. Burglind Schilling ist Kassenwartin und Andreas Schreiber Schriftführer.

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Der Vorstand Im Dorfleben Ribbesbüttel: Harald Schönhoff (v.r.) Andreas Schreiber, Burglind Schilling und Thorsten Müller. Ron Niebuhr

Wunsch des neu gegründeten Vereins ist, das Miteinander im Dorf zu beleben, bestehende Initiativen zu fördern, Ideen für die Dorfgemeinschaft zu unterstützen und nicht zuletzt auch eigene Veranstaltungen beizusteuern, die das Dorfleben bereichern sowie Kontakt und Begegnung ermöglichen. Schönhoff verwies auf bereits erfolgreich angelaufene Projekte und Aktionen wie Bücherschrank und Storchennest, Flüchtlingshilfe und Outdoor Cooking. Oder auch das von allen Vereinen, Feuerwehr, Kita und Schule zusammen gewuppte Kartoffelfest. Angedacht ist, es 2019 zu wiederholen. Viele weitere Ideen, die seit den ersten Workshops in der Schublade schlummern, möchte man nach und nach ebenfalls aufgreifen und verwirklichen.

Kern des Dorflebens bleiben auch nach Vereinsgründung die Treffen des Arbeitskreises am letzten Mittwoch des Monats. Dazu – wie auch im Verein – ist jeder willkommen, der gute Ideen mitbringt und willens ist, sie mit Tatkraft umzusetzen. Die Ansprechpartner der einzelnen Gruppen des Arbeitskreises gehören dem erweiterten Vereinsvorstand als Beisitzer an. Infos zum Verein, in dem die Mitgliedschaft übrigens kostenlos ist, finden sich im Internet auf www.dorfleben-ribbesbuettel.de.

AZ 29.03.2019

 

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Kleine Loks machen richtig Dampf

In Klein Vollbüttel vereinen sich Eisenbahn-Nostalgie und Bastelspaß.

Christian Franz

Vollbüttel. Hauptbahnhof Vollbüttel: Einfahrt halten am Sonnabend ein Dutzend Modell-Lokomotiven im Maßstab 1:11 bezogen auf die Standardspur. Wie der Name schon sagt: Klein Vollbüttel. Dort betreibt der ebenso kleine, aber feine Dampfmodelltreff mit gerade sechs Mitgliedern eine bewaldete Traumstrecke von 220 Metern Gleisweg.

Zur Saisoneröffnung reisten Modellbauer aus der Region, aus Sachsen und Bayern an. Allerdings mit dem Auto, die Loks im Kofferraum.

 

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Bevor die Dampfrösser auf die Strecke gehen, müssen Steinkohle und Wasser gebunkert werden. FOTO: CHRISTIAN FRANZ

 

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Eitel Moch bedient den maßstabsgetreuen Bagger. FOTO: CHRISTIAN FRANZ

 

 

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In Werkstattgruben kommen die Modellbauer von allen seiten gut an ihre Dampfloks. Besucher bestaunen neue Einblicke.   FOTO: CHRISTIAN FRANZ

Dazu pilgerten begeistert Zuschauer zum sogenannten Andampfen. Sie schauten den Hobby-Feinmechanikern an Werkbänken und Arbeitsgruben unter den Gleisen über die Schulter und teilten ihre Freude, "wenn die Lok läuft". Denn das ist gar nicht so einfach, glaubt man Mathias Herbig vom Sextett des Dampfmodelltreffs. Den archaischen Antrieb mit Anthrazit, also besonders schwefelarmer Steinkohle, und Wasser in Betrieb zu nehmen, steigert noch einmal die Herausforderung im Vergleich zu elektrisch angetriebenen Modellen.

Die originalgetreuen Nachbauten berühmter Dampfloks selbst gibt es als Bausätze und Halbzeuge. Profis trauen sich sogar Maschinen nur nach Vorlagen und Bauplänen ohne vorgefertigte Teile zu. Und dann fahren diese Wunderwerke der Technik tatsächlich. Pfeifend, dampfend, rußend, rauchend, geht es geschmeidig voran. Die Frage nach der Leistung beantwortet Mathias Hertig nicht in PS oder Kilowatt: "Es reicht, bis zu acht Menschen zu ziehen." Auf, nicht in originalgetreuen Modellwaggons.

Die Erfolge winterlicher Werkstattabende präsentierten die Modellbauer bei der großen Lokparade. Eitel Moch vom Dampfmodelltreff, der sich in der Aufwärmphase mit einem funktionstüchtigen Modellbagger durch den Waldboden gebaggert hatte, stellte die großen Namen der Dampflok-Ära vor. Ein besonderer Hingucker allerdings war die metallisch glänzende Reichsbahn-Elektrolok von AEG.

GR 01.04.2019

 


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Ja zum Neubau des Abfallzentrums

Braunschweiger Planer stellt im Ausschuss das Projekt in Ausbüttel vor

Ribbesbüttel. Der Landkreis Gifhorn plant bei Ausbüttel den Bau eines neuen Abfallwirtschaftszentrums. Dabei ist er darauf angewiesen, dass die Gemeinde Ribbesbüttel einen entsprechenden Bebauungsplan erstellt. Der Bauausschuss gab jetzt sein Okay für die öffentliche Auslegung des Planes.

Der Braunschweiger Planer Hermann Schütz stellte dem Ausschuss zunächst die wesentlichen Eckpunkte der Planes vor.

Demnach wird das neue Abfallwirtschaftszentrum mit einer Kernfläche von gut 1,4 Hektar unweit des derzeitigen Standortes gebaut, also gut 400 Meter nördlich der Siedlung.

Das Zentrum erhält eine Zuwegung von der östlich gelegenen Bundesstraße 4. Die Einfahrt ist mit einer Waage ausgestattet, es gibt mehrere Wege zu den Müllcontainern. Vorgesehen sind teils bis zu 15 Meter hohe Hallen für Weiterverarbeitung und Umladen sowie ein Betriebsgebäude.

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Bebauungsplan auslegen: Ribbesbüttels Bauausschuss machte einen weiteren Schritt hin zum Neubau des Abfallwirtschaftszentrums bei Ausbüttel. Ron Niebuhr

Für das Abfallwirtschaftszentrum werde ein Sondergebiet ausgewiesen. Und zwar in einem „eigentlich sehr schönen Bereich“, wies der Planer auf eine Vielzahl von Biotopen mit diversen Vorkommen seltener Tiere wie Rotmilan und Ringelnatter hin. „Trotz intensiver Nutzung hat sich dort die Natur breit gemacht“, sagte er.

Die vor Ort bereits vorhandene Ausgleichsfläche werde weiter aufgewertet, zwei weitere Ausgleichsflächen seien andernorts geplant.

Bereits im Mai 2017 war die Aufstellung eines B-Planes beschlossen worden. Dass die Auslegung erst knapp zwei Jahre später erfolgen kann, sei den umfangreichen Voruntersuchungen des fraglichen Geländes geschuldet. Man wolle, sofern alles glatt läuft, noch vor der Sommerpause den Satzungsbeschluss fassen.

Der Bauausschuss sprach sich einstimmig für die öffentliche Auslegung der B-Planes aus. rn

AZ 29.03.2019

 

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