Hier sind alle Artikel mit der Verschlagwortung Ribbesbüttel aufgeführt.
  • Gewerbegebiet an Peiner Landstraße: Grünes Licht für Erweiterung

    Gewerbegebiet an Peiner Landstraße: Grünes Licht für Erweiterung

    Ribbesbüttel: Bauausschuss beschäftigt sich auch mit Heerstraße und Klein Vollbüttel

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel. Grünes Licht für die Erweiterung des Gewerbegebietes an der Peiner Landstraße gab der Bauausschuss der Gemeinde Ribbesbüttel am Mittwochabend. Weitere Themen waren die Verkehrsbelastung in der Heerstraße und Verkehrsberuhigung in Klein Vollbüttel.

    Der Braunschweiger Planer Hermann Schütz erläuterte dem Ausschuss und Zuhörern die Eckpunkte der Erweiterung des Gewerbegebietes. Demnach soll das nördlich der Landesstraße 320 (Peiner Landstraße) bestehende noch recht überschaubare Gewerbegebiet nach Norden um 3,5 Hektar vergrößert werden. Die Erschließung erfolgt über die Straße Am Sandberg mittels einer Stichstraße, die in einem Wendehammer endet. Eine Notzufahrt ist über einen östlich gelegenen Wirtschaftsweg vorgesehen. Die Erweiterung wird ringsum begrünt, um sich besser ins Landschaftsbild einzufügen.

    2022 09 16 AZ RB Gewerbegebiet

    Es geht voran: Ribbesbüttels Bauausschuss empfahl einstimmig, das bestehende Gewerbegebiet an der Peiner Landstraße zu erweitern. Foto: Ron Niebuhr

    Zulässig sei es gemäß Bebauungsplan, die Grundstücke zu 60 Prozent zu bebauen. Oberflächenwasser müsse allerdings darauf versickern. Nicht erlaubt sei Gewerbe, das starke Kundenströme verursache, etwa Einkaufsmärkte. Ausgleichsflächen für den Eingriff in die Landschaft würden nahe Hillerse ausgewiesen, unter anderem gehe es um die Umsiedlung von Feldlerchen, sagte Schütz. Hinsichtlich des Brandschutzes habe die Gemeindefeuerwehr darauf hingewiesen, dass die vom Wasserverband Gifhorn in Aussicht gestellten 78 Kubikmeter Wasser pro Stunde für die Löschwasserversorgung unzureichend seien. Doppelt so viel sei nötig. „Es muss jetzt noch geklärt werden, wie das zu leisten ist“, sagte der Planer. Etwa mittels einer Zisterne oder aus den nahegelegenen Klärteichen.

    Die LSW habe erklärt, das Gewerbegebiet nicht mit Gas versorgen zu wollen, führte Schütz weiter aus. Das sei kein Problem, erwiderte Buske: „Alle Interessenten kommen laut Investor ohne Gas aus.“ Als Knackpunkt könnte sich eine womöglich erforderliche Linksabbiegespur auf der L 320 erweisen, sofern dort mehr als 20 Fahrzeuge pro Stunde links abbiegen wollen. Planer Schütz rechnete aber damit, deutlich unter diesem Grenzwert zu bleiben, zumal die Mehrzahl der Fahrzeuge von der B 4 kommend das Gewerbegebiet ansteuert und folglich rechts abbiegt. Der Ausschuss sprach sich einstimmig für den Satzungsbeschluss aus.

    Durchgangsverkehr kürzt in Ribbesbüttel zwischen Masch und Peiner Landstraße gern durch die Heerstraße ab, statt die Dorfstraße zu nutzten. Das ist den Anwohnern ein Ärgernis, denn ausgelegt ist die Tempo-30-Zone weder für Begegnungs- noch für Schwerlastverkehr. Sie fordern die Einrichtung einer unechten Einbahnstraße, sprich eine Straße, in die man zwar von einer Seite nicht einfahren darf, auf der Fahrzeuge aber in beiden Richtungen fahren dürfen. Bürgermeister Hans-Werner Buske erläuterte, dass der Landkreis mündlich sein Okay dazu verweigert habe.

    Möglich wären demnach noch eine echte Einbahnstraße und eine Sackgasse. Welche Empfehlung der Landkreis abgebe, erfahre man erst Ende Oktober. Dann wolle zudem das Planungsbüro Warnecke aufzeigen, wie die Heerstraße im Rahmen der Dorferneuerung zur Verkehrsberuhigung baulich verändert werden könnte, sagte Buske. Offen ist vorerst auch noch, wie man mit den Bushaltestellen in Ausbüttel Siedlung an der Bundesstraße 4 verfährt. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr möchte den doch sehr kostspieligen barrierefreien Ausbau der Gemeinde überlassen und würde dieser im Gegenzug erlauben, den Teilabschnitt der B 4 als innerorts auszuweisen. Ein Gespräch dazu sei für 20. September geplant, sagte der Bürgermeister.

    Wer aus Warmbüttel kommend nach Klein Vollbüttel hinfährt, braucht bisher nicht vom Gas zu gehen. Dort ist – mangels anders lautender Beschilderung – aktuell Tempo 100 erlaubt, aus der Gegenrichtung nur Tempo 50. Zum Ärger der Anwohner schöpften vor allem Beschäftigte von Paketdiensten die zulässige Höchstgeschwindigkeit voll aus, sagte Buske. Dem will die Gemeinde jetzt einen Riegel vorschieben, indem Klein Vollbüttel komplett zur Tempo-30-Zone erklärt wird. Der Ausschuss stimmte dem geschlossen zu.

    Bürgermeister Hans-Werner Buske berichtete zudem, dass der Landkreis Gifhorn mit Auflagen ein Halteverbot für den Birkenweg erlassen habe – auf der Nordseite gilt es eingeschränkt, auf der Südseite absolut bis zum Parkplatz am Gemeindezentrum. Dadurch soll Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr die Ausfahrt aus dem Gerätehaus erleichtert werden.

    Als nicht hinnehmbar empfand Hella Klinge (SPD), dass Schulkinder in Vollbüttel weiterhin direkt an der Landesstraße 320 auf einem schmalen Grünstreifen stehend auf den Bus warten müssen. Eine Lösung wäre, dass der Bus wie früher einmal in den Ort abbiegt und die Kinder dort zusteigen: „Aber das lehnt die VLG ab, weil es fünf Minuten länger dauern würde“, sagte Buske. Er habe Landrat Tobias Heilmann darüber informiert in der Hoffnung, dass dieser die VLG umstimmen kann.

    16.09.2022  AZ

     

  • Ärger in der Heerstraße

    Daniela König

    Ärger in der Heerstraße

    Verkehrschaos: Anwohner der Heerstraße in Ribbesbüttel in Rage

    Ribbesbüttel.  Wegen B4-Sanierung bei Ausbüttel rollt Verkehr durch die enge Straße in Ribbesbüttel statt über offizielle Umleitung. Bürger kritisieren Gemeinde Anwohnern der Heerstraße in Ribbesbüttelplatzt jetzt endgültig der Kagen. Seit der Baustelle auf der B 4 im Zuge der Fahrbahnsanierungin den Sommerferien fahren ihren Angaben zufolge täglich bis zu 700 Fahrzeuge pro Stunde durch die nur 4,20 Meter breite Heerstraße, obwohl die offizielle Umleitung über Isenbüttelführt. Statt den Schildern zu folgen, orientieren sich die Fahrer am Navi. Das zeigt ihnen die kürzeste/schnellste Strecke an – und zwar über Rötgesbüttel, die Heerstraße in Ribbesbüttel und anschließend über die Peiner Landstraße (L 320) zurück auf die B 4 bei Ausbüttel. Trotz Durchfahrt-Verboten-Schild bahnt sich auch immer wieder ein LKW seinen Weg.

    Anwohner beklagen durch B4-Umleitung viel Verkehr, viel Lärm, Gefahren für Schulkinder

    2022 08 28 GR RB Heerstrasse

    Ribbesbüttels Bürgermeister Hans-Werner Buske musste sich viel Kritik von Bewohnern der Heerstraße anhören.  Foto: Daniela König

    Nicht nur die massive Zunahme des Verkehrs, der durch die Straßen rollt und mächtig Lärm mache, verärgert die Anwohner, sondern auch die Tatsache, dass sich an Tempo 30 erst recht kaum jemand halte,die Rechts-Vor-Links-Regel missachtet werdeund Fahrzeuge wegen der geringen Straßenbreite bei Begegnungsverkehr teils auf den Fußweg ausweichen würden. „Das ist lebensgefährlich, was hier los ist“, sagt einer der Anwohner. Fast 20 Anwohner schlugen deshalb am Freitag bei Bürgermeister Hans-Werner Buske Alarm. Die Kinder, die zur Schule müssten, könnten nicht gefahrlos die Straße überquerenkönnten. „Auch der Bus kommt um die Ecke geschossen“, so die Kritik.

    Sie gewöhnen sich daran, hier lang zu fahren.“ Denn das Problem bestehe nicht erst seit kurzem. Immer dann, wenn auf der B 4 Baustelle herrscht oder ein Unfall passiert, drängt sich der Verkehr durch die enge Straße. „Ja, das stimmt. Wenn die B 4 Schluckauf hat, hat das Auswirkungen auf die Heerstraße“, bestätigte Buske.

    Buske: B4-Abschnitt-Sanierung soll am 31. August abgeschlossen sein

    Das massive Verkehrsaufkommen werde aber ein Ende haben. Von der Landesbehörde habe der Bürgermeister erfahren, dass die Sanierung der B 4 am Mittwoch, 31. August, offiziell beendetsein wird. Dann kehrt also wieder etwas mehr Ruhe ein.

    Doch das reicht den Anwohnern nicht. Bis Mittwoch müsse ganz akut gehandelt werden – zum Beispiel durch Polizeipräsenz, fordert eine Mutter. Und zwar morgens, wenn die Kinder zur Schule müssten, so die Forderung. Buske erklärte, dass er mit der Polizei Meine gesprochen habe, die signalisiert habe, Beamte einteilen zu wollen.

    Doch was de Bewohner der Heerstraße vor allem wollen, ist, dass für die Zukunft Abhilfe geschaffen wird. Das hätte längst passieren müssen, schließlich sei das Problem seit etlichen Jahren bekannt. Eine Einbahnstraße halten alle für zwingend notwendig.

    Doch diese Hoffnung muss Buske ausbremsen. Sowohl mit der echten als auch mit einer unechten Einbahnstraße sei man beim Landkreis als zuständige Genehmigungsbehörde gescheitert. Nicht zielführend, kein Unfallschwerpunkt, so die Argumentation. Für letztere Forderung hatte die Gemeinde nach einem Ratsbeschluss neuerlich einen Antrag gestellt. Dass der abgelehnt wurde, habe Buske aber den Bürgern gar nicht kommuniziert, so die Kritik. Das habe einer der Anwohner erst auf Nachfrage bei der Gemeinde erfahren. „Es ist schade, dass wir Bürger da hinterher sein müssen und die Aufgabe der Gemeinde übernehmen“, reicht es einer Bürgerin. Die Heerstraßen-Bewohner wünschen sich eine bessere, transparente Kommunikation. „Das hätte ich mitteilen müssen, da will ich nicht widersprechen“, so Buske. Er räumte auch ein, den aufkommenden Verkehr unterschätzt zu haben.

    Der Kreis habe ihm zugesichert, sich der Problematik anzunehmenund mit der Polizei eine Stellungnahme für eine Empfehlung abzugeben. Eine Antwort auf die Frage „Wann soll es soweit sein? Kennen Sie eine Frist?“ konnte Buske nicht geben. Die Ribbesbütteler hoffen, dass sie für diese Vorschläge auch vorher angehört werden.

    Dass der Verkehr auch durch die Dorfstraße rolle, wollten die Anwohner nicht gelten lassen. „Die ist zweispurig ausgebaut. Die Heerstraße ist einspurig!“, hieß es. Ende September werde es eine öffentliche Infoveranstaltung mit dem Planungsbüro Warnecke zur Dorfregiongeben, bei der auch der Ausbau der Heerstraße und Verkehrsberuhigung auf den Tischkommen. Hier könnten sich Bürger aktiv einbringen.

    Anwohner kommen um Straßenausbaubeiträge nicht herum

    Die Sanierung der Heerstraße, für die die Anlieger anteilig aufgrund der geltenden Straßenausbaubeitragssatzung zur Kasse gebeten werden, ist ohnehin ein emotionales Thema für die Ribbesbütteler. Durch den dichten Verkehr wird die Gemeindestraße, die bei Problemen auf der B 4 als Bypass genutzt wird, kaputt gefahren. „Wir zahlen für etwas, für das wir gar nichts können!“, moniert eine Bürgerin. Das sieht auch Buske. Zwar kämen die Anwohner um ihren Beitrag nicht herum, er halte es aber für fair und unabdingbar, dass sich der Landkreis an der anstehenden Sanierung der Heerstraße beteiligt.

    28.08.2022 GR, Online

  • Ärger über Umleitungsverkehr von der B 4 in der Heerstraße

    Ärger über Umleitungsverkehr von der B 4 in der Heerstraße

    Ribbesbütteler werfen Gemeinde Versäumnisse vor und verlangen Lösung des Problems

    Von Dirk Reitmeister

    Ribbesbüttel.Das Ende der aktuellen Vollsperrung der B 4 zwischen Rötgesbüttel und Ausbüttel ist nur noch wenige Tage weg, doch Anwohner in Ribbesbüttel sind nach zwei Monaten Umleitungsstress immer noch ganz oben auf der Palme. An der Heerstraße hatte Bürgermeister Hans-Werner Buske einen schweren Stand. Er musste sich im Kreis mehrerer Anwohnerinnen und Anwohner heftige Vorwürfe anhören, während einen Meter von ihm entfernt ein Auto nach dem anderen über die Tempo 30 Straße brummte.

     

    2022 08 27 AZ RB Heerstrasse

    Nicht die B 4, sondern die Heerstraße: Die schmale Siedlungsstraße nimmt offenbar den meisten Umleitungsverkehr auf. Hans-Werner Buske (kl. Bild, Mitte) musste sich von seinen Ribbesbüttlern ganz schön einschenken lassen.Fotos: Sebastian Preuß

    Freitagnachmittag auf der Heerstraße in Ribbesbüttel: Fast der gesamte Verkehr der B 4 rollt über die 4,2 Meter breite Siedlungsstraße. Die Autos nutzen auch die Gosse, sonst passt es nicht. Immer wieder mogelt sich auch ein Lastwagen dazwischen, obwohl die Straße für Schwerverkehr gesperrt ist. Die Anwohner haben die Belastung selbst gezählt: insgesamt 700 Fahrzeuge pro Stunde.

    Oben am Himmel braut sich das lang ersehnte Gewitter zusammen, unten entlädt sich bereits der Zorn der Bürger über Buske. Die Gemeinde habe die Situation verschlafen, der Bürger erfahre erst etwas, wenn er sich selber rühre. Und wenn die Straße kaputtgefahren sei, werde er dank der Straßenausbaubeiträge auch noch dafür zur Kasse gebeten. „Es ist unmöglich, die Straße zu überqueren“, schimpft eine Anwohnerin. Mehr als 20 Kinder leben den Müttern zufolge im Bereich Heerstraße und Rosenweg. Die Angst gehe mit auf dem Schulweg.

    Das hört Buske auch aus Vollbüttel, wo Schulkinder die Landesstraße zur Bushaltestelle queren müssen. Doch das tröstet die Ribbesbütteler nicht. Ebenso wenig, dass der Landkreis abgelehnt habe, eine Einbahnstraße oder eine „unechte Einbahnstraße“ – mit Durchfahrt-Verbotsschildern an der Einmündung – einzurichten. Ratsherr Rüdiger Fricke merkt kritisch an, dass die Gemeinde das schlecht kommuniziert hat. Und auch Buske räumt Versäumnisse ein. Er hätte nicht nur eine Ampel an der Ortsdurchfahrt der L 320, sondern auch an der Heerstraße aufstellen sollen.

    Mittwoch soll die B 4 geöffnet werden, hat Buske bei der Landesbehörde erfahren. Bis dahin werde er für die Heerstraße nichts mehr machen können. Doch: „Nach der Baustelle ist vor der Baustelle.“ Buske weiß: Sobald wieder mal kein Durchkommen auf der B 4 sein wird, rollt der Verkehr wieder durch die Heerstraße. Er lädt die Bürger ein, Ende September zur Präsentation der Pläne für das Projekt Dorfregion zu kommen. Da gehe es auch um die Heerstraße. Auch mit der Verkehrsbehörde des Landkreises sei er im Gespräch. Die habe versprochen, sich des Themas Heerstraße anzunehmen.

    So ganz überzeugt er die Bürger damit nicht, die am liebsten selbst bei der Verkehrsbehörde vorstellig würden. „Wir wollen mal eine Lösung hören“, schenkt ein Anwohner Buske nochmal kräftig ein, bevor der Starkregenschauer die Gemüter kühlt und Buske etwas durchatmen kann.

    27.08.2022 AZ

  • Heinrich Stieghahn ist Ehrenbürgermeister von Ribbesbüttel

    Heinrich Stieghahn ist Ehrenbürgermeister von Ribbesbüttel

    Nach 28 Jahren: 2019 legt Stieghahn sein Amt als Bürgermeister nieder, um der nächsten Generation den Weg zu ebnen

    Ribbesbüttel Heinrich Stieghahn war 28 Jahre Bürgermeister der Gemeinde Ribbesbüttel und seit 1974 gehörte er mit 10-jähriger Unterbrechung dem Rat der Gemeinde Ribbesbüttel an. Von 1974 bis 1976 war er Vorsitzender des Finanzausschusses und Mitglied im Kulturausschuss der Gemeinde Ribbesbüttel.

    Von 1986 bis April 1988 hatte er den Vorsitz im Umwelt-, Bau- und Wegeausschuss und den Stellvertreter-Posten im Jugend-, Sport- und Kulturausschuss inne. Er war 35-Jahre im Rat der Gemeinde Ribbesbüttel tätig. Im April 1988 wurde er erstmals zum Bürgermeister und Gemeindedirektor der Gemeinde Ribbesbüttel gewählt. Dieses Amt übte er von 1988 bis Ende 2011 und von November 2016 bis zum August 2019 mit großem Engagement und großer Leidenschaft aus, bevor er am im August 2019 offiziell sein Amt als Bürgermeister aus Altersgründen niederlegte, um der nächsten Generation den Weg zu ebnen.

    2022 07 22 GR RB Stieghahn

    Die Gemeinde ernennt Heinrich Stieghahn zum Ehrenbürgermeister von Ribbesbüttel. Gemeinde Ribbesbüttel

    Auch im Samtgemeinderat Isenbüttel und seinen Gremien hat Heinrich Stieghahn viele Jahre mitgestaltet. Die Pflege der örtlichen Gemeinschaft in der Gemeinde war Heinrich Stieghahn stets ein wichtiges Anliegen. In mehreren Vereinen und Organisationen ist er Mitglied und im Gesangsverein hat er bis vor Kurzem auch mitgesungen.

    Ein Meilenstein ist das in 1994 errichtete Gemeinde-/Sportzentrum in Ribbesbüttel mit Gemeindebüro, Sportanlagen und Parkplatz. Aber auch die Sanierung und der Umbau des Raiffeisengebäudes in Vollbüttel zu einer örtlichen Begegnungsstätte gehören dazu. Des Weiteren wurden die Sportplätze in Ribbesbüttel in seiner Amtszeit neu angelegt.

    Die Organisation der 1000-Jahr-Feier der Gemeinde Ribbesbüttel mit Erarbeitung der Chronik im Jahr 2007 sowie die Suche nach dem Ursprung des Wappens der Gemeinde Ribbesbüttel waren für ihn Herzensangelegenheiten. red

    GR 22.07.2022

  • Schlagerfestival: Publikum feiert mit Dorfrockern, Brink und Co.

    Schlagerfestival: Publikum feiert mit Dorfrockern, Brink und Co.

    Zehn Stars treten in Ribbesbüttel auf – Veranstalter „Ilios“ spendet Erlös an Kinderhospiz in Braunschweig

    Von Christian Albroscheit

    Ribbesbüttel.Bernhard Brink und Claudia Jung, die Dorfrocker und Axel Fischer, Christin Stark und Olaf Henning – und noch einige mehr: Schlagerfans kamen am Samstagabend in Ribbesbüttel voll auf ihre Kosten. Beim großen Festival, das von „Ilios – Betreuung mit Herz“ aus Müden veranstaltet wurde, standen insgesamt zehn Stars und Gruppen auf der Bühne. Sie sangen nicht nur für ihre Fans, sondern auch für den guten Zweck.

    „Ihr habt super angefangen. Jetzt bloß nicht nachlassen“, machte Kurt Kokus das Publikum heiß. Der Sänger, Comedian und Ex-Manager von Schlagerstar Jürgen Drews war an diesem Abend für die Moderation zuständig. „Das war stark“, lobte er das Ribbesbütteler Publikum, nachdem er seinen ersten Part hinter sich hatte. Und stark ging es dann los – nämlich mit Sängerin Christin Stark.

     2022 06 27 AZ RB Schlager

    Schlagerfestival in Ribbesbüttel: Die Dorfrocker sorgten als zweiter Act des Abends für ordentlich Stimmung im Publikum.fotos (3): Lea Behrens

    Die freute sich „mega“ auf ihren Auftritt und versprach „Songs, die aus dem Leben sprechen“ – wie etwa „Baby, rock mein Herz“. Unter anderem wegen Christin Stark, aber auch wegen Bernhard Brink, den Dorfrocken und Allessa war der Wolfsburger Markus von Palubicki zusammen mit Kumpel Christian, der extra aus Hessen angereist war, nach Ribbesbüttel gekommen. Sie seien „absolute Schlagerfans“ und „voll dabei“.

    Paare, Familien und Freundeskreise fanden sich im Publikum. Viele, aber nicht alle, waren Schlagerfans. Manche berichteten, dass sie eigentlich eher Rockmusik hören. Aber alle hatten Lust zu feiern. Und vor allem wollten alle etwas für den guten Zweck tun. „Diesen Mut muss man einfach belohnen“, sagte Moderator Kurt Kokus mit Blick auf Sarah Vollmerhausen.

    Die Ilios-Geschäftsführerin hatte bei einer Veranstaltung einst Schlagerstar Bernhard Brink kennengelernt. Zuerst wollte sie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Brinks Auftritt für den Einsatz in der Corona-Pandemie danken. Daraus wiederum wuchs die Idee, ein Schlagerfestival mit Bernhard Brink und neun anderen Stars zu veranstalten. Nicht, um daran zu verdienen, sondern um etwas für Kinder zu tun. Und so soll der Erlös des Festivals an das Braunschweiger Kinderhospiz Löwenherz gespendet werden. „Kinder sind im Zuge der Pandemie oft in Vergessenheit geraten“, sagte Vollmerhausen.

    1.500 Tickets wurden im Vorfeld des Festivals verkauft. „Die Vorbereitung war ganz schön aufregend. Wir machen ja alles ehrenamtlich“, sagte Sarah Vollmerhausen. Vor dem Festival hatte Ilios bereits zum Familientag auf das Ribbesbütteler Sportgelände eingeladen. Es gab Aktionen für Kinder, aber auch Informationen zu Pflege oder Patientenverfügung. „Ich bin sehr zufrieden damit, wie der Tag gelaufen ist“, sagte Vollmerhausen.

    Beim Auftritt der Dorfrocker bildete sich die erste Polonaise vor der Bühne – mit Sänger Tobias an der Spitze. Kein Wunder, dass die Stimmung stieg und das Publikum schließlich bei der Dorfrocker-Hymne „Ich bin ein Dorfkind“ alleine sang. Axel Fischer konnte daran nahtlos anknüpfen. Bei Youtube haben seine Videos zig Millionen Aufrufe. Egal ob „Bella ciao“, „Drei Tage in Prag“ oder „Griechischer Wein“: Das Ribbesbütteler Publikum zeigte sich textsicher.

    Auch bei Olaf Henning, der seine Hits „Blinder Passagier“, „Die Manege ist leer“ und „Komm, hol das Lasso raus“ mitgebracht hatte, war die Stimmung bestens. Nur ein Versprechen konnte Henning nicht einlösen. „Ich mach euch heute fertig“, rief er dem Publikum zu. Aber von wegen: Auch bei den folgenden Auftritten von Claudia Jung („Je t´aime mon amour“), De Lancaster, Vamos, Allessa, Anita & Alexandra Hoffmann sowie natürlich Bernhard Brink war das Ribbesbütteler Publikum noch voll dabei.

    AZ 27.06.2022

  • Vollbüttel: Im Raiffeisengebäude soll eine Kita einziehen

    Vollbüttel: Im Raiffeisengebäude soll eine Kita einziehen

    Pläne für Übergangslösung in altem Jugendtreff – Saal wird zum Ausweichquartier für Vereine

    Von Ron Niebuhr

     

    2022 04 09 AZ VB Kita

    Raiffeisengebäude Vollbüttel: Im alten Jugendtreff soll vorübergehend eine Kita eingerichtet werden.foto: Sebastian Preuß

    Ribbesbüttel.Ums Vollbütteler Raiffeisengebäude ging es jüngst im Jugend-, Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde Ribbesbüttel. Darin sollen die Räume des ehemaligen Jugendtreffs vorübergehend als Kindertagesstätte dienen. Zudem widmete man sich der Frage, ob und wie das Obergeschoss genutzt werden kann.

    Zwischen 60 und 70 Plätze zur Kinderbetreuung fehlen aktuell in der Samtgemeinde Isenbüttel. Die geplanten Erweiterungen der Kitas in Ribbesbüttel und Wasbüttel allerdings würden wohl erst in zwei bis drei Jahren fertiggestellt, meinte Bürgermeister Hans-Werner Buske. Daher habe die Samtgemeindeverwaltung nach Alternativen gesucht. Fündig wurde man im Raiffeisengebäude. Die Räume des früheren Jugendtreffs, die inzwischen von Vereinen genutzt werden, seien ideal geeignet für eine provisorische Kita.

    Die Samtgemeinde entrichtet für die Dauer der Nutzung eine Gebühr an die Gemeinde. Diese wiederum reiche 400 Euro monatlich als Zuschuss an den MTV Vollbüttel weiter, damit der Verein den alten Vollbütteler Saal als Ausweichquartier mieten kann, erläuterte Buske. Christian Wrede (CDU) fand es „schwer begreiflich“, dass 70 Betreuungsplätze in der Samtgemeinde fehlen. Für ihn sei das ein Zeichen von „schlechter Planung“. Insofern müsse man froh sein, dass man in Vollbüttel eine Lösung gefunden habe.

    Auch Albert Jäger (CDU) begrüßte das Vorhaben. Allerdings sollte man die übrigen Vereine stärker unterstützen, wenn der MTV künftig einen monatlichen Mietzuschuss erhalte. Schützenfeste etwa seien kaum mehr kostendeckend zu realisieren. Da sollte die Gemeinde helfend einspringen. Harald Schönhoff (CDU) wies darauf hin, dass zumindest sicherzustellen sei, dass nicht nur der MTV sondern auch andere Vereine und Gruppen aus dem Dorf bei Bedarf den Vollbütteler Saal nutzen können.

    Der Ausschuss einigte sich darauf, der Samtgemeinde die Nutzung des ehemaligen Jugendtreffs zu gestatten, sofern der Gemeinde dadurch keine Kosten entstehen. Die Nutzung des Vollbütteler Saals sollte vom MTV als Mieter anderen Vereinen ermöglicht werden. Zudem soll dem MTV ein Mietzuschuss in Höhe von 400 Euro pro Monat gewährt werden. Allerdings nur so lange, wie die Samtgemeinde eine Nutzungsgebühr für den Treff entrichtet, zuzüglich einer Übergangsfrist von maximal sechs Monaten.

    Bürgermeister Buske sagte abschließend, dass für die Einrichtung der Kita noch einige Details zu klären seien. „Von der Landesschulbehörde gab es bisher nur eine mündliche Zusage“, sagte er. Und zwar mit Auflagen, etwa das Grundstück einzuzäunen und einen eigenen Spielplatz anzulegen. Eine Rückkehr der Dartsparte des MTV in den Treff hält der Bürgermeister übrigens für möglich. „Aber nur ins Obergeschoss“, betonte er. Das Erdgeschoss sollte man für künftige Mieter des Veranstaltungssaals vorhalten. Im interfraktionellen Gespräch hatte man sich darauf verständigt, Aufwand und Kosten für den Ausbau des Obergeschosses zu ermitteln. Im aktuellen Haushaltsplan seien vorerst nur 30.000 Euro zur Unterhaltung vorgesehen, berichtete Vorsitzender Raimund Heimann. Erforderlich seien bei öffentlicher Nutzung des Obergeschosses eine Fluchttreppe und wohl auch eine bessere Lüftung. Geprüft werden soll zudem, ob der Ausbau im Förderprogramm zur Dorfentwicklung erfolgen kann. Bürgermeister Buske versicherte, dass es zunächst nur darum gehe, Pläne zu erstellen, Kosten zu ermitteln, das Projekt vorsorglich in die Dorfentwicklung aufzunehmen und Haushaltsmittel im kommenden Jahr einzustellen. „Der Rat kann den Ausbau danach immer noch stoppen“, erklärte er. Der Ausschuss stimmte zu.

    AZ 09.04.2022

  • Ribbesbüttel. Der Treff könnte zur temporären Kindertagesstätte für bis zu 16 Kinder umgebaut werden, weil in der Samtgemeinde 70 Krippen- und Kitaplätze fehlen.

    Ribbesbüttel. Der Treff könnte zur temporären Kindertagesstätte für bis zu 16 Kinder umgebaut werden, weil in der Samtgemeinde 70 Krippen- und Kitaplätze fehlen.

    Paukenschlag im Jugendausschuss der Gemeinde Ribbesbüttel: Weil auf Samtgemeindeebene wohl bis zu 40 Krippen- und 30 Kitaplätzefehlen, stand ein Grundsatzbeschluss zur Nutzung des Treffs in Vollbüttel als zeitlich befristete Kindertagesstätteauf der Tagesordnung. Dafür gab es einstimmig grünes Licht.

    Noch ist nichts beschlossen. Die Entscheidung steht und fällt mit den Ergebnissen einer Begehung der Räumlichkeit im Erdgeschoss des Raiffeisengebäudes, die sich laut Landesschulbehörde für eine Nutzung als Kita eignen würde. Dabei soll festgestellt werden, welche Umbauten notwendig wären, damit dort ab dem neuen Kita-Jahr bis zu 16 Kinder

    Für diesen Fall würde die Samtgemeinde die Räume mieten und alle Kosten für den Um- und Rückbau tragen. Denn die Politik gab vor, dass die Nutzung sechs Monate nach Inbetriebnahme der geplanten Erweiterung der Kita in Ribbesbüttel enden soll.

    Trotz der ungeteilten Zustimmung gab es im Gremium unter Vorsitz von Raimund Heimann (SPD) an die Adresse der Samtgemeinde gerichtete Kritik. „Es ist für mich schwer begreiflich, wieso plötzlich so viele Plätze fehlen“, sagte Christian Wrede (CDU). „Das ist eine schlechte Planung, aber wir müssen die Plätze schaffen, daran führt kein Weg vorbei.“

    In Ribbesbüttel fehlen die meisten Betreuungsplätze

    Nach Auffassung von Samtgemeindebürgermeister Jannis Gaus gibt es mehrere Faktoren für den gestiegenen Bedarf. Einer ist das Neubaugebiet in Vollbüttel. „Die meisten Plätze fehlen in der Gemeinde Ribbesbüttel“, sagte er. „Deshalb entsteht dort der Anbau und deshalb wollen wir den Eltern dort eine wohnortnahe Betreuung anbieten.“ Laut Verwaltung ist Ribbesbüttel mit 24 fehlenden Kitaplätzen der Brennpunkt.

    2022 04 08 GR Kita VB

    Bürgermeister Hans-Werner Buske im Treff im Raiffeisengebäude, der zur temporären Kita werden könnte.  Foto: Daniela Burucker

    Sollte es von der Behörde grünes Licht geben, ohne das Umbauen im großen Stil zu fordern, soll zeitnah der Startschuss fallen. Damit würden Gruppen und Vereine, insbesondere die Dart-Sparte des MTV Vollbüttel, ihr Domizil vorerst verlieren. Auch dafür präsentierte Bürgermeister Hans-Werner Buske bereits eine Lösung. Demnach soll der MTV den Saal für seine Zwecke mieten und dafür einen monatlichen Zuschuss von 400 Euro erhalten, der über die Nutzungsgebühr für den Treff von der Samtgemeinde getragen wird.

    Mit dem Grundsatzbeschluss zum Ausbau des Obergeschosses des Raiffeisengebäudes als öffentliche Räumlichkeit wurde der politische Streit um die Nutzung beigelegt. Im Vorfeld hatte man sich bei einem interfraktionellen Gespräch über die Eckdaten verständigt.

    Harsche Kritikgab es am Zeitplan der Planung zum Bau einer Seniorenwohnanlagein den Langen Ehlern. Im Hinblick auf rasant steigende Baukosten äußerten Teile der Politik Unverständnis, dass Gespräche darüber zwischen Gemeinde, Investoren und Samtgemeinde erst nach der Sommerpausestattfinden sollen. Laut Buske tritt wohl die Samtgemeinde auf die Bremse.

    GR 08.04.2022

     

  • Der Ribbesbütteler Organisator Willi Heilmann: Das Risiko ist schon enorm.

    GIFHORN.  Der Ribbesbütteler Organisator Willi Heilmann: Das Risiko ist schon enorm. Ukraine-Hilfe Aller-Oker bringt alle Gastgeber und Gäste zusammen.

    Mitten im Gespräch heult das Handy von Andre los: „Luftalarm in Riwne“, sagt der Ukrainer und zeigt die Meldung. Dorthin werden er und sein Landsmann Anatoli bald aufbrechen, um von Gifhorn aus Hilfsgüter in die Großstadt zu bringen. Organisiert hat die Unterstützung Willi Heilmann aus Ribbesbüttel, der in der Nähe von Riwne geboren wurde, seine Mutter ist Ukrainerin. Während er die Tour bereits dreimal absolviert hat, kam sein Vater Frank am Sonntag von der fünften Fahrt zurück.

    Extreme Ungewissheit

    Familie und Bekannte seien soweit wohlauf, berichtet Willi Heilmann, ein Teil der Familie im Landkreis in Sicherheit. Er übersetzt die Berichte der beiden Ukrainer, die von einer unruhigen Lage erzählen, dem Raketenbeschuss durch die russische Armee, vor allem aber von der extremen Ungewissheit, die die Menschen zunehmend in Panik versetze. „Aus kriegstaktischen Gründen gibt es keine Informationen. Niemand weiß, wo es wann einschlägt und auch die Fahrt nach Riwne wird immer gefährlicher. Mein Vater fuhr beispielsweise am Flughafen vorbei, als die Russen diesen bombardierten. Das Risiko ist schon enorm“, betont Willi Heilmann.

    2022 03 28 GR Ukraine

    Der Ribbesbütteler Willi Heilmann (von rechts) belädt mit den beiden ukrainischen Fahrern Anatoli und Andre, die bei Sebastian Wosny logieren, den 15-Tonner in einer Gifhorner Halle.

    Foto: Reiner Albring / BZV

    Logistik wird ausgebaut

    Aber die Hilfe, alles aus privaten Spenden, sei enorm wichtig. So befänden sich in Riwne etwa 45.000 Flüchtlinge, beispielsweise am Sonntag seien in Bussen 200 Menschen aus Mariupol hinzugekommen. Heilmann: „Es besteht Bedarf ohne Ende und wir bauen die Logistik aus. Wir liefern die Sachen direkt an die Stadtverwaltung, das System hat sich bewährt. Vor Ort werden die Lieferungen dann sortiert und gehen an die Flüchtlinge, die Krankenhäuser oder an die Front.“

    Nächsten Konvoi geplant

    Wie wichtig diese Hilfe auch psychologisch für die Ukrainer ist, wissen auch Wiebke Niebuhr (Päse) und Hinnerk Bode-Kirchhoff (Höfen). Sie haben am 28. Februar die Initiative Ukraine-Hilfe Aller-Oker gegründet. Grundlage dafür waren persönliche Beziehungen Bode-Kirchhoffs nach Siret an der rumänisch-ukrainischen Grenze und Charkiw. Zehn Transporter, drei davon mit großen Anhängern, waren schon unterwegs, gesteuert von Fahrerinnen und Fahrern aus unserer Region. Der nächste Konvoi startet voraussichtlich am 4. April.

    Wiebke Niebuhr und Hinnerk Bode-Kirchhoff haben die Ukraine-Hilfe Aller-Oker gegründet. 

    Foto: Reiner Albring / BZV

    Doch die Ukraine-Hilfe Aller-Oker möchte auch hier vor Ort helfen. Mittlerweile sind bei ihr rund 60 Gastgeber gelistet und etwa 40 ukrainische Gäste untergebracht. In eine Whatsapp-Gruppe seien rund 140 Leute eingetreten und hätten sich in sechs Arbeitsgruppen unterteilt. „Alle haben ihre Kompetenzen eingebracht“, erklärt Wiebke Niebuhr. Auch die Unterstützung aus der örtlichen Wirtschaft sei riesengroß, reiche von Benzin, über Fahrzeugbereitstellung bis hin zu deren Reparatur.

    Ukrainer willkommen heißen

    Ein großes Anliegen sei es laut Bode-Kirchhoff, ein Netzwerk aufzubauen, „um die Menschen aus der Ukraine bei uns willkommen zu heißen und Kontakte und Begegnungen in den nächsten Monaten zu organisieren. Wir arbeiten eng mit der Samtgemeinde, den Kirchengemeinden oder dem Verein Aktiv für Menschen zusammen. Besonders wollen wir Informationen sammeln, weitergeben und Menschen zusammenbringen.“

    Den Auftakt dazu bildet am Mittwoch ein Treffen aller Gastgeber und deren ukrainischen Gäste in der Mensa der Hauptschule Meinersen. Infos zur Initiative unter www.ukrainehilfe-aller-oker.de.

    GR 29.03.2022

  • Lagerraum wird saniert, dafür kein Geld für Dorfarchiv

    Lagerraum wird saniert, dafür kein Geld für Dorfarchiv

    Der Rat Ribbesbüttel stimmt für den Etat mit Mitteln für das Raiffeisengebäude.

    Daniela Burucker

    Vollbüttel. Der Etat für 2022 ist in trockenen Tüchern und die Kuh ist vom Eis. Hatte sich die Politik im Finanzausschuss noch heftig um die Zweckbindung der Mittel gezofft, die für geplante Umbauten im Raiffeisengebäude veranschlagt sind, stimmte der Gemeinderat Ribbesbüttel dem 2,3-Millionen-Euro-Haushalt geschlossen und ohne neuerliche Diskussion zu.

    Dafür wurden die 30.000 Euro, die zur Errichtung eines Dorfarchivs als Investition im Finanzhaushalt platziert waren, zur Lagerraum-Instandhaltung umgemünzt. Damit steigt der veranschlagte Fehlbetrag im Ergebnishaushalt auf 342.900 Euro. Was tatsächlich aus dem Raum wird, auf den auch Vereine ein Auge geworfen haben, steht noch in den Sternen.

    Bürgermeister beklagt hohe Belastung durch Umlagen

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    Bürgermeister Hans Werner Buske. Daniela Burucker

    In seiner Bewertung der Zahlen beklagte Bürgermeister Hans-Werner Buske (CDU) die hohe Belastung durch die Umlagen. „Diese 95 Prozent huschen einfach vorbei und sind weg“, sagte Buske, der zugleich betonte, dass die Gemeinde durch das Millionen-Projekt zur Erweiterung der Kita in Ribbesbüttel in diesem Jahr stark von der Samtgemeindeumlage profitieren wird.

    Wer auf Papiervorlagen verzichtet, bei der Ratsarbeit auf das digitale Angebot setzt und private Geräte nutzt, erhält für die komplette Wahlperiode eine zusätzliche Aufwandsentschädigung von 420 Euro. Für diejenigen, die weiterhin mit Papiervorlagen arbeiten wollen bleibt alles beim Alten.

    Heerstraße soll eine „unechte Einbahnstraße“ werden

    Bei der anstehenden Sperrung der B4 will die Gemeinde vorbeugend Fakten schaffen, die verhindern, dass sich der Verkehr auch ohne ausgewiesene Umleitung erneut durch das Dorf wälzt. Gelingen soll das durch die beantragte temporäre Umwandlung der Heerstraße in eine unechte Einbahnstraße. Diesbezügliche Forderungen von Bürgerinitiativen stehen schon länger in Raum.

    In der Einwohnerfragestunde kritisierten Zuhörer den Zustand der Fußwege in Vollbüttel. Redebedarf seitens der Bürger gab es auch zum angekündigten Bauvorhaben „Betreutes Wohnen“, für dessen Umsetzung laut Buske zuvor der Bebauungsplan geändert werden muss.

    Für allgemeines Stirnrunzeln sorgte Thorsten Schöne (parteilos) mit seiner Ankündigung, dass er bei künftigen Sitzungen Audio-Aufzeichnungen plant. „Ich bin absolut dagegen und werde die Rechtmäßigkeit prüfen lassen“, kündigte Buske an.

    GR 16.02.2022


  • Feuerwehr Ribbesbüttel wählt Funktionsträger neu

    Feuerwehr Ribbesbüttel wählt Funktionsträger neu

    Klaus Buzan wird für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Erst bei der nächsten Jahresversammlung wird ein neuer Ortsbrandmeister bestimmt.

    Ribbesbüttel Neuwahlen standen auf der Tagesordnung der jüngsten Aktivenversammlung der Feuerwehr Ribbesbüttel.

    Im Ergebnis wurde zum Gruppenführer Bernd Stieghahn gewählt, sein Stellvertreter wurde Karsten Dimmler. Gerätewart ist Ingo Werner, sein Stellvertreter Thomas Stobbe. Pressewart ist Jürgen Hanisch, Getränkewart Maximilien Krüger, Zeugwart Andre Grimm, Kassenwart Uwe Scholz mit seinem Stellvertreter Lukas Schölkmann, Schriftführer Sven Kornath mit Stellvertreterin Katja Köritzer, Atemschutzgerätewart Dennis Simon sowie Kinderfeuerwehrwartin Miriam Simon.

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    Auf dem Foto zu sehen sind beförderte, geehrte und wiedergewählte Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ribbesbüttel.  Freiwillige Feuerwehr Ribbesbüttel

    Die Wahlen zum neuen Ortsbrandmeister und seinem Stellvertreter sollen laut Mitteilung auf der nächsten Jahreshauptversammlung stattfinden.

    Nachträglich wurde Joshua Schreiber zum Feuerwehrmann ernannt und Christian Krüger zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

    Für 40-jährige Mitgliedschaft wurde Harald Schönhoff und für 50-jährige Mitgliedschaft Klaus Buzan geehrt. Für 40 Jahre Verdienste im Feuerlöschwesen erhielt Karsten Dimmler eine Ehrung.

    Nachdem die Aktivensitzung 2020 pandemiebedingt ausgefallen war, wurde sie nachgeholt. Dabei gab Ortsbrandmeister Jörn Schlüsche unter anderem einen kleinen Ausblick auf die anstehenden Termine im Jahr 2022, die aber aus heutiger Sicht noch unter coronabedingtem Vorbehalt betrachtet werden müssten, heißt es in dem Bericht. red

    GR 08.01.2022

  • Neuer Gerätewagen „Logistik“ für Freiwillige Feuerwehr

    Neuer Gerätewagen „Logistik“ für Freiwillige Feuerwehr

    Ribbesbüttel: 7,5-Tonner mit umfangreichem Einsatzmaterial ersetzt 26 Jahre alten Mannschaftstransportwagen

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Ein Logistikfahrzeug nennt Feuerwehr um Ortsbrandmeister Jörn Schlüsche seit gestern offiziell ihr Eigen. Den besonderen Gerätewagen übergaben Samtgemeindebürgermeister Hans Friedrich Metzlaff und Gemeindebrandmeister Björn Kölsch an die Ribbesbütteler. Gekostet hat das Fahrzeug 142 000 Euro.

    „Ich freue mich, dass es noch geklappt hat“, sagte Metzlaff. Denn im Amt als Samtgemeindebürgermeister ist er bereits kurz vorm Zieleinlauf. Wie viele Fahrzeuge er in seinen 15 Dienstjahren an Feuerwehren übergeben durfte, wisse er gar nicht. Nur so viel: „In Ribbesbüttel ist es das dritte.“ Dabei zählte er den karnevalserprobten Eigenbau der Kinderfeuerwehr mit – für ihn die schönste Fahrzeugübergabe überhaupt! Der Gerätewagen Logistik aber ist nicht für den Nachwuchs gedacht, sondern für den aktiven Einsatz.

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    Offiziell in Dienst gestellt: Hans Friedrich Metzlaff (v.l.), Björn Kölsch und Jörn Schlüsche freuten sich über das neue Logistikfahrzeug der Ribbesbütteler Feuerwehr.Foto: Ron Niebuhr

    Das in Hessen den Bedürfnissen der Ribbesbütteler Feuerwehr entsprechend umgebaute, 7,49 Tonnen wiegende Fahrzeug verfügt über eine geschlossene Ladefläche, in der unter anderem fünf Rollcontainer verstaut sind. Zwei davon enthalten alles, was zum Aufbau eines Schnelleinsatzzeltes benötigt wird, die anderen Strom-, Unwetter- und Hygieneausrüstung. Dazu kommt eine Gitterbox. Metzlaff dankte dem Samtgemeinderat für die vorausschauende Entscheidung, den inzwischen 26 Jahre alten Ribbesbütteler Mannschaftstransportwagen nicht bloß eins zu eins durch einen Neuwagen zu ersetzen, sondern draufzusatteln.

    Das Logistikfahrzeug enthalte alles, was bei großen Schadenslagen gefragt sei, erlaube zudem, bereits am Ort des Geschehens verunreinigte Einsatzkleidung gegen saubere Trainingsanzüge zu tauschen. „Es kommt gewiss häufig zum Einsatz. Die Ribbesbütteler werden gut zu tun haben“, meinte Metzlaff. Lob verdienten auch die Feuerwehrkameraden, die sich zusammen mit Nina Wolpers aus der Samtgemeindeverwaltung in “vielen Stunden einen Kopf darüber gemacht haben, wie es aussehen soll und ausgestattet sein muss“. Und nicht zuletzt holten sie das Fahrzeug ja auch in Hessen direkt beim Hersteller ab.

    Kölsch wies darauf hin, dass Ribbesbüttels neues Logistikfahrzeug selbstverständlich im eigens entwickelten, einheitlichen Design daherkommt. „So sehen künftig alle unsere Fahrzeuge aus“, erklärte Kölsch. So erhöhe man die Wiedererkennung von Brandschützern aus der Samtgemeinde Isenbüttel – egal ob in hiesigen Gefilden oder bei überregionalen Schadenslagen. Er wünschte den Ribbesbüttelern viel Freude am neuen Fahrzeug, erinnerte sie aber auch daran, dass nun erst einmal einige Stunden intensiver Ausbildung für den sicheren Umgang damit anstünden.

    Ortsbrandmeister Jörn Schlüsche schließlich dankte Politik und Verwaltung für die Bewilligung des Fahrzeuges. „Viel mehr Worte möchte ich eigentlich gar nicht verlieren“, sagte er. Denn seine Truppe hatte einen Imbiss vorgesehen. Die Wartezeit darauf verkürzten sich die Gäste der Feierstunde mit der Besichtigung des neuen Gefährts.

    AZ 18.10.2021

  • Ribbesbüttel: Konzert für den guten Zweck

    Ribbesbüttel: Konzert für den guten Zweck

    Rotary Club organisiert Benefizaktion zu Gunsten Jugendlicher

    Gifhorn/Ribbesbüttel.Der Rotary Club Gifhorn-Wolfsburg veranstaltete jetzt ein Hoffest auf dem Rittergut Ribbesbüttel der Familie Löbbecke.

    Ziel der geselligen Veranstaltung war es, Spenden für den Kinderschutzbund Gifhorn und für die Kinder und Jugendarbeit der Kirchengemeinde Ribbesbüttel zu sammeln.

    Etwa 150 Rotarier und Rotarierinnen und Gäste wurden vom Präsidenten Diethelm Mislak begrüßt: „Die Veranstaltung soll den Teilnehmern viel Spaß machen aber auch Gutes über Spenden bewirken“ Das Programm war gespickt mit musikalischen Highlights.

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    Kultur-Aktion für den guten Zweck vom Rotary Club organisiert: Mana Oguchi, Lena Jonscher, Diethelm Mislak, Christel Mislak, Ute Löbbecke, Miriam Sprick und Stefan Löbbecke (v.l.)Foto: privat

    Erst zeigte die schon mehrfach preisgekrönte 14-jährige Violinistin aus Wolfsburg, Lena Jonscher, in musikalisches Können und beeindruckte damit nachhaltig das Publikum. Lena Jonscher wird auch vom Rotary Club Gifhorn-Wolfsburg gefördert.

    Dann trat die akademische Bläservereinigung der TU Braunschweig Aka Blas auf und spielten viele bekannte Musikstücke, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.

    Die Musiker zeigten sich sichtlich erfreut wieder aufzutreten und dann noch in der schönen Atmosphäre des Rittergutes Ribbesbüttel. „Ein rundum gelungenes Fest für einen guten Zweck“, stellte Mislak fest und dankte allen Künstlern, Helfern und der Familie Löbbecke. red

    AZ 06.10.2021

  • Ribbesbüttel: Gemeinderat ist sich uneinig über weiteres Vorgehen

    Ribbesbüttel: Gemeinderat ist sich uneinig über weiteres Vorgehen

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Die Alte Schule in Ribbesbüttel befindet sich derzeit noch im Eigentum des Kirchenkreises. Der stuft das Gebäude aber gemessen an der Zahl der Mitglieder als zu groß ein für die Kirchengemeinde. Die wiederum würde die Alte Schule gern weiter nutzen, aber nicht allein. Pläne für eine Umnutzung des historischen Fachwerk- und Backsteinhauses, etwa als Dorftreffpunkt, scheiterten bisher aber an den hohen Hürden des Denkmalschutzes.

    Der mache das Projekt zum „Fass ohne Boden“, sagte Bürgermeister Hans-Werner Buske im Gemeinderat. Man dürfte nichts verändern, keine Räume erweitern oder verkleinern. Man müsste die Fassaden und Fenster nach strengen Vorgaben kostspielig erneuern. „Und der Keller ist feucht“, sagte er.

    Gehe es nach dem Denkmalschutz, könnte man dort bestenfalls ein Museum unterbringen. Das allerdings komme nicht in Frage: „Wir können doch nicht 1,5 Millionen Euro Steuergeld in die Hand nehmen, um dann ein Gebäude mit wenig bis gar keinem Nutzen zu haben“, meinte Buske.

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    Was wird aus der Alten Schule? Ribbesbüttels Rat würde sie gerne gemeinsam mit der Kirchengemeinde nutzen, aber die Chancen stehen nicht gut.foto: Ron Niebuhr

    Die evangelische Kirche als Ganzes verfüge über „millionenschweren Besitz. Der Kirchenkreis will aber lieber das alte Gebäude loswerden und ein neues bauen“, wies Buske auf dessen Idee hin, hinter der St. Petrikirche ein neues Gemeindehaus zu bauen mit rund 110 Quadratmeter Nutzfläche. Ribbesbüttels Kirchenvorstand wolle jetzt zumindest prüfen lassen, ob man Fördermittel aus der Dorfentwicklung erhält.

    Christian Wrede (CDU) sah dem positiv entgegen: „Ich traue es Pastor und Kirchenvorstand zu, dass sie ihre Interessen durchsetzen.“ Nichtsdestotrotz sollte die Gemeinde weiter signalisieren, die Alte Schule kaufen zu wollen, falls die Bemühungen der Kirchengemeinde nicht von Erfolg gekrönt sein sollten. „Insofern bleibe ich derzeit sehr gelassen“, verstand er die Aufregung nicht.

    Und Ulf Kehlert (SPD) verwies darauf, dass die Kirche bisher noch keinen Beschluss gefasst, sondern lediglich Ideen gesammelt habe. Zugleich erinnerte er an den bestehenden Ratsbeschluss, das Gespräch mit der Kirche zu suchen und bis 30. Juni zu klären, wie es mit der Alten Schule weitergeht. „Aber das wird wohl nichts mehr vor der Wahl im September“, vermutete er.

    Während Buske das Thema dem neuen Rat überlassen wollte, plädierten Wrede und Andreas Guth (CDU) dafür, dem neuen Rat wenigstens eine Empfehlung fürs weitere Vorgehen zu geben.

    AZ 19.06.2021

     

  • Anwohner genervt: Heerstraße ist mehr denn je Hauptdurchgangsstraße

    Anwohner genervt: Heerstraße ist mehr denn je Hauptdurchgangsstraße

    Ribbesbüttel: Anlieger fordern vom Rat zügige Entlastung – Baustelle auf B4 in Ausbüttel verschärft das Problem

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Mit kurzer Tagesordnung kam die jüngste Sitzung des Ribbesbütteler Gemeinderates daher. Zündstoff bot sich dennoch, vor allem wegen der Belastung der Heerstraße durch Ausweichverkehr von der in Ausbüttel noch bis Ende August halbseitig gesperrten Bundesstraße 4.

    In Ausbüttel wird die Bushaltestelle „Dorf“ barrierefrei ausgebaut. Möglich ist das – nicht zuletzt wegen des starken Verkehrsaufkommens von bis zu 22 000 Fahrzeugen pro Tag –nur mit einer halbseitigen Sperrung nebst Ampelschaltung. „Das führt zu erheblichen Rückstaus in beide Richtungen“, sagte Bürgermeister Hans-Werner Buske. Sehr viele Fahrer weichen über Ribbesbüttel und Rötgesbüttel aus. Der kürzeste Umweg führt sie durch die Heerstraße – sehr zum Leidwesen der Anwohner. „Die Straße ist permanenter Bypass der B4. Sie ist für so viel Verkehr gar nicht ausgelegt, vor allem nicht für die ganzen Lastwagen“, verwies Dirk Sonnenfeld auf zerstörte Gossen und Kanaldeckel. Er sei den Verkehr keineswegs allein leid, sondern spreche stellvertretend für alle Anwohner der Straße: „Wir haben alle so einen Hals“, sagte er. Bereits vor ein paar Jahren – also lange vor der Baustelle in Ausbüttel – habe man die Gemeinde auf das Problem hingewiesen. Damals wünschten sich die Anwohner eine Einbahnstraße mit Fahrtrichtung nach Süden, denn in Richtung Norden sei die Abzweigung in die Straße sehr unübersichtlich und daher besonders gefährlich. „Aber passiert ist seitdem nichts“, ärgerte sich Sonnenfeld.

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    So ruhig ist es hier nicht immer: Die Heerstraße ist Umleitungsstrecke für die halbseitig gesperrte B4, die Anwohner sind genervt. Foto: Ron Niebuhr

    Man sei an dem Problem dran und sich bewusst, dass die Situation für die Anwohner „absolut nicht hinnehmbar“ sei, versicherte Bürgermeister Buske. Angedacht waren etwa auch bauliche Maßnahmen, am besten gefördert durch das Dorfentwicklungsprogramm. Stefan Löbbecke (CDU) ergänzte: „Es ist nicht so, dass Rat und Verwaltung untätig waren“, eine Lösung sei bei diesem „schwierigen Thema“ jedoch nicht ohne Weiteres herbeizuführen.

    Andreas Guth (CDU) wies darauf hin, was eine Einbahnstraße unweigerlich zur Folge hätte: „Dann rollt der komplette Verkehr stattdessen an der Grundschule vorbei.“ Buske wiederum erklärte, dass man in einer Sondersitzung mit den Anwohnern sprechen wolle. Immerhin soll die Straße demnächst für 40-Tonner gesperrt werden. Das Hauptproblem sei letztlich, dass die Umgehung der B4 noch nicht realisiert worden sei, sagte Buske. „Darauf zu warten, hilft uns aber nicht weiter“, erwiderte Sonnenfeld.

    Hinsichtlich des angedachten Gewerbegebietes in Ribbesbüttel, in dem bevorzugt heimische Betriebe angesiedelt werden sollen, stehe man noch ganz am Anfang, erklärte Buske. Es sei weder der Grunderwerb erfolgt noch habe man Flächennutzungs- und Bebauungsplan angepasst. „Vor Herbst 2022 ist daher nicht mit einem Baubeginn zu rechnen“, sagte er.

    AZ 12.06.2021

     

  • Aus dem Bericht des Bürgermeisters

    Aus dem Bericht des Bürgermeisters

    Bürgermeister Hans-Werner Buske berichtete, dass Treff und Raiffeisengebäude in Vollbüttel seit 4. Juni wieder geöffnet seien. Fälle von Vandalismus am Treff und am benachbarten Kinomuseum habe man zwar bei der Polizei angezeigt. „Der oder die Täter konnten aber nicht ermittelt werden“, bedauerte Buske.

    Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle Dorf in Ausbüttel kostet die Gemeinde 63 500 Euro. Den Löwenanteil der Gesamtkosten von 200 000 Euro trägt das Land Niedersachsen (117 000 Euro), ein weiterer Zuschuss kommt vom Regionalverband Braunschweig (19 500 Euro).

    Giffinet will – trotz nicht erreichter Mindestquote – das Glasfasernetz nun doch in der Gemeinde Ribbesbüttel ausbauen. 60 Prozent der Haushalte im die Samtgemeinden Brome und Isenbüttel umfassenden Vermarktungsgebiet sollten ursprünglich einen Vertrag mit der Firma schließen, nur 43,8 Prozent gingen auf das Angebot ein. Wann der Ausbau erfolge, sei offen, berichtete Buske.

    Den Eichenprozessionsspinner habe man in Birkenweg und Franzosenweg derweil erfolgreich bekämpft. Man wolle prüfen, wie sich die Raupen künftig am besten und zugleich möglichst natürlich beseitigen lassen. rn

    AZ 12.06.2021

  • Erste Bestattungen im „Ruhewald Rittergut Ribbesbüttel“

    Erste Bestattungen im „Ruhewald Rittergut Ribbesbüttel“

    Neben neuen Findlingen stehen jetzt rund 350 Bäume als Grabplätze zur Auswahl. Das Interesse sei groß.

    Reiner Silberstein

    Ribbesbüttel Der „Ruhewald Rittergut Ribbesbüttel“ ist nun komplett ausgestattet und hat schon seine ersten Bestattungen erlebt. Für den Betreiber Julius Löbbecke bestätigt sich seine Vermutung: Die Entscheidung, den familiären Wald für die nächsten 89 Jahre umzuwidmen, entspricht offenbar genau den Wünschen vieler Menschen aus der ganzen Region. Das Interesse ist groß.

    Löbbecke drapiert ein paar Zweige auf dem Urnensockel am Andachtsplatz. „Das Schöne ist im Wald, man muss Deko nicht lange suchen. Eine schönere gibt es gar nicht.“ Der 27-Jährige hat an diesem Tag noch eine Bestattung vor sich – es ist die 18. seit Inbetriebnahme im Winter. „Die erste fand noch bei minus 15 Grad Celsius statt.“

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    Dass alles naturnah ist, ist dem Land- und Forstwirtschaftstudierten wichtig. Die gerade frisch aufgestellte Hinweistafel ist nur aus Eichenpfosten aus dem eigenen Wald gebaut, auch die mittlerweile 15 auf dem ganzen Gelände verteilten Sitzbänke, selbst der neue Fahrradständer, die Vogelhäuschen und die Mülleimer. „Dazu haben wir dreimal ein mobiles Sägewerk aus unserer Region anrollen lassen“, so Löbbecke. Auf dem Gedenkfindling können die Trauergäste Blumen ablegen, aber bitte ohne Plastik oder Drähte.

    Es ist also alles hergerichtet, und es kommen fast täglich Besucher: Bestatter aus der Region, Interessenten, die sich in Vorsorge schon einen Baum aussuchen, Angehörige von Bestatteten, Spaziergänger. Schon die ersten fast 20 Bestattungen zeigten laut Löbbecke eine große Bandbreite der Möglichkeiten: Es habe schon Reden von Pastoren, Angehörigen und Trauerrednern gegeben, danach Live-Musik und welche vom Band – in jeglicher Stilrichtung. „So unterschiedlich die Menschen im Leben waren, so ist es auch bei der Wahl der letzten Ruhestätte.“ Es gibt noch eine Neuerung in Sachen Beschallung: Seit Kurzem hat Löbbecke eine eigene Fernbedienung für das Turmgeläut der St.-Petri-Kirche in Ribbesbüttel. „Der Kirchenvorstand hat nun genehmigt, dass bei Bestattungen die Glocken läuten dürfen.“ Eine Spende zum Erhalt der Glocken sei dafür wünschenswert. Jedenfalls kann sie Löbbecke per Knopfdruck starten, wenn die Urne vom Andachtsplatz zum Grabplatz getragen wird. „Die Bewohner des Dorfes haben sich vielleicht schon gewundert, warum die Glocken häufiger als sonst ertönen.“ Zu hören sind die Glocken jedenfalls auch im Ruhewald deutlich.

    Neben neuen Findlingen stehen jetzt rund 350 Bäume als Grabplätze zur Auswahl, alle sind durchnummeriert – von der 220 Jahre alten Eiche bis zum frisch gepflanzten Baum. Am Feuchtbiotop hat Löbbecke jüngst mehr als 50 Laubbäume gepflanzt, von der Wildkirsche über Blutahorn bis zur Kastanie. „Speziell diese Plätze werden gern gewählt. Hier können die Besucher den Bäumen beim Wachsen zuschauen.“

    Und wer will, kann sich auch für den Baum des Jahres 2021 entscheiden: den Ilex. Ein altes Exemplar steht auch zufällig auf dem Areal. Mit den gelockerten Corona-Vorgaben sind nun wieder Gruppenführungen von bis zu zehn Personen möglich.

    Anmeldungen und weitere Infos dazu gibt es unter https://ruhewald-ribbesbuettel.de.

    GR 27.05.2021

  • Ribbesbütteler Politik beschließt Haushalt

    Ribbesbütteler Politik beschließt Haushalt

    Der Etat wird auf 700.000 Euro gesenkt.

    Daniela Burucker

    Ribbesbüttel In einer eigens für die Verabschiedung des Haushalts angesetzten Gemeinderatssitzung im Raiffeisengebäude in Vollbüttel wurde der Haushalt für 2021 mit zwei Gegenstimmen beschlossen. Krankheitsbedingt fehlten zwei Ratsmitglieder.

    Anlass für die Sonderschicht war die unerwartete Entscheidung der Kommunalaufsicht, die den bereits Anfang März beschlossenen Etat aufgrund eines veranschlagten Kredits von 1,8 Millionen Euro mangels Deckung nicht genehmigt hatte. „Diese Summe war nur für den nicht angestrebten Fall eingestellt, dass wir das geplante Gewerbegebiet als Gemeinde erschließen müssten“, erklärte Bürgermeister Hans-Werner Buske.

    In der Neufassung sind statt 1,8 Millionen Euro nur jene 700.000 Euro als Kredit veranschlagt, die durch die Rücklage gedeckt sind. Nachdem der Etat mit der weitaus höheren Kreditaufnahme einstimmig vom Rat beschlossen wurde, war ich sehr überrascht, dass unerwartet erneuter Redebedarf bestand und ich Überzeugungsarbeit leisten musste“, erklärte Buske, der betonte, dass weiterhin alles darangesetzt wird, einen Investor zu finden.

    Auch der Antrag an die Samtgemeinde, die Erschließung zu übernehmen, wurde lediglich zurückgestellt. „Egal, was kommt, die Entscheidung trifft dann der Rat.“

    Buske berichtete außerdem von Vandalismus am Jugendtreff am Raiffeisengebäude in Vollbüttel. Dort wurde unter anderem der Grill zerstört und der Turm des Kinomuseums beschädigt. Zudem ist das Gelände am Treff massiv mit Glasscherben übersät.

    GR 07.04.2021

  • Regelwerk für Bauten im alten Ortskern steht

    Regelwerk für Bauten im alten Ortskern steht

    Der Rat Ribbesbüttel beschließt eine Erhaltungssatzung sowie den Etat für 2021.

    Daniela Burucker

    Ribbesbüttel Nach längerer Vorplanung hat die Politik Nägel mit Köpfen gemacht und die Erhaltungssatzung „Alter Ortskern Ribbesbüttel“ beschlossen. Damit ist sichergestellt, dass der Ort in deren Geltungsbereich in seiner Optik erhalten wird.

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    Bürgermeister Hans Werner Buskle (rechts) gratuliert Karin Betker zur Beförderung. Daniela Burucker

    Bei der Sitzung im Vollbütteler Raiffeisengebäude wurde zugleich ein Leitfaden verabschiedet, der Bauwilligen Aufschluss darüber gibt, was bei Um- und Neubauten hinsichtlich Firsthöhe, Dachform und Außenwänden gewünscht ist. Auslöser für die Regelung war der Abriss eines alten Bauernhauses gegenüber der Schule und der Neubau eines Wohngebäudes, das in Große und Optik nicht zur historischen Architektur passt. Dass sich Derartiges wiederholt, wird durch die Begrenzung auf zwei Wohneinheiten bei einer Grundstücksgröße von mindestens 750 Quadratmetern verhindert. „Wenn jemand in diesem Gebiet eine bauliche Veränderung plant, muss er sich mit der Gemeinde auseinandersetzen“, sagte Bürgermeister Hans Werner Buske. „Wir wollen keine strengen Vorgaben sondern individuelle Lösungen.“ Die Arbeitsgruppe, die den Leitfaden entwickelt hat, steht für kostenlose Beratungen in den Startlöchern. Neben den nicht von einem Bebauungsplan erfassten Bereichen der Dorfstraße erstreckt sich der Geltungsbereich auch auf die Freifläche an der Gutsstraße, Heerstraße und Masch.

    Zweites großes Thema war der Haushalt für das laufende Jahr. Der einstimmig beschlossene Etat weist im Ergebnishaushalt ein Volumen von rund 2,1 Millionen Euro und eine Deckungslücke von 216.900 Euro aus. Im Finanzhaushalt beläuft sich der Fehlbetrag bei den Investitionen gar auf 770.000 Euro. Der dickste Brocken ist das Gewerbegebiet in Ribbesbüttel. Falls sich dafür kein Investor findet, fasst die Gemeinde dessen Entwicklung in Eigenregie ins Auge.

    Bis Ende März will Buske geklärt haben, wohin die Reise gehen soll. „Wir hoffen auf einen Investor, der die Gemeinde finanziell aus dem Spiel nimmt“, betonte er. Das Projekt hat ein Volumen von 1,8 Millionen Euro. Bei der Erläuterung der Eckdaten stellte der Bürgermeister den „Corona-Effekt“ heraus, der allein bei der Einkommenssteuer ein Minus von 166.000 Euro zur Folge hat. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch den Etat“, sagte er. „Meine persönliche Sicht ist, dass sich der Haushalt erst in einigen Jahren erholen wird.“

    Als Dankeschön für das Werkeln am Haushalt überreichte Buske, Karin Betker einen Blumenstrauß, mit dem Rat und Verwaltung der frisch gekürten Abteilungsleiterin im Samtgemeinde-Finanzressort zugleich zur Beförderung gratulierte. Für die Kommunalwahl am 12. September berief der Rat Tobias Schweckendiek zum Wahlleiter, Stefan Prekale und Petra Rodat zu dessen Stellvertretern.

    GR 06.03.2021

     

  • Ribbesbütteler Rat verabschiedet Haushaltsplan

    Sandberg: 1,8 Millionen Euro für Gewerbegebiet

    Ribbesbütteler Rat verabschiedet Haushaltsplan – Corona und die Umlagen machen der Gemeinde schwer zu schaffen

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Die Corona-Pandemie wirkt sich in der Gemeinde Ribbesbüttel erheblich auf die Finanzen aus. Noch sehe es verhältnismäßig gut aus, „die Folgen werden wir wohl erst 2022 und 2023 richtig spüren“, sagte Hans-Werner Buske. Der Bürgermeister erläuterte dem Gemeinderat am Donnerstagabend den Haushaltsplan für 2021.

    2020 schloss man im Ergebnishaushalt mit einem etwas geringeren Minus ab als befürchtet – mit 100 000 statt 322 000 Euro in den roten Zahlen. Das sei aber kein Grund zu überschwänglicher Freude, sagte Buske. Denn man habe lediglich weniger ausgegeben, weil coronabedingt einige geplante Maßnahme verschoben wurden. 2021 kalkuliere man mit einem Minus von 217 000 Euro im Ergebnishaushalt.

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    Gewerbegebiet Sandberg: Für die Erweiterung hat die Gemeinde Ribbesbüttel 1,8 Millionen Euro eingeplant.foto: Sebastian Preuß

    „Dickster Brocken“ im Etat ist das geplante Gewerbegebiet am Sandberg. „Wir haben dafür ein Volumen von 1,8 Millionen Euro angesetzt“, sagte Buske. Zugleich betonte der Bürgermeister aber, dass nach wie vor „noch nichts unterschrieben ist“. Man stehe ganz am Anfang und hoffe weiterhin, dass die Samtgemeinde sich vielleicht doch bereit erklärt, Erschließung und Vermarktung zu übernehmen, oder sich alternativ ein Investor dafür findet.

    Die Steuereinnahmen fallen wesentlich geringer aus als in den Vorjahren. Und „je länger Corona dauert, umso tiefer wird es gehen“, sagte Buske. Er hoffe aber, dass man sich in zwei bis vier Jahren vom „Corona-Effekt“ erholt und aufs alte Niveau zurückkehrt. Schwerer noch als bisher wirken sich bis dahin die Fixkosten aus, allen voran die Samtgemeinde- und Kreisumlage. Sie schlagen 2021 wohl mit fast 894 000 beziehungsweise rund 627 000 Euro zu Buche und machen etwa 73 Prozent der Fixkosten aus. „Ob wir wollen oder nicht: Wir sind finanziell immer mit dabei, wenn am Tankumsee mal wieder ein Kristallturm gebaut werden soll“, sagte Buske.

    Sorgen bereitete dem Bürgermeister das noch sehr verhaltene Interesse an Glasfaseranschlüssen. Derzeit hätten im Vermarktungsgebiet nur 15 Prozent der Haushalte einen Vertrag mit Giffinet geschlossen. In der Gemeinde Ribbesbüttel seien es 16 Prozent, was 93 von 581 Haushalten entspricht. Für den Netzausbau erwartet die Firma aber eine Quote von 60 Prozent. „Wir brauchen dringend Glasfaser. Das hat Corona uns sehr deutlich gemacht“, sagte er. Im Gemeindebüro etwa erreiche man im Upload nur zwischen 1,6 und 1,9 Mbit.

    Letztlich sprach sich der Gemeinderat bei lediglich einer Gegenstimme mehrheitlich für die Erhaltungssatzung „Alter Ortskern Ribbesbüttel“ nebst eines Leitfadens aus. Im Kern geht es darum, den dörflichen Charakter im Plangebiet weitestgehend zu bewahren. So soll die Firsthöhe auf neun Meter begrenzt werden. Es sollen nur Tonziegeldächer und Klinkerfassaden erlaubt werden. Grundstücke müssen mindestens 750 Quadratmeter groß sein und dürfen höchstens mit zwei Wohneinheiten bebaut werden. „Wer dort künftig etwas bauen möchte, muss das mit unserem Arbeitskreis besprechen“, sagte Buske.

    AZ 06.03.2021

     

  • Ribbesbüttel gibt bei Gewerbegebiet Gas

    Ribbesbüttel gibt bei Gewerbegebiet Gas

    Die Gemeinde sucht einen Investor für die Erschließung des 36.000 Quadratmeter großen Areals.

    Daniela Burucker

    Ribbesbüttel Die Gemeinde will Nägel mit Köpfen machen und noch 2021 ein Gewerbegebiet auf den Weg bringen. Die Suche nach einem Investor für die fast 36.000 Quadratmeter große Fläche nahe der Peiner Landstraße (L320) läuft auf Hochtouren. Zugleich lässt die Verwaltung die Erschließung des Gebietes in Eigenregie prüfen. Den Finanzbedarf für das Projekt an der Straße Am Sandberg bezifferte Bürgermeister Hans-Werner Buske im Umwelt,- Bau- und Wegeausschuss auf 1,8 Millionen Euro. Zumindest soll diese Summe für alle Fälle in den Investitionshaushalt eingestellt werden. „Die Zahl wird nicht so hoch ausfallen“, erklärte Buske. „Wer mich kennt, weiß, dass ich den schlimmsten Fall gerechnet habe.“

    Bis Ende März möchte Buske Klarheit haben. Solange steht seine Tür für Investoren und Gewerbetreibende offen.

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    Bürgermeister Hans-Werner Buske mit seiner Hündin Chrissy auf der Fläche des künftigen Gewerbegebietes. Daniela Burucker

    Den Grundsatzbeschluss für das Gewerbe- und Sondergebiet, das auch das Tierheim beherbergen soll, hatte der Gemeinderat im September gefasst. Den Antrag, das Gebiet zu kaufen und zu erschließen, hatte die Samtgemeinde zwischenzeitlich mit der Begründung abgelehnt, laut ihrer Satzung dürfe sie nur Wohngebiete erschließen.

    Ein weiteres Thema war die künftige Gestaltung des alten Ribbesbütteler Ortskerns. Einstimmig votierte das Gremium unter Vorsitz von Stefan Löbbecke für die Erhaltungssatzung „Alter Ortskern Ribbesbüttel“ sowie für den Aufstellungsbeschluss des gleichnamigen Bebauungsplanes. Planer Hermann Schütze, der die Erhaltungssatzung samt einem Leitfaden mit einer Arbeitsgruppe entwickelt hat, bezeichnete diese Alternative zur üblichen Gestaltungssatzung als „schnelles Instrument“, um den Ort in seiner Optik zu erhalten. Ein Hausbau gegenüber der Schule hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Damit sich so etwas nicht wiederholt, muss jedes Bauvorhaben von der Gemeinde abgesegnet werden. Der Leitfaden gibt Aufschluss darüber, was bei Dachform, Dacheindeckung und Außenwänden gewünscht ist. Löbbecke wies auf das kostenlose Beratungsangebot seitens der Gemeinde hin: „Um Ärger zu vermeiden, sollen Bauwillige das im Vorfeld nutzen.“ Der Geltungsbereich erstreckt sich auch auf die große Freifläche an der Gutsstraße, Heerstraße und Masch. Der mit dem Votum für den Aufstellungsbeschluss auf den Weg gebrachte Bebauungsplan beinhaltet alle Flächen, die nicht von der Erhaltungssatzung oder einem B-Plan erfasst sind. Um eine zu dichte Bebauung zu verhindern, dürfen nur Einzel- und Doppelhäuser mit maximal einer Wohnung pro Haus gebaut werden.

    GR 06.02.2021