Ein Tag als Tierpfleger in Ribbesbüttel

Ribbesbüttel.  Beim Ferienspaßprogramm der Samtgemeindejugendpflege blicken Kinder im Tierschutzzentrum hinter die Kulissen.

Der Beruf des Tierpflegers steht für viele Kinder hoch im Kurs. Wie die Realität aussieht, erlebten die acht Kinder, die beim Ferienspaßprogramm der Samtgemeindejugendpflege im Tierschutzzentrum unter dem Motto „Ein Tag als Tierpfleger“ hinter die Kulissen schauen und ein wenig mit anpacken durften.

Wie oft müssen Katzen, Hunde und Kleintiere gefüttert und ihre Unterkünfte gereinigt werden? Das und mehr erfuhren die Kinder beim großen Rundgang mit den Tierschutzhelferinnen Astrid Prieß, Vera Steder und Kirsten Kracht. Auch warum man sich beim Betreten des Katzenhauses die Hände desinfizieren muss. „Das riecht komisch“, beklagte Svea. Dennoch hielt jedes der Kinder seine Hände gern ein zweites Mal unter den Spender. Denn jeder wusste, dass hinter der Tür der verschmuste Kater King auf weitere Streicheleinheiten wartete. „Schreiben Sie, dass er so lieb ist und ein Zuhause sucht“, flehte Tierfreundin Svea (10).

2019 07 24 GR RB Tiere dded3f66 ad50 11e9 bbf1 bf5d5ab79542

Beim Ferienspaß im Tierschutzzentrum war Kater King der Liebling der Kinder. Foto: Daniela Burucker

Ein Höhepunkt des Vormittags war, dass die Kinder miterleben konnten, wie der rotgetigerte Kater das Gelände in einer Transportbox in Richtung neuer Heimat verließ. „Um richtig mitzuarbeiten, ist der Vormittag leider zu kurz“, sagte Prieß, während die Kinder frühstückten und dabei mit ihrem Liebling unter den Hunden, der verspielten Staffordshire-Dame Emma herumtollten. „Aber die Zeit reicht, um ihnen einen guten Einblick in die Arbeit zu geben.“ Marit, Mira und Mariella: Tierlieb sind sie alle, die meisten haben auch mindestens ein eigenes Tier zuhause. Aber Tierpfleger werden? „Vielleicht“, meint Mia. „Oft sind es später leider die Eltern, die ihren Kinder solche Ideen ausreden“, berichtete Kracht.

GR 24.07.2019

 

0
0
0
s2sdefault

Blitz setzt Haus in Ribbesbüttel in Brand

Die Feuerwehr löscht mit einem Großaufgebot. Ein Stromschlag verletzt eine Nachbarin.

Christian Franz und Bernd Behrens

Ribbesbüttel Ein Gebäudebrand hat am Samstagabend einen Großeinsatz der Isenbütteler Samtgemeindefeuerwehren ausgelöst. Im Ribbesbütteler Sandweg stand das Dach eines Einfamilienhauses in Flammen. Die Gifhorner Polizei übernahm noch während der Löscharbeiten die Brandermittlungen.

Vieles spricht allerdings dafür, dass ein Blitz in das Dach des Fertighauses im Landhausstil einschlug. Anwohner berichteten, kurz vor 21 Uhr einen ohrenbetäubenden Donnerschlag gehört zu haben. Gleich danach habe es gebrannt. Zudem sei in der Siedlung der Strom ausgefallen. Die beiden Bewohner des Hauses, 46 und 56 Jahre alt, alarmierten die Feuerwehr und verließen nach einigen vergeblichen Löschversuchen, unversehrt das Haus.

2019 07 22 GR RB Blitz Blitzeinschlag 17 Jaehrige verletzt 150 000 Euro Schaden big teaser article

Ribbesbüttel: 93 Feuerwehrleute waren beim Dachstuhlbrand im Einsatz. Quelle: Michael Franke

In einem Nachbarhaus erlitt eine 17-jährige Bewohnerin einen Stromschlag. Sie befand sich in der Nähe einer Steckdose aus der beim Blitzeinschlag ein Stromschlag auf die Bewohnerin überschlug. Die Frau kam vorsorglich ins Krankenhaus.

Die Feuerwehr setzte über die Ortsfeuerwehr Ribbesbüttel hinaus Kräfte der Isenbütteler Brandschützer ein. Die Einsatzleitung übernahm Gemeindebrandmeister Björn Kölsch. Knapp 100 Freiwillige waren im Einsatz. Dazu kam die Drehleiter der Feuerwehr Gifhorn, die sich aber in den engen Siedlungsgassen erst einmal positionieren musste. Sie ermöglichte es den Löschkräften schließlich, die Dacheindeckung aufzunehmen und Brandnester im Gebälk zu ersticken.

Gelöscht wurde von außen aus mehreren Rohren. Von innen gingen Feuerwehrleute unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Im gesamten Gebäude entstand erheblicher Schaden durch das Feuer und das Löschwasser. Am Gebäude entstand ein Schaden von schätzungsweise 150.000 Euro, so die Polizei. Bewohnbar dürfte das Haus vorerst nicht mehr sein. Die Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes brachte den Feuerwehrleuten Verpflegung. Mitarbeiter des Versorgers LSW kappten sicherheitshalber Strom- und Gasanschluss des Hauses.

GR 22.07.2019


0
0
0
s2sdefault

Was wird aus der Alten Schule in Ribbesbüttel?

Einwohner fragen beim Rat wegen der Sanierungspläne nach. Ratsfrau Klinge kritisiert viele nichtöffentliche Diskussionen.

Burkhard Ohse

Ribbesbüttel. Das Thema stand zwar nicht auf der Tagesordnung des Ribbesbütteler Gemeinderats, aber Anwohnerin Helga Meyer, Mitglied des Samtgemeinderates Isenbüttel, wollte bei der Einwohnerfragestunde wissen, wie es mit der Finanzierung der Sanierung der Alten Schule aussieht.

"Wird die Gemeinde zahlungsunfähig oder muss sie die Hebesätze erhöhen, wenn saniert wird? Wie hoch sind die Folgekosten? Könnte sie von Privatleuten gekauft werden? Und wäre nicht eine Nutzung des Gemeindezentrums, das von den Bürgern mit viel Eigenleistung erbaut wurde, auch für Gruppen des Ortes geeignet?", waren die Fragen, die ihr teilweise auch von Bürgern angetragen worden wären.

"Das Gebäude gehört der Kirche", erwiderte Bürgermeister Heinrich Stieghahn (CDU), weshalb die Gemeinde über einen Verkauf nicht zu entscheiden hätte. Harald Schönhoff (ebenfalls CDU) konnte beruhigen: "Zunächst soll ein Ingenieur-Büro die nötigen Kosten einer Sanierung ermitteln. Noch ist keine Entscheidung über eine Sanierung getroffen worden." Die Auslastung des Gebäudes sei gut, mitunter seien drei Gruppen gleichzeitig dort. Das Gemeindezentrum biete dafür keine Möglichkeit, fügte Stieghahn hinzu.

2019 06 29 GR Rat e32b469c 99b1 11e9 a722 c8315cf31634

Die alte Schule in Ribbesbüttel ist sanierungsbedürftig.                                                                                                                   Foto: Burkhard Ohse

 

Ohne weitere Diskussion wurde dann die Ratssitzung abgehalten - das brachte Hella Klinge (SPD/Linke) auf die Palme: "Es ist schon öfter vorgekommen, dass alles im Verwaltungsausschuss direkt vor der Ratssitzung diskutiert wurde. Und der ist nichtöffentlich. Das entspricht nicht meinem Verständnis von Demokratie", kritisierte sie.

Immerhin wurden die Beschlüsse verlesen, die dann einstimmig den Rat passierten. So wurden die Bebauungspläne für das Abfallwirtschaftszentrum in Ausbüttel sowie das Baugebiet "Langen Ehlern" beschlossen und die Prioritätenliste für den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen in der Gemeinde um drei Haltestellen erweitert, die in den Jahren 2021, 2024 und 2025 mit Zuschüssen umgebaut werden sollen. Der Antrag des SV Ribbesbüttel auf Kostenübernahme für Zaunelemente war zurückgezogen worden.

Zur Kenntnis genommen wurde das Baulandentwicklungskonzept der Gemeinde. Demnach rechnet man mit einem Eigenbedarf von rund 71 Wohneinheiten in den nächsten zehn Jahren. Dafür werden etwa 6,4 Hektar Fläche benötigt. In Ribbesbüttel bietet sich dazu eine Erweiterung des Baugebiets "Ortrode Feld" oder der Bereich östlich des Winkler Wegs, in Vollbüttel außer dem Baugebiet "Langen Ehlern" mit 27 Wohneinheiten Gebiete nördlich und südlich des Druffelbecker Wegs an. Dazu stimmte der Rat einer Anpassung der Aufwandsentschädigung zu: Künftig gibt es 25 statt 15 Euro pro Sitzung.

GR 29.06.2019

0
0
0
s2sdefault

Gifhorner Team gewinnt Spaß-Turnier

18 Mannschaften sind in Ribbesbüttel dabei.

Burkhard Ohse

Ribbesbüttel. FC K pinnacken gegen Glashoch Rangers, Wacker Durchsaufen gegen 1. FC Rostiger Nagel. Die meisten Namen der Mannschaften gaben einen kleinen Hinweis darauf, dass es beim traditionellen Mitternachtsturnier der SG Vollbüttel/Ribbesbüttel nicht nur um das runde Leder ging. Denn es gab außer dem Wanderpokal für den Turniersieg auch den Bierpokal zu gewinnen. Und den bekam das Team mit dem größten Bierverbrauch während des Turniers.

Eine Rekordzahl von 18 teilnehmenden Mannschaften meldete SG-Präsident Sebastian Jäger in der Nacht zum Samstag im Estadio San Silo, und dort ging es für jedes Team mit sieben Spielern auf dem Platz in mindestens fünf Spielen neun Minuten zur Sache. "Es sind von Vereinsspielern bis Hobbykickern alles dabei, ab 18 Jahren", freute sich Jäger. Und obwohl es ein Spaßturnier war, gekämpft wurde um jeden Ball, der Ehrgeiz war für die rund 300 Zuschauer zu spüren.

2019 07 02 GR RB Fussball 5b9cb05e 9b36 11e9 85b7 a45fae21d215

Am Freitagabend war es wieder soweit: das weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannte Mitternachtsturnier hat die Nacht auf dem Ribbesbüttler Sportplatz zum Tag gemacht.

Foto: Florian Krüger / SG Vollbüttel/Ribbesbüttel

Außer Dauergästen wie der Mannschaft Inzucht Gifhorn waren auch Neulinge dabei, wie die Mannschaft Ibu800 aus dem Ort, die zur Hälfte junge Frauen in der Mannschaft hatte. Und auch wenn es sich so anhörte, ab ob der Moderator einen Lieblingsverein hatte, eine Mannschaft hatte sich den Namen "Mein persönliches Lieblingsteam" gegeben.

Für das Turnier hatten die Veranstalter das System der derzeit laufenden U-21-Europameisterschaften kopiert. Die drei Gruppensieger und der beste Gruppenzweite spielten das Halbfinale aus. Die spielten um die Nachfolge von Lokomotive Moskau aus, die diesmal fehlten.

Den Sieg und den Wanderpokal errang diesmal spät in der Nacht im Flutlichtschein Inzucht Gifhorn, die sich gegen Alarm für Krombacher 11 durchsetzte. Im Spiel um Platz Drei siegte Arminia Bierfehlt gegen Mirinda FC. Für die Versorgung standen Helfer aus dem Ort bereit. Die Feuerwehr, die auch eine Mannschaft stellte, betreute den Grillstand, die Schützendamen versorgten Gäste wie Spieler mit Getränken.

GR 02.07.2019

 

0
0
0
s2sdefault

Beschluss im Gemeinderat Ribbesbüttel: Es gibt mehr Geld für Politiker

Aufwandsentschädigung für Ratsmitglieder ist erhöht worden

Mehr Sitzungsgeld: Ribbesbüttels Rat hat die Aufwandsentschädigung für seine Mitglieder von 15 auf 25 Euro erhöht. Foto: Ron Niebuhr

Ribbesbüttel. Mehr Geld bekommen künftig die Ratsmitglieder der Gemeinde Ribbesbüttel. Der Rat beschloss einstimmig die Aufwandsentschädigung fürs Ehrenamt zu erhöhen. Weitere Themen waren die Bebauungspläne fürs Baugebiet „Langen Ehlern“ in Vollbüttel und fürs Abfallwirtschaftszentrum nahe Ausbüttel sowie das Konzept zum Ausbau der Bushaltestellen.

„Zuletzt ist die Aufwandentschädigung am 13. November 1980 erhöht worden“, sagte Hans-Werner Buske (CDU). 2002 sei sie zwar noch einmal thematisiert worden, „allerdings nur, um von D-Mark auf Euro umzustellen.“ Nun habe die Samtgemeinde eine neuerliche Beratung empfohlen, vor allem um den ebenfalls von der Aufwandsentschädigungssatzung erfassten Feuerwehrkameraden mehr Geld zukommen zu lassen, erklärte Buske.

Der Landkreis und die Samtgemeinde gewähren ein Sitzungsgeld von 40 beziehungsweise 30 Euro. Den Mitgliedsgemeinden sei empfohlen worden, einheitlich 25 Euro auszuzahlen. Für Ribbesbüttel bedeutet das eine Steigerung um zwei Drittel - ausgehend von derzeit 15 Euro. „Damit liegen wir im landesweiten Vergleich immer noch weit unten“, sagte Buske. Aber man tage ja auch nicht allzu häufig. Der Rat stimmte geschlossen für die vorgeschlagene Erhöhung. Sie tritt zum 1. September dieses Jahres in Kraft.

2019 06 29 AZ Rat 747989e6 99a4 11e9 8b07 bb87e96ea12d3

Mehr Sitzungsgeld: Ribbesbüttels Rat hat die Aufwandsentschädigung für seine Mitglieder von 15 auf 25 Euro erhöht. Foto: Ron Niebuhr

Hella Klinge (SPD) regte an, für 50 Meter der Vollbütteler Hauptstraße im Bereich der Kreuzung mit der Landesstraße ein beidseitiges Parkverbot zu beantragen. Wegen dort parkender Autos sei es bereits zu vier Unfällen gekommen, pflichtete Buske ihr bei. Die Verwaltung prüft, was machbar ist. Und Yvonne Voges (SPD) kritisierte den schlechten Zustand des Friedhofes in Vollbüttel: „Die Urnengräber sind nur durch hohes Gras und manchmal nur mit Gummistiefeln zu erreichen.“ Albert Jäger (CDU) erwiderte, dass die Samtgemeinde informiert, ihr Rasenmäher aber derzeit defekt sei. Es sei inzwischen teilweise schon gemäht worden, berichtete Raimund Heimann (SPD): „So gut, wie es eben geht – per Handsense bei 39 Grad!“

Ohne Diskussion sprach sich der Rat einstimmig für die Satzungsbeschlüsse der B-Pläne „Langen Ehlern“ und „Abfallwirtschaftszentrum“ sowie für die Prioritätenliste zum barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen aus. rn

AZ 29.06.2019

 

0
0
0
s2sdefault