Landkreis erneuert Radweg zwischen Rötgesbüttel und Ribbesbüttel

Radfahrer und Autofahrer müssen im Herbst mit dreiwöchiger Vollsperrung rechnen

Von Dirk Reitmeister

Rötgesbüttel/Ribbesbüttel. Zwischen Rötgesbüttel und Ribbesbüttel wird es noch in diesem Herbst Ernst: Der Landkreis Gifhorn hat die Erneuerung des maroden Radwegs fest eingeplant. Nicht nur die Radfahrer selbst, sondern auch die Autofahrer müssen mit Vollsperrung und Umleitung rechnen.

Für eine Radtour von Gifhorn nach Braunschweig spielt der Radweg entlang der Kreisstraße 52 zwischen Ribbesbüttel und Rötgesbüttel durchaus eine Rolle, sagt Wolfgang Harder, Kreisvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs ADFC. Und: „Das ist eine gute Verbindung, wenn man von Rethen nach Gifhorn will.“ Oder von Adenbüttel. Harder jedenfalls kennt die Route gut. „Wir fahren da öfter lang.“ Entsprechend ärgerte er sich in den vergangenen Jahren über den baulichen Zustand. „Da muss was gemacht werden.“

 

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Radweg zwischen Rötgesbüttel und Ribbesbüttel: Die marode Strecke wird im Herbst umfangreich erneuert. Foto: Dirk Reitmeister

Dem kommt der Landkreis nun nach. Zwischen Mitte/Ende September und Ende November sollen die Bauarbeiter dort tätig werden. Auf 1,1 Kilometern – zwischen dem Ende der gepflasterten Gehwegs am Ortsausgang Rötgesbüttel bis zum südlichen Ortseingang Ribbesbüttel – wird er für etwa 200 000 Euro den Radweg erneuern. In diesem Fall verzichtet der Landkreis auf eine Erneuerung der Tragschichten. Die Arbeiter werden die neue Asphaltdeckschicht auf der vorhandenen Asphalttragschicht aufbringen, erläutert Landrat Dr, Andreas Ebel.

Der Landkreis will die Verkehrsbehinderungen möglichst klein halten. Deshalb gibt er der Baufirma nur ein überschaubares Zeitfenster von drei Wochen für eine Vollsperrung von Kreisstraße und Radweg. Die Straße muss mit gesperrt werden, weil von ihr aus die Radweg-Baustelle bedient wird.

In jenen drei Wochen leitet der Landkreis sowohl die Radfahrer, als auch die Autofahrer über die L 320 und die B 4 um. Die Radfahrer können zwischen Ribbesbüttel und Ausbüttel Siedlung einen asphaltierten und mit Fahrradwegweisern ausgeschilderten Feldweg nutzen, da die L 320 keinen Straßen begleitenden Radweg hat.

AZ 22.08.2019

 


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Bürgerbrunch mit Importwürstchen

Rund 60 Ribbesbütteler sind dabei.

Reiner Silberstein

RibbesbüttelAlle vier Wochen organisieren Burglind und Michael Schilling vom Ribbesbütteler Verein "Im DorfLeben" ein Bürgerfrühstück - insbesondere für die älteren Bürger der Gemeinde, jeden dritten Dienstag im Monat. Allerdings waren bei diesen Terminen immer einige Menschen ausgeschlossen, sagen die beiden - nämlich die Menschen, die berufstätig sind. Das war der Grund, warum sie am vergangenen Wochenende mal einen Termin außerhalb der Reihe eingeschoben haben: Sonntag, gleich nach der Kirche. Dafür wurde aus dem Frühstück auch gleich ein Brunch. Und: Rund 60 Ribbesbütteler kamen.

"Der Anklang ist sehr groß", freute sich Michael Schilling. Und die paar Wolken am Himmel sollten die Stimmung nicht trüben: "Die schieben wir zu denen, die heute nicht da sind." DorfLeben-Vorstand Harald Schönhoff war begeistert: "Wir haben hier ein Büfett vom Feinsten, Burglind backt sogar das Brot selbst."

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Der Brunch sollte das monatliche Dorffrühstück ergänzen. Hier war es auch
für Berufstätige möglich teilzunehmen. FOTO: REINER SILBERSTEIN

Ansonsten hatte jeder etwas mitgebracht - von Salaten über Suppen bis zu Schinkenröllchen mit Melone. Die Bratwürstchen waren extra aus dem Frankenland importiert.

Einen besonderen Tag feierte beim Brunch Anke Wiegmann: Zu ihrem Geburtstag gab es ein Ständchen von der ganzen Runde und einen Blumenstrauß.

GR 20.08.2019

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Buske übernimmt das Ruder

Er löst Bürgermeister Heinrich Stieghahn ab, der dem Rat als Mitglied erhalten bleibt.

Reiner Silberstein

Ribbesbüttel Die Gemeinde Ribbesbüttel hat seit Donnerstagabend einen neuen Bürgermeister: Hans-Werner Buske (CDU) löst Heinrich Stieghahn (CDU) ab. Die Wahl erfolgte bei drei Enthaltungen.

"Alles hat seine Zeit", sagte Stieghahn in seiner Abschiedsrede vor rund 25 Zuschauern im Raiffeisengebäude in Vollbüttel. Er wolle wie angekündigt einen Generationswechsel einleiten. Die Gemeinde übergebe er in einem guten Zustand - als Vollblut-Landwirt formulierte Stieghahn das so: "Das Feld ist gut bestellt." Applaus und Blumen erntete der 80-Jährige von Ratskollegen, seinem Nachfolger und Samtgemeindebürgermeister Hans-Friedrich Metzlaff - denen wolle er aber als Ratsmitglied mit seinen Erfahrungen erhalten bleiben. Buske lobte den "guten Demokraten" als Vorbild, weil er immer alle Orte der Gemeinde als gleich wichtig behandelt habe.

Erich Müller (SPD) übernahm die Wahlleitung - wurde aber jäh unterbrochen. "Darf man sich vorher nicht noch äußern?", fragte Hella Klinge (SPD). Sie erkenne die Leistungen von Stieghahn und die Fähigkeiten von Buske klar an - sie unterstütze dessen Wahl also nicht nur, weil die SPD selbst weder Mehrheit noch Kandidaten vorweisen konnte. Aber: "Ich bin bei der Wahl vor zwei Jahren scharf angegangen worden, weil ich mich zum Alter von Heinrich geäußert und gemutmaßt habe, dass er wohl nach zwei Jahren abtritt. Genauso ist es jetzt gekommen." Deshalb habe die Wahl 2019 für sie ein "gewisses Geschmäckle". "Doch für die Situation der Gemeinde ist es derzeit das Beste." Raimund Heimann (SPD) bedauerte, dass sich keiner der Vertreter zur Wahl gestellt hat.

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Buske will jedenfalls auch diejenigen, die sich enthalten haben, mit seiner Arbeit überzeugen. "Ich habe hier nicht den wichtigsten Job", den habe der Gemeinderat. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit mit diesem Team. Schließlich gebe es auch reichlich zu tun - Buske legte einen Sieben-Punkte-Plan vor. "Gesunde Finanzen" stünden an erster Stelle. Dann plädierte er für die Intensivierung der Dorfbegrünung, den Ausbau der Radwege und den Bau des Samtgemeinde-Rundweges. Auch eine Idee: Wie wäre es mit einem E-Scooter/E-Bike-Weg von Druffelbeck bis zum Bahnhof Rötgesbüttel, um dort in die künftig kürzer frequentierte Regiobahn zu steigen?

Auch die Fußgängerampel an der Peiner Landstraße in Ribbesbüttel, die Alte Schule und das Neubaugebiet in Vollbüttel forderten noch viel Engagement. Im Projekt Dorfregion zusammen mit Rötgesbüttel sieht Buske großes Potenzial.

Zur Person:

Hans-Werner Buske (CDU) ist 60 Jahre alt und verheiratet, hat zwei Kinder, zwei Enkel und einen Hund. Der in Itzehoe geborene Diplom-Ingenieur hat Elektrotechnik studiert. Die Suche nach einem Baugrundstück führte die Familie 1989 nach Vollbüttel. Buske ist auch Mitglied des Samtgemeinderats, in der Gifhorner Hospizarbeit engagiert und Vorsitzender einer Skihütte im Harz.

GR 17.08.2019

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Marion Holste ist neue Schützenkönigin

Die Vollbütteler Schützen feiern vier Tage lang ihr Volksfest.

Daniela Burucker

Vollbüttel Geballte Frauenpower beim Schützenverein. Mit Marion Holste als Große Majestät und Michaela Pfeil als Kleine Majestät ist das neue Königshaus jetzt fest in weiblichen Händen. Beim Fest ließen die Schützen und ihre Gäste es auf der Meile zwischen Sporthalle und Raiffeisengebäude vier Tage lang ordentlich krachen.

Neben dem treffsicheren Damen-Duo komplettieren Leon Holste als Juniorenkönig sowie Janik Heller als Großer Jugendkönig und Philip Plättner als Kleiner Jugendkönig das neue Königshaus.

Zum Auftakt der tollen Tage tanzte die Festgemeinde bei der Zelt-Disco mit DJ Behme am Freitag ausgelassen durch die Nacht. "Diese Veranstaltung war deutlich besser besucht als im Vorjahr", freute sich Schützen-Vorsitzender Lukas Pfeil.

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Das neue Königshaus um Marion Holste (Mitte).   Foto: Daniela Burucker

 

Tags drauf standen beim Umzug noch einmal die Vorjahres-Majestäten im Fokus. Nach der Proklamation ihrer Nachfolger gab es im Festzelt Kaffee und Kuchen sowie am Abend Tanz und Livemusik mit der Showband Facette.

An den Festumzug am Sonntag schlossen sich das Katerfrühstück sowie eine erneute Kaffeetafel an. Entgegen dem Trend anderer Schützenfeste, die teils nur noch an zwei Tagen stattfinden, wird in Vollbüttel weiterhin in die neue Woche hinein gefeiert. Das Fest endet am Montag mit dem traditionellen Eieressen auf dem Sportplatz. "Dabei hat die Schützenjugend den Hut auf", berichtete Pfeil.

GR 20.08.2019

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Ribbesbüttel: Hans-Werner Buske ist der neue Bürgermeister

Gemeinderatssitzung in Vollbüttel: Nachfolger von Heinrich Stieghahn mit zehn Ja bei drei Enthaltungen gewählt

Von Dirk Reitmeister

Vollbüttel. Hans-Werner Buske ist Ribbesbüttels neuer Bürgermeister. Der Gemeinderat wählte ihn am Donnerstagabend in Vollbüttel mit zehn Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen. Buske löst Heinrich Stieghahn ab, mit dem eine Ära in Ribbesbüttel zu ende geht.

Der Neue präsentierte den mehr als 20 Zuschauern während der Gemeinderatssitzung einen Sieben-Punkte-Plan. Nach der Nummer eins „Gesunde Finanzen“ stieg Buske gleich in konkrete Ideen ein. Er will mehr Grün ins und ans Dorf holen gegen den Klimawandel, endlich einen Standort für die Dunkelampel in Ribbesbüttel und eine Zukunft für die Alte Schule finden und die Bauherren im Neubaugebiet in Vollbüttel bereits im kommenden Sommer bauen lassen.

Ein besonderes Augenmerk legt der 60-Jährige Nachfolger des 20 Jahre älteren Vorgängers auf die Mobilität. Zum Einen will er sich stark machen für einen Radweg an der L 320 von Ribbesbüttel nach Leiferde. Zum Anderen soll das gemeinsame Gemeinde übergreifende Projekt Dorfregion mit Rötgesbüttel auch eine bessere Verbindung zum dortigen Bahnhof bringen. Buske denkt da an einen akkuraten Weg von Druffelbeck nach Rötgesbüttel, der nicht nur für Fahrräder, sondern für E-Scooter taugt.

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Neuer Bürgermeister für Ribbesbüttel: Hans-Werner Buske (re.) hat das Amt von Heinrich Stieghahn übernommen. Dirk Reitmeister

„Er hat die drei Orte immer gleich behandelt. Das ist wichtig, wichtig, wichtig“, würdigte Buske seinen langjährigen Vorgänger Stieghahn, der mit Unterbrechung 25 Jahre lang Bürgermeister war. Buske selbst versprach dem Gemeinderat, eine „unparteiische und transparente Ratsarbeit“ zu machen. Er lobte die Zusammenarbeit in dem Gremium in den vergangenen Jahren.

Das tat auch Stieghahn in seiner Abschiedsrede. „Unsere Gemeinde ist gewachsen, weil wir alle an einem Strang gezogen haben.“ Mit dem biblische Zitat „Alles hat seine Zeit“ begründete er seinen Entschluss, nach dem 80. Geburtstag zurück zu treten. „Dieser Geburtstag war für mich der Zeitpunkt darüber nachzudenken, einen Generationswechsel einzuleiten.“

Es gab bei der Wahl Buskes drei Enthaltungen, aber kein Nein. Hella Klinge (SPD) bescheinigte dem einzigen Kandidaten, ein fähiger Bürgermeister zu sein, mochte aber die Wahl nicht unkommentiert lassen. Sie sei bei der konstituierenden Sitzung von Buske „sehr scharf angegangen worden, weil ich Bedenken wegen des Alters von Heinrich Stieghahn geäußert hatte“. Ihre Befürchtung von damals, dass Stieghahn vorzeitig ausscheide und somit ein Nachfolger ausreichend Zeit habe, sich vor der nächsten Kommunalwahl zu profilieren, habe sich nun bestätigt. „Genauso ist es heute gekommen. Das hat ein gewisses Geschmäckle.“

AZ 16.08.2019


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