Hier sind alle Artikel mit der Verschlagwortung Vollbüttel aufgeführt.
  • Bauhof erledigt Anbau in Vollbüttel, Spielplatz in Ribbesbüttel wird aufgepeppt

    Der Schulausschuss der Samtgemeinde Isenbüttel sieht sich vor Ort um

    Von Ron Niebuhr

    Vollbüttel/Ribbesbüttel.Vollbüttels Friedhof und Ribbesbüttels Schulhof steuerte der Bauausschuss der Samtgemeinde Isenbüttel unter Vorsitz von Marianne Marschhause am Donnerstagnachmittag an. Die Runde machte sich ein Bild vom Baufortschritt an der Kapelle und auf dem Spielplatz.

    Die Friedhofskapelle wird um eine Toilette erweitert. Den erforderlichen Anbau errichtete man weitestgehend in Eigenregie, sprich durch den Bauhof. „Das ist doch sehr schön geworden“, fand Hans Friedrich Metzlaff. Dass man auf den Bauhof setzte, dürfte die meisten Baufirmen kaum stören. „Ihre Auftragsbücher sind derzeit ja eh voll“, sagte Metzlaff. Abwarten, bis eine Firma Zeit für den Anbau findet, wollte man nicht.

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    Voll im Zeitplan: Der größtenteils durch den Bauhof realisierte Anbau an die Vollbütteler Friedhofskapelle kommt gut voran. Foto: Ron Niebuhr

    Und das war auch gut so, denn „unsere Bauhofmitarbeiter leisten tolle Arbeit. Wir liegen voll im Zeitplan“, betonte Metzlaff. In Vertretung für Bauamtsleiter André Schulz erklärte Gunnar Windmüller, dass man Erd-, Sanitär- und Dacharbeiten für den barrierefreien Toilettenanbau an Firmen vergeben habe. Den Rest wuppe der Bauhof. Derzeit trockne der Estrich, danach könne gefliest werden. Der Bereich vorm Anbau und ein Lückenschluss zum vorhandenen Weg sollen mit Betonplatten befestigt werden.

    Auf dem Pausenhof der Ribbesbütteler Grundschule soll der Spielplatz „etwas aufgepeppt werden. Das hat sich die Schule gewünscht“, sagte Marschhause. Ein neues Spielgerät steht bereits, „und eine Rutsche wird in der kommenden Woche aufgestellt“, sagte Windmüller. Ansonsten sei die Schule zufrieden mit Geräteangebot und Gestaltung des Außengeländes. Der Ausschuss regte an, mit der Schulleitung zu klären, ob eine Hütte – allem Anschein nach ein ausrangiertes Buswartehäuschen – erhalten bleiben soll. „Teile der Dachkante sind abgebrochen“, wies Hans-Joachim Höpfner (Grüne) auf ein mögliches Asbest-Risiko hin. Der Weg zwischen Grundschule und DRK-Kindertagesstätte weist eine Senke auf, in der sich Regenwasser sammelt. Da das Wasser einen Spielberg der Kita hinabläuft, „dürfte es nicht ausreichen, bloß den Weg anzuheben“, sagte Windmüller. Zumal es von dort nicht ablaufen kann. Er empfahl daher, eine Sickermulde am Fuß des Spielberges anzulegen.

    AZ 18.06.2019

     

  • Drei Tage Sport und Musik in Vollbüttel

    Der MTV verdoppelt durch eine kluge Entscheidung mal eben die Zuschauerzahl beim Konzert.

    Burkhard Ohse

    Vollbüttel. Drei Tage Sport - da hatten sich die Freunde des MTV Vollbüttel und ihre Gäste am vergangenen Samstagabend auch ein schönes Konzert verdient. "Tierisch irisch" hieß es zwischen Kinomuseum und Raiffeisen-Gebäude mit der Band Clonmac Noise.

    "Wir waren für drinnen schon ausverkauft, mehr als 200 Karten durften wir aus Sicherheitsgründen nicht herausgeben. Aber da das Wetter passt, tritt die Band draußen auf, statt in dem Gebäude", erklärte der zweite Vorsitzende des MTV, Björn Mertins.

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    Clonmac Noise begeisterten am Samstagabend die Gäste.   Foto: Burkhard Ohse

    Und das bedeutete, dass zusätzlich Karten an der Abendkasse zu haben waren. So hatte sich die Zahl der Gäste glatt verdoppelt, es wurde geschunkelt und gesungen, geswingt und getanzt zu den fetzigen Rhythmen von der grünen Insel.

    Ebenfalls ein voller Erfolg war die Zeltdisco am Freitagabend, zu der Gäste aus dem gesamten Umkreis kamen. Mehr unter sich waren die Vollbütteler dagegen bei den sportlichen Veranstaltungen ihrer Sportwoche.

    Aber auch da war die Resonanz sehr ordentlich. Die Jugendfußballspiele und die Spiele der Altliga hatten einen sehr guten Zuschauerzuspruch. Aber auch das Krebsfußballturnier für die Dorfgemeinschaft, Fußball im Krebsgang, war sowohl am Spielfeldrand als auch bei der Beteiligung gefragt.

    Fahrradrallye und die 4. Meisterschaft des Sommer-Dorf-Biathlons waren weitere Höhepunkte aus sportlicher Sicht. Den absoluten Knaller gab es dann am Sonntagnachmittag, als die erste Herrenmannschaft der SG Vollbüttel/Ribbesbüttel um den Aufstieg gegen den MTV Wasbüttel antrat. Dazu gab es für alle am Sonntag das Spiel ohne Grenzen und die große Abschluss-Tombola.

    GR 17.06.2019


  • Dirk Bösenberg zeigt im Kinomuseum die Felsenkirchen von Lalibela

    Matinée in Vollbüttel – Meinerser berichtet per Film über seine Reise nach Ostafrika

    Vollbüttel.„Eine Reise in eine fremde Welt“ erlebten die Besucher der jüngsten Matinee des Vollbütteler Kinomuseums. Unter diesem Titel war dort Dirk Bösenbergs Film über Äthiopien zu sehen. Der Meinerser ist fasziniert von dem ostafrikanischen Land.

    Das Dach Afrikas – die Berge dort sind bis zu 4500 Meter hoch – „steckt voller Weltkulturerbe und pflegt seine uralte christliche Geschichte“, sagte Bösenberg. Die Geschichte ist dort allgegenwärtig, der Glaube wird aktiv gelebt. Im Norden des Landes. Im Süden dagegen leben Naturvölker.

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    Fremde Welt: Peter Schade-Didschies (l.) freute sich, dass Dirk Bösenberg seinen Film über Äthiopien im Kinomuseum zeigte. R Niebuhr

    Besonders beeindruckten Bösenberg im Norden die Felsenkirchen von Lalibela. Elf Kirchen, die im 13. Jahrhundert als Monolithen aus dem sie umgebenen Gestein gehauen wurden. „In einem Stück! Mit all den Verzierungen! Das ist unglaublich!“, schwärmte er von den Meisterwerken religiöser Architektur.

    Ähnlich begeistert war er von den riesigen Stelen in Aksum. Der christliche Glaube ist fest verankert – mit 35 kirchlichen Feiertagen pro Jahr: „Davon können wir hier nur träumen“, sagte Bösenberg.

    Die Naturvölker des Ostafrikanischen Grabenbruchs leben unter einfachsten Bedingungen wie vor 500 Jahren in kleinen Dörfern aus drei bis fünf Familien und ihren Tieren. Die Dörfer sind umgeben von Pallisaden. „Sie haben kein Geld und versorgen sich selbst mit allem, was sie brauchen“, erzählte Bösenberg. Aber: „Alle Kinder haben Schulbücher, auch die Ärmsten gehen in Äthiopien zur Schule“, berichtete er. Seine Frau und er bereisten das Land bewusst auf eigene Faust: „Wir wollten das wahre Leben kennenlernen, nah bei den Menschen sein“, betonte er. Wie sehr ihnen das gelang, veranschaulichte der Film. rn

    AZ 05.06.2019

     

  • Nach und nach freies WLAN für die Gemeinde Ribbesbüttel

    Jörg Alpers und Hans-Werner Buske wollen Orte mit Freifunk ausstatten

    Ribbesbüttel/Vollbüttel.Ein Osterfeuer mit WLAN Empfang – in Vollbüttel haben die beiden Freifunk-Enthusiasten Jörg Alpers und Hans-Werner Buske das möglich gemacht, und sie machen weiter: Als nächstes soll das Gemeindebüro in Ribbesbüttel mit Freifunk ausgestattet werden.

    Buske berichtet, dass sie bereits im März das Raiffeisengebäude und den Jugendtreff in Vollbüttel mit Freifunk ausgestattet haben – und Ostern haben sie dann mit Unterstützung der Vollbütteler Feuerwehr eine Richtfunkstrecke zum Osterfeuerplatz aufgebaut. „Über 60 Smartphones waren parallel im Freifunknetz – und das, obwohl keine Werbung gemacht wurde“, freut sich Buske. Diese Richtfunkstrecke war ein Versuch, „um die technischen Herausforderungen in den Griff zu bekommen“. Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr und von Peter Evers sei diese Richtfunkstrecke aufgebaut worden.

     

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    Freies WLAN: Hans-Werner Buske (l.) und Jörg Alpers statten die Gemeinde Ribbesbüttel nach und nach mit Freifunk aus. privat

    „Seit dem 29. April ist ein Outdoor Router in Vollbüttel im Einsatz, das heißt, der gesamte Außenbereich des Raiffeisengebäudes mit Sportplatz hat freies WLAN“, informiert Buske weiter. „Dies ist die Vorbereitung für das MTV-Vollbüttel-Sportfest.“ Und zum Tanz in den Mai bei der Freiwilligen Feuerwehr in Vollbüttel wurde ein weiterer Outdoor Router eingerichtet.

    Welche Router im Einsatz sind und wie viel Smartphones gerade eingewählt sind, kann auf folgender Seite in Echtzeit gesehen werden: https://map.freifunk-uelzen.de/#/de/map/704f571010cf.

    Als nächstes werden nun Gemeindebüro und der Vorplatz in Ribbesbüttel Freifunk erhalten, eine öffentliche Veranstaltung zum Thema haben Buske und Alpers schon geplant.

    AZ 03.05.2019

     

     

  • Besondere Filmtechnik im Kinomuseum zu sehen

    Vollbüttel.Das Kinomuseum in Vollbüttel widmet seine Sonderausstellung in dieser Saison der IMAX-Technik. Passend dazu drehte sich bei der jüngsten Matinee alles um den Besuch von Museumsleiter Peter Schade-Didschies und Mitstreiter Bernd Riechers im IMAX Dome des Technikmuseums Speyer.

    Bernd Riechers, der auch bei den Gifhorner Videoaktiven mitmischt, zeigte die im Technikmuseum selbst gedrehten Filme, Peter Schade-Didschies erzählte zwischendrin, wie beide den Besuch dort erlebt hatten. Parallelen lassen sich durchaus ziehen zwischen den Technikmuseen in Speyer und Sinsheim und dem Kinomuseum in Vollbüttel. „Aber das Technikmuseum erreicht natürlich völlig andere Dimensionen“, sagte Schade-Didschies. Finanziell und auch vom Kreis der Unterstützer her: „Der Verein hinterm Technikmuseum hat weltweit mehr als 3000 Mitglieder“, ergänzte Riechers.

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    Eindrücke: Bernd Riechers (v.r.) und Peter Schade-Didschies erzählten von ihren Erlebnissen im Technikmuseum Speyer. Ron Niebuhr

    Während man sich in Vollbüttel auf Kino-, TV- und Radiotechnik beschränkt, hat es in Speyer eher etwas von einem Sammelsurium. „Da steht eine Jahrmarktorgel neben einer Lokomotive zwischen lauter alten Autos“, sagte Schade-Didschies.

    Höhepunkt für die Kinofreunde war aber, im einzigen bespielten IMAX Dome Deutschlands hinter die Kulissen schauen zu können. Dessen Aufbau erinnert an die Kuppel eines Planetariums. Die Technik selbst ist dank des riesigen Speicherplatzes für Bildinformationen klassischen Filmformaten haushoch überlegen: „Das ist so, als ob man Bilder einer Vier- und einer 36-Megapixel-Kamera gegenüber stellt“, erklärte Schade-Didschies. Aus Speyer mitgebracht haben der Museumsleiter und sein Mitstreiter eine 15.000-Watt-Xenon-Lampe und eine ausrangierte IMAX-Rolle von „The Magic of Flight“. Beide sind Teil der Sonderausstellung. rn

    AZ 20.04.2019


  • Ein Garten voll glücklicher Hühner

    Vorsitzende des Vereins "Stark für Tiere" versorgt 20 Hühner und viele andere Tiere.

    Dirk Kühn

    Vollbüttel. Fräulein Ella springt gern mal auf den Tisch - aus Neugier und aus purer Lebensfreude. Überlebensfreude! Fräulein Ella war Legehenne, eine von rund 45 Millionen in Deutschland. Und ihr Leben bestand einzig aus Eier legen, tagein, tagaus. Ostern, Weihnachten, 365 Tage im Jahr.

    Bis ihre Legeleistung nicht mehr ausreichte. Ihr drohte die Entsorgung. Das heißt im Klartext: der Tod. Doch dann kam Jennifer Breit aus Vollbüttel. Sie rettete Fräulein Ella, machte sie zu einer glücklichen Henne, die zusammen mit 19 weiteren Hühnern im großen Garten das Leben genießt - und ja, gelegentlich legt sie auch mal ein Ei.

    Es gibt sie also, die glücklichen Ostereier von glücklichen Hühnern. Aber diese schlichte Erkenntnis, die einfach nur schön zum Osterfest passt, gerät zur Nebensache, wenn Jennifer Breit, Vorsitzende des Vereins "Stark für Tiere", beginnt zu erzählen. Hühner rings um sie herum, eins im Arm, eins, das zaghaft an ihrer glitzernden Kette pickt, andere, die genüsslich den Salat fressen.

     

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    Glückliche Tierschützerin, glückliche Hühner: Jennifer Breit inmitten ihrer 20 Hühner, die sie vor dem sicheren Tod rettete. Foto: Dirk Kühn

    2015 gründete die Vollbüttelerin den Verein. Schnell fanden sich Unterstützer, mittlerweile sind die Tierschützer bundesweit aktiv. Es gibt Gruppen in Hamburg, Leipzig, Köln und anderen Städten. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Tiere, deren Leben bedroht ist, in Obhut zu nehmen, sie medizinisch zu versorgen, ihnen ein tiergerechtes neues Zuhause zu vermitteln. Und das gelingt ihnen mit großem Erfolg. Tausende Hühner haben sie so gerettet, haben die manchmal federlosen, geschundenen Tiere aus Zuchtbetrieben getragen, zu Treffpunkten gefahren, wo die neuen Besitzer schon warteten.

    "Ende Mai ist die nächste Rettung geplant, wir suchen noch Paten für bis zu 1000 Hühner", erzählt sie. Erst wenn sich genug Tierfreunde gemeldet haben, die die Hennen artgerecht halten, kann auch die Rettung beginnen. Das läuft nicht in einer Nacht und Nebelaktion, sondern in Zusammenarbeit mit Mast- und Zuchtbetrieben. Ende Mai werden die Tiere aus Nordrhein-Westfalen geholt. Auch mit Betrieben im Landkreis Gifhorn arbeiten die Tierschützer zusammen. In etwa zehn Tagen werden aus einem Betrieb im Landkreis 600 Freilandlegehennen abgeholt, die allesamt schon vermittelt sind, wie Breit erläutert - mit einem strahlenden glücklichen Lächeln. Und nicht nur Hühner werden gerettet. Auch Lämmer gehören dazu. Deshalb arbeitet der Verein mit einem Schäfer zusammen. Kein Wunder also, dass die 38-Jährige auf einer Weide in Druffelbeck auch vier Schafe hat. Wie wichtig das Tierwohl der Grundschullehrerin ist, zeigt ihre vegane Lebensweise. Die glücklichen Eier ihrer glücklichen Hühner isst sie nicht, verschenkt sie vielmehr an Freunde, Bekannte und Kollegen. Und die freuen sich darüber - nicht nur zum Osterfest!

    GR 20.04.2019

     

  • Ribbesbüttelern drohen höhere Grundsteuern

    Christian Franz

    Ribbesbüttel. Trotz steigender Einnahmen reicht in der Gemeinde Ribbesbüttel das Geld nicht mehr. Im einstimmig verabschiedeten Haushalt 2019 tut sich nach den Worten von Finanzausschusschef Hans-Werner Buske ein "Ungleichgewicht" von fast 400.00 Euro auf. Bei einem Gesamtbudget von zwei Millionen Euro ist das schon eine Hausnummer. Für dieses Jahr puffern Rücklagen das Defizit ab, doch damit halbiert sich der Sparstrumpf nahezu.

    Weil das nicht nachhaltig ist und auf Dauer auch keine Zustimmung der Aufsichtsbehörden finden würde, muss die Gemeinde reagieren. Was sich abzeichnet, sind höhere Grundsteuersätze. "Gewerbebetriebe haben wir ja kaum im Ort", sagt Finanzpolitiker Buske. Der Hebesatz liegt zurzeit bei 360 Prozent, das ist im Kreisvergleich zurückhaltend. Dass sich hier etwas tun wird, zeichnet sich im Finanzplan schon ab: Dort steigen die prognostizierten Einnahmen aus Steuern für 2020 um 90.000 Euro. Dennoch wäre selbst nach dieser Lesart 2020 noch ein Defizit von 250.000 Euro zu verkraften.

    Wo das ganze Geld bleibt? Mit der Sanierung und dem Umbau der alten Schule in Ribbesbüttel hat sich die ansonsten solide finanzierte Gemeinde für ein ebenso ambitioniertes wie kostenträchtiges Langzeitprojekt entschieden. Neue Schulden stehen zurzeit allerdings nicht auf der Tagesordnung.

    GR 17.04.2019

  • Kleine Loks machen richtig Dampf

    In Klein Vollbüttel vereinen sich Eisenbahn-Nostalgie und Bastelspaß.

    Christian Franz

    Vollbüttel. Hauptbahnhof Vollbüttel: Einfahrt halten am Sonnabend ein Dutzend Modell-Lokomotiven im Maßstab 1:11 bezogen auf die Standardspur. Wie der Name schon sagt: Klein Vollbüttel. Dort betreibt der ebenso kleine, aber feine Dampfmodelltreff mit gerade sechs Mitgliedern eine bewaldete Traumstrecke von 220 Metern Gleisweg.

    Zur Saisoneröffnung reisten Modellbauer aus der Region, aus Sachsen und Bayern an. Allerdings mit dem Auto, die Loks im Kofferraum.

     

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    Bevor die Dampfrösser auf die Strecke gehen, müssen Steinkohle und Wasser gebunkert werden. FOTO: CHRISTIAN FRANZ

     

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    Eitel Moch bedient den maßstabsgetreuen Bagger. FOTO: CHRISTIAN FRANZ

     

     

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    In Werkstattgruben kommen die Modellbauer von allen seiten gut an ihre Dampfloks. Besucher bestaunen neue Einblicke.   FOTO: CHRISTIAN FRANZ

    Dazu pilgerten begeistert Zuschauer zum sogenannten Andampfen. Sie schauten den Hobby-Feinmechanikern an Werkbänken und Arbeitsgruben unter den Gleisen über die Schulter und teilten ihre Freude, "wenn die Lok läuft". Denn das ist gar nicht so einfach, glaubt man Mathias Herbig vom Sextett des Dampfmodelltreffs. Den archaischen Antrieb mit Anthrazit, also besonders schwefelarmer Steinkohle, und Wasser in Betrieb zu nehmen, steigert noch einmal die Herausforderung im Vergleich zu elektrisch angetriebenen Modellen.

    Die originalgetreuen Nachbauten berühmter Dampfloks selbst gibt es als Bausätze und Halbzeuge. Profis trauen sich sogar Maschinen nur nach Vorlagen und Bauplänen ohne vorgefertigte Teile zu. Und dann fahren diese Wunderwerke der Technik tatsächlich. Pfeifend, dampfend, rußend, rauchend, geht es geschmeidig voran. Die Frage nach der Leistung beantwortet Mathias Hertig nicht in PS oder Kilowatt: "Es reicht, bis zu acht Menschen zu ziehen." Auf, nicht in originalgetreuen Modellwaggons.

    Die Erfolge winterlicher Werkstattabende präsentierten die Modellbauer bei der großen Lokparade. Eitel Moch vom Dampfmodelltreff, der sich in der Aufwärmphase mit einem funktionstüchtigen Modellbagger durch den Waldboden gebaggert hatte, stellte die großen Namen der Dampflok-Ära vor. Ein besonderer Hingucker allerdings war die metallisch glänzende Reichsbahn-Elektrolok von AEG.

    GR 01.04.2019

     


  • Regenrückhaltebecken für Vollbüttel löst drei Probleme gleichzeitig

    Vollbüttel.Gleich an mehreren Punkten im Dorf gibt es Probleme mit Regenwasser. Die Gemeinde Ribbesbüttel erarbeitete gemeinsam mit dem Gifhorner Wasserverband Lösungen. Was machbar ist, wurde in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vorgestellt und diskutiert.

    Drei Baustellen auf einen Streich könnte man mit dem fürs neue Baugebiet Langen Ehlern geplante Regenrückhaltebecken lösen: die allgemeine Hochwassergefahr im Dorf, den geforderten Einleitungsstopp von Regenwasser in den Mischwasserkanal und die Entwässerung des Baugebietes selbst. „Nebenbei taugt das Becken auch noch als Reserve für kommende Baugebiete“, so Andreas Schmidt.

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    Mehr Hochwasserschutz: Vom fürs neue Baugebiet geplanten Regenrückhaltebecken profitiert Vollbüttel mehrfach. Ron Niebuhr

    Der Geschäftsführer des Wasserverbandes erklärte, mit welchen Kosten zu rechnen sei: rund 79.000 Euro. Der Betrag ergebe sich daraus, welche Flächen der Gemeinde in welchem Umfang Wasser ins Becken einleiten. Bei Gesamtkosten von 180.000 Euro fürs Regenrückhaltebecken bringt die Samtgemeinde als Erschließungsträgerin weitere 80.000 Euro auf. Den Rest übernimmt der Wasserverband – zuzüglich 135.000 Euro für einen Regenwasserkanal unter der Hauptstraße.

    Eine kleinere Lösung würde die Gemeinde 70.000 Euro kosten, aber den Hochwasserschutz im Dorf nicht verbessern, sagte Ulf Kehlert (SPD). Für den Bauausschuss war unstrittig, dass man mit der großen Lösung, die für nur 9000 Euro mehr auch zum Hochwasserschutz beiträgt, besser fährt. Er sprach sich einstimmig dafür aus. André Schulz, Bauamtsleiter der Samtgemeinde, versicherte, dass man Leerrohre für Glasfaserkabel mit verlege.

    Der Bauausschuss empfahl auch, eine 1983 angelegte, zuletzt aber zugeschüttete Mulde am Schmiedeberg durch den die Ackerfläche bewirtschaftenden Landwirt wieder herstellen zu lassen. Auch das soll Überflutungen durch Regenwasser verhindern. rn

    AZ 25.03.2019


  • 60.000 Euro im Ribbesbütteler Haushalt: Planung für Sanierung der Alten Schule beginnt

    Finanzausschuss: Überschuss war 2018 höher als erwartet – 2020 soll der Umbau des neuen Dorftreffpunkts beginnen

    Ribbesbüttel.Über den Haushaltsplan sprach Ribbesbüttels Finanzausschuss am Donnerstagabend. Das Jahr 2018 endete besser als erwartet für die Gemeinde. Und 2019 stehen einige Ausgaben an – unter anderem 60.000 Euro, um Sanierung und Umnutzung der Alten Schule zu planen.

    2018 hatte man ursprünglich mit einem Überschuss von knapp 60.000 Euro gerechnet, tatsächlich sind es wohl gut 209.000 Euro. „Wir können nicht alles selbst beeinflussen, ein bisschen Glück gehört auch dazu“, räumte Vorsitzender Hans-Werner Buske ein. Dennoch seien diese „gesunden Zahlen“ sehr erfreulich für die Gemeinde. Der Kassenbestand lag zum Jahreswechsel übrigens bei 866.300 Euro, berichtete der Ausschussvorsitzende.

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    Großes Bauprojekt: Ribbesbüttels Finanzausschuss bewilligte 60.000 Euro, um 2019 mit der Planung für die Alte Schule zu beginnen. Ron Niebuhr Archiv

    Im Haushaltsplan fürs Jahr 2019 sieht man 10.000 Euro fürs Erstellen eines gemeinsamen Dorfentwicklungsplanes mit der Nachbargemeinde Rötgesbüttel vor. 6700 Euro sind für Aushangkästen eingeplant, insgesamt 50.000 Euro fürs Schottern von Wittenkämpeweg und Mühlenweg, 1900 Euro für die Laubentsorgung, 4000 Euro zum Ausbessern und Schleifen des Parketts im Raiffeisengebäude, 3000 Euro für eine neue Küche im Gemeindebüro und 2500 Euro für einen Defibrillator im Raiffeisengebäude.

    Die Planung für die Alte Schule soll für 60.000 Euro ebenfalls in diesem Jahr erfolgen. Ab 2020 soll dann der Umbau des noch kirchlichen Gemeindehauses in einen Treffpunkt fürs Dorf erfolgen. Die Kostenschätzung liegt insgesamt bei 1,4 Millionen Euro, wovon wohl 920.000 Euro als Fördermittel fließen. Mobiliar für die Alte Schule soll 2021 angeschafft werden.

    Kritisch sah Buske, dass die Gemeinde fürs Regenrückhaltebecken im geplanten Baugebiet Langen Ehlern 79.000 Euro bezahlen soll: „Vollbüttel brauchte bisher kein Becken. Es ist Teil der Erschließung.“ Und für die komme die Samtgemeinde auf. Auch bei der Ansatzerhöhung von 60.000 auf 180.000 Euro für die Verrohrung des Schmiedeberges bestehe Klärungsbedarf. rn

    AZ 16.03.2019

     

  • Vollbüttel: Der Seniorennachmittag ist stets ein starkes Stück Teamarbeit

    Gruppe um Albert Jäger bereitet seit acht Jahren die monatlichen Treffen vor – Regelmäßig mehr als 40 Besucher

    Vollbüttel.Der jeweils letzte Donnerstag des Monats ist in Vollbüttel reserviert für die Senioren des Dorfes, die sich im Raiffeisengebäude von 15 bis 16.30 Uhr zusammenfinden – nächster Termin ist der 28. März.

    Bereits seit acht Jahren sorgt der Initiator des Treffens Albert Jäger in Zusammenarbeit mit seiner Frau Birgit Jäger, Lindi Buske, Kerstin Harke und Ute Plagge für regelmäßige Veranstaltungen. Jäger sah erstmals auf der 90. Geburtstagsfeier seiner Mutter, wie viel Freude der alten Garde gemeinsam verbrachte Zeit bereitet. Deshalb empfand er es als wichtig, die Zusammenkünfte regelmäßig anzubieten.

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    Ein regelmäßiges Angebot, das gut angenommen wird: Das Organisationsteam freut sich, dass um die 40 Vollbütteler Senioren zum Kaffeenachmittag kommen. Christina Rudert

    Das war jedoch nicht immer einfach. In eigener Regie fing Jäger 2011 an, seine Planungen in die Tat umzusetzen. Potenzial sah darin auch die Gemeinde, die das Raiffeisengebäude kostenfrei zur Verfügung stellte. Bis zum Ende seines Dienstes half auch der damalige Leiferder Pastor tatkräftig bei Vorbereitung und Umsetzung mit. Nach dem Abschied des Pastors leitete Jäger über dreieinhalb Jahre die Treffen selbstständig an, las ab und zu Abschnitte aus der Bibel vor und sorgte für Kontinuität.

    Jetzt erhält das Organisationsteam wieder kirchliche Unterstützung. Die neue Pastorin Friederike Werber besuchte die Veranstaltung und zeigte sich sofort hingerissen von der Idee, den Veranstaltern und den über 40 Besuchern. Im Vordergrund steht das Beisammensein und der Austausch untereinander, teilte die neue Pastorin mit, die die Treffen zukünftig mit einer Andacht beendet. Aber auch das Singen wird nicht vernachlässigt.

    „Das ist eine tolle Truppe, die Organisatoren leisten viel Arbeit“, gab der stets anzutreffende Gast Hermann Rinkel begeistert preis und fügte an: „Sie kümmern sich mit Kaffee, Brot und selbst gebackenem Kuchen um das Wohlergehen aller Besucher.“ Einmal im Jahr wird für die Gruppe sogar eine Abschlussfahrt vorbereitet. In der Vergangenheit besuchte man bereits den Vogelpark und kam bei einem Grillfest zusammen. Das Ziel der diesjährigen Fahrt ist am 24. April das Back-Theater in Walsrode. hi

    AZ 12.03.2019

     

  • Gifhorner Hut für Peter Schade-Didschies

    Der 33. Träger des Gifhorner Hutes steht fest: Peter Schade-Didschies gehört nun zum Kreis der für bürgerliches Engagement Geehrten.

    Gifhorn. Der neue Hutträger entdeckte seine Leidenschaft für Film und Technik bereits im Kindesalter, stellten ihn die im Vorjahr Ausgezeichneten, Anita Keller und Alfred Torsten Sauerbrei, im voll besetzten Gifhorner Eiskeller Hutträgern sowie Vertretern aus dem öffentlichen Leben vor. Der 1947 in Celle geborene und gelernte Elektroinstallateur arbeitete an der Pädagogischen Hochschule, der heutigen TU Braunschweig, und war am Aufbau der Medientechnischen Werkstatt beteiligt. Vor 22 Jahren brachte Schade-Didschies das Kinomuseum in Vollbüttel zum Laufen.

    Auf 200 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt die Einrichtung Kinoprojektoren, historische Mikrofone, Schallplattenschneidemaschinen und Fernsehprojektoren der ersten Stunde. Darüber hinaus gehören Filme aus fast 100 Jahren Kinogeschichte zum Repertoire. Hunderte Kino- und 1000 Schulfilme kann der Verein Besuchern vorführen.

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    Auszeichnung im Eiskeller: Peter Schade-Didschies (re.) ist 33. Träger des Gifhorner Hutes für bürgerschaftliches Engagement. Quelle: Lea Rebuschat

    Zum 250-jährigen Bestehen der TU Braunschweig im Jahr 1995 entstand der Film „Der Geist der Carolo-Wilhelmina“, bei dem Schade-Didschies an Drehbuch, Kameraführung und Filmschnitt mitarbeitete. 2000 machte er einen Film über das pädagogische Konzept der Laagberg-Schule in Wolfsburg. Zwei Jahre lang betreute er ein Bastelprojekt am Kindergarten Isenbüttel.

    Diese und weitere Beispiele führten Sauerbrei und Keller an. „Dieses kulturelle Engagement verdient besondere Anerkennung.“ Danach setzte Marie-Louise Fischer, Sprecherin der Gifhorner Hutträger, Schade-Didschies den Hut auf. USK-Major Karsten Ziebart gratulierte.

    „Eigentlich mag ich nicht so einen Rummel um meine Person“, sagt Schade-Didschies. „Aber das ist eine der Ehrungen, die ich tatsächlich annehmen kann. Weil es eine Auszeichnung von engagierten Bürgern für engagierte Bürger ist.“ In seiner Dankesrede sprach er die Mithilfe zahlreicher Mitstreiter an und ging auf aktuelle gesellschaftliche Fragen ein. Was ihn zurzeit besonders beschäftige sei, „die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden“.

    Von Dirk Reitmeister

    AZ 03.03.2019

  • Mit der Feuerwehr auf geselliger Runde

    Vollbüttel.Frühlingshaft fiel die Winterwanderung der Vollbütteler Feuerwehr und ihrer Gäste aus – bei Temperaturen um 15 Grad. Trotzdem hielten die Brandschützer am geplanten Mittagsmenü fest: Grünkohl mit Kartoffeln, Bregenwurst, Kasseler und einem kräftigen Schlag Senf. 

    „Das ist doch kein Grünkohlwetter. Bratwurst vom Grill müsste es geben“, sagte Wanderer Klaus Becker – und stand dann doch ganz vorn in der Schlange an der Essensausgabe, um sich eine ordentliche Portion des klassischen Wintergemüses mit deftigen Beilagen schmecken zu lassen. Wohl 80 oder 90 weitere Gäste reihten sich hinter Becker ein. Alle waren heiß auf Grünkohl.

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    Deftige Belohnung: Nach sieben Kilometern Fußmarsch gönnten sich die Vollbütteler ein herzhaftes Mittagsmahl. Ron Niebuhr

    Der vorangegangenen Wanderung hatten sich 45 Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeschlossen. Die Strecke führte durchs Vollbütteler Holz bis nach Klein Vollbüttel und wieder zurück. Für Ortsbrandmeister Peter Evers bestand kein Zweifel, dass man sich das herzhafte Mittagsmahl redlich verdient hatte: „Sieben Kilometer! So viele Schritte! Meine Smartwatch war ganz stolz auf mich.“ Seine Stellvertreterin Katharina Rinkel konnte sich einen Seitenhieb gegen den im Dorf eher als leidenschaftlichen Autofahrer bekannten Feuerwehrchef nicht verkneifen: „Die Smartwatch hast du doch eigentlich nur als Totmelder“, scherzte sie.

    Nach dem von Feuerwehrkoch Achim Hodel und seiner Küchencrew servierten Grünkohl war der auch dank ausgiebiger Plauderei sehr gesellige Tag im Raiffeisengebäude übrigens noch längst nicht vorüber, denn: „Uns gelingt immer ein fließender Übergang vom Mittagessen zu Kaffee und Kuchen“, sagte Evers und schmunzelte. Sieben Kilometer Fußmarsch erforderten in Vollbüttel eben reichlich kulinarischen Ausgleich. rn

    26.02.2019 AZ

  • 29 neue Baugrundstücke für Vollbüttel

    Der Bauausschuss fasste den Auslegungsbeschluss.

    Daniela Burucker

    Ribbesbüttel. Mit seinem Votum für den Auslegungsbeschluss für den B-Plan "Langen Ehlern" hat der Bauausschuss die nächste Hürde für die Realisierung des Neubaugebiets im Nordosten von Vollbüttel genommen. Entgegen der bisherigen Planung soll das Regenrückhaltebecken weiter nördlich platziert werden.

    Das bringt Raum für zwei weitere Baugrundstücke. Insgesamt wird die Acker- und Weidelandfläche von knapp 2,4 Hektar zwischen Steinkamp und Franzosenweg so parzelliert, dass 29 jeweils etwa 700 Quadratmeter Baugrundstücke entstehen. Zwei Grundstücke grenzen an einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Rinderhaltung. "Es ist wichtig, das Kaufinteressenten schon beim Vergabetermin darüber informiert und die Karten offen auf den Tisch gelegt werden", forderte Ulf Kehlert (SPD). Der Entwurf sieht eine ringförmige Erschließung des Gebiets vor.

    Im letzten Moment brachte Ausschussvorsitzender Michael Kraft(CDU) eine wichtige Änderung ins Spiel, die am Tisch breite Zustimmung fand. Er regte an, zwei Zufahrten zu schaffen. Statt nur über den Franzosenweg sollen Fahrzeuge jetzt auch die Zufahrt Steinkamp nutzen können, die nur Fußgänger und Radfahrern vorbehalten sein sollte. Mit dieser Korrektur sprach sich das Gremium einstimmig für den Auslegungsbeschluss aus, den der Verwaltungsausschuss in seiner anschließenden Sitzung unter Dach und Fach brachte. Wann kann jetzt gebaut werden? Vorrangig diese Frage interessierte die Zuhörer, die angesichts des Zeitplans, den Planer Hermann Schütz grob skizzierte, enttäuscht reagierten. "Wenn alles nach Plan läuft, haben wir zur Sommerpause einen rechtskräftigen Bebauungsplan", fasste Kraft zusammen. Danach ist die Samtgemeinde am Zug, in deren Händen die Grundstücksvergabe sowie die Erschließung liegen. Für die Anlage des Rückhaltebeckens ist zudem der Wasserverband mit im Boot. Vor nächstem Frühjahr werden die Häuslebauer wohl nicht starten können.

    GR 12.02.2019

  • Warm Up vor Silvester: Markus Merz lädt Vollbüttel zum Feuerwerk ein

    Beeindruckende Choreographie aus Licht und Farben lockt wahre Pilgerströme an den östlichen Dorfrand

    Von Christina Rudert

    Vollbüttel.Nicht immer kommt das Beste zum Schluss, manchmal kommt es auch gleich ganz am Anfang. Wie das Feuerwerk vor Silvester, zu dem der Pyrotechniker Markus Merz am Donnerstagabend nach Vollbüttel eingeladen hatte.

    Babys im Kinderwagen, Senioren mit Rollatoren, Jugendliche mit einem Bollerwagen voller Getränke: Ganz Vollbüttel war am Donnerstagabend auf dem Weg an den östlichen Dorfrand, um beim Silvester-Warm-Up mit Pyrostern dabei zu sein und anschließend eine Bratwurst und einen Glühwein zu genießen.

    Sechs Minuten lang zeigte Merz zum Schluss, was er und sein Team drauf haben. Choreographiertes Feuerwerk zu fetziger Musik erleuchtete den Himmel über Vollbüttel in bunten Farben, Sternenregen ging auf das Feld nieder, Raketen krachten im Rhythmus der Musik. „Heute ist alles erlaubt – auch klatschen“, animierte Merz das Publikum.

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    Tolle Lichteffekte: Bunte Kaskaden ergossen sich über Vollbüttel. Cagla Canidar

    Das Wetter spielte mit – es gab nur wenig Wind und war nicht diesig, so dass die Effekte von überall gut zu sehen waren, zwischen Vor den Höfen und Raiffeisenstraße ebenso wie vom Druffelbecker Weg.

    Zu Beginn hatte Merz eine Auswahl dessen präsentiert, was er gestern und heute in Isenbüttel in seinem Shop verkauft. Batterien und Fontänen mit so fantasievollen Namen wie „Fire-Dragon“ und „Tanz der Vampire“ schossen in den Himmel. Die Pyrosterne hatten den Bereich großräumig abgesperrt, Sicherheit stand ganz oben auf der Agenda. Entsprechend gab Merz auch Hinweise fürs private Feuerwerk: „Zwei Kilogramm Sprengstoff ist das Maximum, das erlaubt ist – 30 Meter Sicherheitsabstand müssen da schon sein.“

    29.12.2018 AZ

     

  • Zündende Einstimmung auf die Silvesternacht in Vollbüttel

    Hunderte Zuschauer waren beim „Happy New Year warm up“ von Pyrotechniker Markus Merz dabei.

    Von Daniela Burucker

    Vollbüttel. Wer sich etwas anders auf Silvester einstimmen wollte, war beim „Happy New Year warm up“ von Markus Merz goldrichtig. Hunderte Schaulustige pilgerten zu dem Acker, auf dem der kreative Pyrotechniker zur Einstimmung auf den Jahreswechsel ein von ihm konzipiertes Musikfeuerwerk zündete und – abgestimmt auf drei Songs – Sterne vom Himmel regnen ließ.

    Bunte und goldene Fontänen, rot-sprühende Feuertöpfe und vieles mehr sorgten dafür, dass der Blick zum Himmel ein Augenschmaus wurde. Die sechsminütige Show auf der

    Ackerbühne hatte es in sich. Zum harmonischen Mix aus drei Musikstücken zündete Merz 20 Module mit etwa 500 Effekten, Feuertöpfen und Fontänen, die bis zu 160 Meter hoch stiegen. Dafür gab es viel Applaus.

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    Das Publikum war bunt gemischt. Senioren mit Rollatoren folgten der Show ebenso begeistert wie komplette Familien mit Kleinkindern, die auf Papas Arm zuschauten.

    „Für uns ist das toll, weil das Feuerwerk in der Silvesternacht zu spät für unsere Kinder ist“, erklärte Alex Winter aus Gifhorn. Auch die Teenager Lucie und Maja aus Leiferde (beide 16 Jahre alt) schauten mit schicken Kopfhörern über den Mützen zu: „Das ist gegen die Kälte und nicht wegen des Lärms.“ Der hielt sich in Grenzen, auch wenn Merz einige Leckerbissen für „Freunde des gepflegten Knalls“ präsentierte.

    Wer sich eigens für das Musikfeuerwerk auf den Weg gemacht hatte, musste sich jedoch gedulden, bis das zeitintensive Intro gelaufen war, bei dem Merz gepaart mit Erklärungen zahlreiche Feuerwerksartikel solo präsentierte und ohne Musikuntermalung zündete.

    GR 29.12.2018

  • Vollbüttel: Sven Böhnke gewinnt Weihnachtspreisschießen

    Vollbüttel.Großes Weihnachtsschießen bei den Vollbütteler Schützen: Erstmals luden sie alle Bürger zu dem Wettbewerb ein. Zuvor hatten sie ihn vereinsintern angeboten, doch nun verfolgt der Vorstand aufgrund des immer regeren Interesses in der Bevölkerung am Schießsport eine neue Strategie der Öffnung.

    Vorsitzender Lukas Pfeil erläuterte: „Wir haben unser Schweinepreisschießen bereits vor drei Jahren zu einem öffentlichen Wettbewerb umfunktioniert. Die Resonanz ist immer besser geworden. Daher folgt nun mit dem öffentlichen Weihnachtspreisschießen der nächste Schritt.“

    Bei dem Wettstreit gab es anders als beim Schweinepreisschießen für die besten Teilnehmer Geld- und Sachpreise. Intern war das Weihnachtsschießen schon lange sehr erfolgreich.

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    Weihnachtsschießen: Erstmals veranstalteten die Vollbütteler Schützen ihren Traditionswettbewerb öffentlich. Chris Niebuhr

    Geschossen wurde mit dem Luftgewehr. Zunächst galt es, auf eine Motivscheibe zu schießen, danach auf eine normale Scheibe mit Teiler. Aus den beiden Einzelwertungen wurden dann am Ende die besten Schützen ermittelt. Die Schießsportleitung hatte Frank Holste. Den Sieg sicherte sich Sven Böhnke (9-Teiler) vor Marion Holste (63-Teiler) und Yvonne Klan (67-Teiler).

    Eingerahmt worden war der Schießwettbewerb weihnachtlich mit Kaffee und Kuchen sowie entsprechender Dekoration im Schießheim. Die Resonanz war bei der Erstauflage ebenfalls gut. Zudem fand parallel auch noch ein vereinsinternes Kleinkaliberschießen statt. cn

    AZ 22.12.2018

     

  • Ein Weihnachtsgeschenk fürs Kinomuseum

    60 Kilogramm schwere Filmrolle für IMAX-Rundum-Kino aus dem Technik-Museum in Speyer in Vollbüttel eingetroffen

    Vollbüttel.Rundum-Kino, mittendrin im Film sein – eine Technik, die mit Hilfe von IMAX in den 1970-er Jahren ins Kino kam. Ein Stück dieser außergewöhnlichen Kinogeschichte nennt das Kinomuseum Vollbüttel jetzt sein eigen: Eine 60 Kilogramm schwere Filmrolle mit einem Durchmesser von 1,10 Meter gab’s als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für den Verein der Freunde und Förderer des Museums.

    Vereinsvorsitzender Peter Schade-Didschies war ein paar Tage in der Pfalz unterwegs und erkundete die Region. „Nahezu zwangsläufig kam ich auch auf die Idee, das Technik-Museum in Speyer zu besuchen.“ In diesem Museum gibt es das einzige IMAX-Dome-Theater in Deutschland. Im Museumsshop fand Schade-Didschies eine ausgebrannte Xenonlampe dieses Kinos, „an der ich verständlicherweise nicht vorbeigehen konnte“. Beim Kauf frage er, ob er nicht vielleicht mal mit dem Vorführer reden könne.

    Kein Problem: „Markus Albrecht hat mich sehr herzlich in das Allerheiligste, den Vorführraum, gebeten.“ Dabei meldete Schade-Didschies ganz vorsichtig Interesse an einer der nicht mehr vorführbaren Filmkopien an. „Natürlich rechnete ich vorerst nicht damit, dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen würde.“

    Falsch gedacht – schon wenig später meldete sich Albrecht. „Danach ging alles sehr schnell.“ Gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden des Vereins, Bernd Riechers, fuhr Schade-Didschies nach Speyer. „Ein Riesen-Teil“, berichtet Riechers von dem Kraftakt, die 60 Kilogramm schwere Rolle in den Kofferraum zu bekommen. „Das passte gerade so.“

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    Kinomuseum Vollbüttel: Bernd Riechers (l.) und Peter Schade-Didschies haben die 60 Kilogramm schwere Filmrolle aus Speyer abgeholt. Sebastian Preuß

    In Vollbüttel wird der 42-minütige Film „The Flight“ wohl nie laufen können, dafür braucht es ein spezielles Vorführgerät – und die entsprechende Leinwand. „Im IMAX-Dome werden die Filme in einer Kuppel auf 800 Quadratmeter Leinwand gezeigt“, erklärt Riechers. Dank der ausführlichen Videoaufnahmen, die er dort gemacht hat, „können wir den Besuchern in der nächsten Saison einen Eindruck von der Vorführtechnik vermitteln“. Schade-Didschies lacht: „Wie lautete der Slogan unserer Ausstellung? ,Wir können auch größer’.“ Was damit wohl bewiesen wäre. tru

    AZ 22.12.2018

     

  • Kochen, Musik, chillen und spielen: Teenie-Treffs sind ein Volltreffer

    Angebot in Isenbüttel, Calberlah und Vollbüttel kommt bei Jugendlichen bestens an – Angebote für 2019 geplant

    Isenbüttel.Mit den Teenie-Treffs hat die Jugendförderung der Samtgemeinde Isenbüttel einen Volltreffer gelandet. „Es läuft super!“, berichtet Jugendpflegerin Kathrin Hotop von bis zu 20 Teilnehmern pro Abend. Das Jahr ließ der Nachwuchs in Isenbüttel jetzt mit einem Filmabend ausklingen.

    Der Teenie-Treff ist ein offenes Angebot für alle mindestens Zehnjährigen, die Lust haben, sich mit Gleichaltrigen zu treffen. Montags in Isenbüttel, freitags in Calberlah und Vollbüttel – jeweils von 17 bis 19 Uhr. Apropos Vollbüttel: „Dort war der Teenie-Treff seit Oktober geschlossen. Ab Januar startet er wieder durch“, sagte Hotop. Und zwar mit Sina Potratz als neuer Betreuerin. „Sie war früher als Honorarkraft für uns in Vollbüttel tätig“, freute sich Hotop über ihre Rückkehr. In Calberlah betreut Michael Volckmar den Teenie-Treff.

    Egal ob Kochen und Backen, Musik hören, Spielen, Sport treiben, Kickern, Playstation zocken oder einfach nur Chillen – im Teenie-Treff ist immer was los. Aktionen planen und gestalten Teenies und Betreuer gemeinsam. Für die Saison 2019 gibt es schon viele Ideen. Im ersten Quartal ist zum Beispiel an Marshmallows am Feuerkorb grillen, Eiertausch, Life-Hack mit Waffeleisen, Wahrheit oder Blödsinn, Drohnenfliegen, Wunschtag, Schokoladenkreationen, Airbrush-Tattoos, Domino Day, Escape Room und Girls Club gedacht.

    Letzterer ist übrigens brandneu im Programm. Einmal im Monat öffnet der von Hotop und Nicola Seil betreute Treff in Isenbüttel nur für Mädchen. Sie können an Konsolen zocken, was ihnen Spaß macht, zusammen basteln, kochen und Gesichtsmasken auflegen. Oder einfach nur Freundinnen treffen, quatschen und Tee trinken. Hotop ist zuversichtlich, dass der Girls Club ähnlich gut ankommt wie der Teenie-Treff selbst. Bei dem sind in Isenbüttel zwölf Stammgäste am Start. „Und 15 weitere Jugendliche schauen vorbei, wenn es ihre Zeit zulässt oder eine Aktion sie besonders anspricht“, sagte Hotop.

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    Super Saison: Die Teenies-Treffs der Jugendförderung in der Samtgemeinde Isenbüttel machen dem Nachwuchs viel Spaß. Ron Niebuhr

     

    Das komplette Programm fürs erste Quartal 2019 ist online abrufbar auf der Internetseite www.anmeldung.rabenspass.de. rn

    Der Treff in Vollbüttel war seit Oktober geschlossen – ab Januar startet er mit einer neuen Betreuerin wieder durch.

    AZ 19.12.2018

     

  • Klein, aber fein: Stark für Tiere lädt zum Weihnachtsmarkt

    Vollbüttel.Mit einem kleinen, aber feinen Weihnachtsmarkt erfreute der Vollbütteler Verein Stark für Tiere am Samstag Tierfreunde aus der Region. Hof, Scheune und Unterstände auf dem Grundstück der Vorsitzenden Jenny Breit waren adventlich dekoriert und mit mehreren Ständen bestückt.

    Vereins-Chefin Breit und ihr Team hatten angesichts des recht regnerischen Wetters „schon mit dem Schlimmsten gerechnet“. Aber es kam anders: „Unser Basar ist super besucht“, freute sich Breit über regen Zulauf. Und noch dazu zeigten sich die Besucher sehr interessiert an der Arbeit des Vereins. Der informierte über aktuell gerettete Tiere und die Saison über gelaufene Aktionen auf Stellwänden. Derzeit warten drei Zwergkaninchen, ein Deutscher Riese und vier Meerschweinchen auf ein neues Zuhause. „Sie kommen aus schlechter Haltung, wir päppeln sie gerade wieder auf“, sagte Breit.

    Auf mehreren Tischen fand sich Dekoratives und Nützliches wie Fröbel- und Aurelio-Sterne, Teelichthalter, Lesezeichen, Schlüsselanhänger und Schmuck. Besonderes Highlight: „Ketten mit Kugeln, in denen ausgebürstete Haare von Benjamin stecken“, sagte Breit. Benjamin ist ein Kalb, dass Stark für Tiere gerettet hat. Daneben konnten Kinder Windlichter und Lesezeichen aus Transparentpapier gestalteten.

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    Aktion für den Tierschutz: Vollbüttels Verein Stark für Tiere freute sich über reges Interesse an seinem Weihnachtsmarkt. Ron Niebuhr

    In einer Flohmarktecke konnten die Besucher gegen eine Spende aus neuwertigen Büchern kräftig Lesestoff für kalte Wintertage herauspicken. Für die kleine Stärkung zwischendurch war mit allerhand veganen Leckereien gesorgt: Punsch, Kakao, Kekse und gebrannte Mandeln zum Beispiel. Und Vizevorsitzende Cagla Canidar backte frische Waffeln - ebenfalls vegan. Der Erlös des Weihnachtsmarktes kam Stark für Tiere zu Gute. rn

    AZ 11.12.2018