Hier sind alle Artikel mit der Verschlagwortung Vollbüttel aufgeführt.
  • Frau Ella stand im Mittelpunkt

    Der Verein "Stark für Tiere" empfängt zum Hoffest in Vollbüttel.

    Daniela Burucker

    Vollbüttel. Frau Ella ließ sich geduldig streicheln und war dadurch auf Anhieb Liebling der Kinder. Die ehemalige Leghenne und zahlreiche andere Tiere mit schlimmer Vergangenheit standen beim Hoffest des Vereins "Stark für Tiere" im Mittelpunkt.

    Vor Schlachtung gerettet

    Bereits zum vierten Mal hatte der noch junge Verein eingeladen, um Helfern und Unterstützern zu danken sowie seine Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen. Bei mehreren Rundgängen zeigte Vorsitzende Jenny Breit Hühner, Enten, Kaninchen, Tauben und Wachteln und erzählte deren Geschichten.

    "Alle Tiere wurde aus schlechter Haltung oder vor der Schlachtung gerettet", sagte die Vollbüttelerin. Das gilt auch für Esel und Schafe, die für das Fest nicht von ihrer Weide geholt wurden.

    Dafür wurde den Besuchern, die sich den ganzen Nachmittag über auf dem Hof tummelten, einiges anderes geboten. Neben einem kleinen Garagenflohmarkt und einem Stand, an dem man sich gegen Spende den Namen seines Tieres maschinell in eine Decke sticken lassen konnte, gab es eine Tombola mit 150 Preisen.

    "Was muss ich genau tun, um die 34 zu ziehen?", fragte Steffi Katenhusen aus Adenbüttel und kaufte sechs Lose.

    "Ich möchte zu gern das Cakepop-Set haben." Statt des Wunschgewinns nahm sie ein Dinosaurier-Bastelbuch mit nach Hause.

    Derweil erfüllte Vincent Kirchmann den Kindern am Schminkstand alle Wünsche. Mit geschickten Pinselstrichen verhalf er der vierjährigen Zoe zum Einhorn-Antlitz.

    "Ich habe auch alle Plakate für den heutigen Tag schrieben", sagte er. Darauf wurde für vegane Kuchen, Chilis und Cocktails geworben.

    Mittel gegen Hitzeprobleme

    Zudem war Tierheilpraktikerin Tanja Hemmerling-Seifert mit Kräutern für Mensch und Tier auf der Meile vertreten. Im Angebot Keuchschlammsamen als Mittel gegen Hitzebeschwerden bei Pferden und Königskerzenblüten gegen Husten beim Hund.

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    Vincent Kirchmann (von links), Vorsitzende Jenny Breit mit Huhn Ella sowie der Maritta Lasinski, Sanja, Hanna und Zoe (vorn) hatten ihren Spaß beim Hoffest in Vollbüttel.

    GR 10.09.2018

  • Donald Lüchau ist Vollbüttels aktueller Schwarzer König

    Seine Proklamation feiern die Gäste bei der Schützenfestnachfeier mit reichlich Essen und Trinken.

    Vollbüttel. Bei der Schützenfestnachfeier fand im Anschluss an die Übergabe der Königsscheibe an den Schwarzen König 2018, Donald Lüchau, im Raiffeisengebäude ein gemütliches Beisammensein statt. Bei diesem sorgte der frisch Gekürte für reichlich Essen und Trinken für die Gäste.

    Die Proklamation des „Königs der Könige“ war der Höhepunkt der Schützenfestnachfeier. Diese begehrte Auszeichnung gewann Sven Böhnke als Großer König und zugleich auch als Schwarzer König. Kleiner König wurde Gustav Knupper.

    Bei den Damen siegten Silvia Bosse und als Kleine Damenkönigin Marlis Böhnke.

     

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    Die Vollbütteler Majestäten mit Fahnenträger Pascal Köhler. FOTO: PRIVAT I BZV

    GR 05.09.2018

  • Tag der Vereine: Am Sonntag feiert die Aktion in Vollbüttel Premiere

    Spiel und Spaß für Kinder – Auch Musik- und Kulturfans kommen auf ihre Kosten

    Vollbüttel.In Vollbüttel steigt erstmals ein Tag der Vereine und alle sind dabei, ausnahmslos. Am Sonntag, 9. September, geht es rund in der Zeit von 11 bis 17 Uhr auf dem Gelände rings um das Raiffeisengebäude, teilt dazu MTV-Vorsitzender Kai Rinkel als Vertreter der Vereine mit. Und dabei gibt es jede Menge Infos und tolle Mitmachgelegenheiten für die Großen und Kleinen gleichermaßen.

    „So etwas hat es bislang noch nicht gegeben. Das ist gelebte Dorfgemeinschaft!“, freut sich Rinkel. Er zählt auf, wer was anbietet. So wird für das leibliche Wohl mit Getränken, Grillgut, Pommes sowie Kaffee- und Kuchen gesorgt. Der MTV Vollbüttel und der Schützenverein übernehmen den Ausschank; die Feuerwehr kümmert sich um Grill und Friteusen; der Gesangverein und die Landfrauen bieten eine große Kaffee- und Kuchentafel; der Schützenverein lädt zum Schnupperschießen ein; die Feuerwehr gewährt Einblicke in ihr Einsatzfahrzeug; der Gesangverein eröffnet mit einem bunten Liederreigen; die Kapelle Krach & Kaos spielt auf; die Seniorentanzsparte des MTV zeigt ihr Können; die Schwuppertruppe Vollbüttel tritt im traditionellen Outfit auf; die Jagdhornbläser geben ein kurzes Standkonzert; das Kinomuseum öffnet seine Türen und zeigt Kurzfilme; der Verein Stark für Tiere bietet Infostand und Bastelaktionen; die Jugend der Spielgemeinschaft Vollbüttel/Ribbesbüttel bietet Kindern die Möglichkeit zur Teilnahme am DFB-Fußballabzeichen; einen Spiele-Parcours gibt es auch. Nach erfolgreicher Teilnahme gibt es einen Ballon für einen Luftballon-Weitflugwettbewerb, der in der Halbzeitpause des Punktspiels zwischen der 1. Herren der SG Vollbüttel/Ribbesbüttel und der SV Gifhorn 2 startet.

    Laut Rinkel bieten alle Vereine an ihren Ständen Informationen zur Vereinsarbeit, für Erwachsene gibt es ein Quiz mit Fragen zu allen Vereinen. Unter allen Teilnehmern werden Schnupper-Mitgliedschaften für ein Jahr in einem Verein ausgelost.

    „Für weitere Kurzweil sorgen ein Karikaturist und ein durch die Reihen wandelnder Zauberer des magischen Zirkels“, so Rinkel weiterhin. „Es ist für jeden etwas dabei – gleichermaßen für Sportbegeisterte, Musik- und Kulturinteressierte, Tierliebhaber und Technikfreaks“, fordert er auch Gäste zum geselligen Dabeisein auf.

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    Premiere für den Tag der Vereine in Vollbüttel: Auch das Kinomuseum beteiligt sich und öffnet seine Türen. Christina Rudert

    AZ 05.09.2018

  •  2018 00 09 VB Flyer Tag der Vereine 01

    2018 00 09 VB Flyer Tag der Vereine 02

     

  • Mit den Legehennen wird auch ein Hahn gerettet

    Überraschung in der Legebatterie – Vollbütteler Verein Stark für Tiere vermittelt 209 Tiere in neues Zuhause

    Vollbüttel.Der Vollbütteler Verein Stark für Tiere hat bei seiner jüngsten Hühnerrettungsaktion eine kleine Überraschung erlebt, saß doch im Stall zwischen den Legehennen ein Hahn. Aber auch der hat jetzt ein neues Zuhause, ebenso wie die 209 geretteten Hennen. Bei der Rettung dabei war auch ein Kamerateam des NDR, der Sendetermin steht allerdings noch nicht fest.

    Das Helferteam traf sich tief in der Nacht – um 3.30 Uhr – am Betrieb. Vereinsvorsitzende Jennifer Breit hatte mal erklärt, dass die Rettung so früh beginnt, weil die Hennen dann noch schlafen. „Dadurch haben sie weniger Stress, weil wir sie nicht einfangen müssen, sondern einfach von der Stange pflücken können.“

    „Die Rettung verlief reibungslos, allerdings irritierte uns ein Krähen, das aus dem Stall kam“, berichtet Team-Mitglied Cagla Canidar. „Tatsächlich entdeckten wir sehr schnell einen stolzen Hahn zwischen den Hennen. Damit hatte niemand von uns gerechnet.“

    Die Retter riefen die Familie an, die die Legebatterie betreibt, und erfuhren, dass niemand so genau wusste, wie der Hahn in den Betrieb gekommen war. Aber sie dürften ihn gerne mitnehmen und ebenfalls vermitteln. Glücklicherweise hatte sich eine Abnehmerin spontan bereit erklärt, auch einen Hahn aufzunehmen, so dass der hübsche Kerl von Vollbüttel aus dann in dem Sammeltransport nach Bremen mitreisen durfte.

    Vier Hennen warten derzeit noch im Kreis Gifhorn auf ihr neues Zuhause – sie sind beim Sammeltransport nach Bremen nicht abgeholt worden und mussten nun vorerst bei Jennifer Breit untergebracht werden. Sollte jemand Kapazitäten haben, um die vier Damen aufzunehmen, kann er sich per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

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    Stark für Tiere: Die Mitglieder des Vollbütteler Vereins retteten dieses Mal auch einen Hahn. Cagla Canidar

    AZ 24.08.2018

  • Abschlussjahrgang von 1975 trifft sich wieder

    Die ehemaligen Lehrer sind beim Besuch in der Grundschule Ribbesbüttel dabei – und eine Schultüte gibt’s auch

    Ribbesbüttel.Am Vormittag wurden in der Grundschule Ribbesbüttel noch neue 25 Erstklässler eingeschult, am Nachmittag kamen dann etwa 25 mittlerweile etwas ältere Schüler aus dem Abschlussjahrgang 1975 zu Besuch. Schulleiterin Gabriele Meiners ließ es sich nicht nehmen, die Ehemaligen zu begrüßen und durch die in 40 Jahren stark erweiterte Grundschule zu führen. Eine Mensa oder einen Serverraum gab es damals noch nicht.

    Die Freude am Wiedersehen war riesig – und sie wurde noch größer, als die damaligen Lehrer Brigitte und Klaus-Dieter Meyer unter großem Applaus ihre ehemaligen Schüler begrüßten. Viele hatten sich seit Ende der Grundschulzeit nicht mehr wiedergesehen.

    Brigitte Meyer überreichte Gerhard Riedel stellvertretend für den Jahrgang eine Schultüte, es war schließlich Einschulungstag. Klaus-Dieter Meyer erläuterte mit bekanntem Humor die schwierigen Umstände, unter denen dieser Jahrgang beschult worden war. Die Gebietsreform von 1974 stand bevor, und kleine Schulen sollten zugunsten größerer Einheiten geschlossen werden. Die Grundschüler aus Ribbesbüttel, Vollbüttel und Winkel wurden deshalb in mehrmals wechselnden Gruppen in Ribbesbüttel und Vollbüttel unterrichtet. Und wegen des Lehrermangels musste Klaus-Dieter Meyer den Vollbütteler Jahrgang ungewohnterweise sogar als Erstklässler übernehmen. Das hat aber allen, so die einhellige Meinung, garantiert nicht geschadet.

    Nach dem Schulbesuch wurde das Klassentreffen auf dem Sportplatz Ribbesbüttel weitergeführt. Die Organisatoren Andrea Betker und Gerhard Riedel hatten viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt und alte Bilder und Geschichten zusammengetragen. Das Klassentreffen endete erst gegen 23 Uhr und die Versammelten beschlossen, dass das nächste Treffen nicht noch mal so lange auf sich warten lassen darf. Spätestens zur 50-jährigen Einschulung 2021 wollen sich alle wiedersehen.

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    1975 haben sie diese Schule verlassen: Ehemalige Grundschüler aus Ribbesbüttel trafen sich nach 43 Jahren wieder. privat

    AZ 17.08.2018

  • „Wau“: Human Dog geht in Vollbüttel an den Start

    Peggy Poppen bildet bald Vierbeiner zu Therapiebegleithunden aus

    Vollbüttel.In Vollbüttel werden Träume wahr – Peggy Poppen sprüht nur so vor Energie, wenn sie ihren Lebenstraum vorstellt: Sie eröffnet ein Ausbildungszentrum für Mensch und Hund namens „Human Dog“. Die 40-Jährige wird dort ab September Therapiebegleithunde, Besuchs- und Schulhunde sowie Familienhunde ausbilden und tiergestützte Therapiebegleitung und Besuchsdienste selber anbieten.

    Das therapeutische Spektrum, von dem Peggy Poppen ganz begeistert erzählt, ist riesig: Hunde in Schulklassen oder Kindergärten, Seniorenheimen oder Krankenhäusern, Hunde als Unterstützer bei Psycho- ebenso wie Physiotherapien, Logopädie und Ergotherapie. „Da ich keine therapeutische Ausbildung habe, sondern Heilerziehungspflegerin bin, kann ich mit einem Hund einen Therapeuten begleiten“, erklärt sie.

    Mit kleinen Gruppen von Kindern kann mit Hilfe eines Hundes das Sozialverhalten trainiert werden, in der Logopädie haben Klienten Erfolgserlebnisse, wenn ein Vierbeiner auf ihr Kommando hört.

    Aber, das betont Peggy Poppen ausdrücklich, allein mit gutem Willen und einem Hund, der gewisse Kommandos kennt, ist es nicht getan. Hund und Hundeführer brauchen eine Ausbildung. Genau die will die Volkserin in Vollbüttel anbieten.

    Sie selber hat mit zweien ihrer fünf Hunde die Ausbildung in Magdeburg im Therapie- und Ausbildungszentrum TAZ Hundeschule mit Zertifikat beendet, mit zwei weiteren ist sie in Ausbildung, Benjin wird Therapiebegleithund, Ronja Besuchshund.

    „Hund und Mensch sind ein Team, ich muss als Hundeführer aber darüber hinaus nicht nur die Signale meines Hundes richtig deuten, sondern auch über Versicherungsfragen und Hygienevorschriften Bescheid wissen“, erklärt Peggy Poppen den tieferen Sinn von dieser Ausbildung. tru

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    Startet in Vollbüttel: Peggy Poppen bildet Vierbeiner zu Therapiebegleit- und Besuchsdiensthunden aus und bietet selber Besuchsdienste und tiergestützte Therapiebegleitung an. privat

    AZ 10.08.2018

  • Nicht jeder Hund ist geeignet

    Bei „Human-Dog“ in Vollbüttel können Interessenten ab Oktober in dreitägigen Blockseminaren mit ihren Hunden gemeinsam für den Besuchsdienst ausgebildet werden, die Ausbildung als Therapiebegleitteam dauert zweimal zwei Tage. Im September startet Peggy Poppen in ihrem Ausbildungszentrum mit den Eignungsfeststellungen, denn „am Anfang steht immer eine Wesensüberprüfung, ob der Hund überhaupt für die Ausbildung geeignet ist“, sagt Hundetrainerin Peggy Poppen. „Das ist nicht von der Rasse abhängig“, verweist sie auf „so genannte Kampfhunde“, die Besuchsdienste in Gefängnissen machen. „Ebenso gibt es Golden Retriever, die keinen Körperkontakt mögen – die sind dann nicht für eine solche Ausbildung geeignet.“

    In der Ausbildung geht es dann um Versicherungs- und Hygienefragen ebenso wie um praktische Übungen mit den Vierbeinern, die in so genannten Leistungsnachweisen abgefragt werden. Bei erfolgreicher Teilnahme gibt es ein Zertifikat.

    Die 40-Jährige bietet auch Welpenschule, Hundekursus und Dummyarbeit an, und Einrichtungen, die sich über Hundebesuch freuen würden, können sich bei ihr melden.

    Am Samstag, 1. September, stellt sie sich und Human-Dog bei einem Tag der offenen Tür in der Raiffeisenstraße 2 in Vollbüttel vor. Von 12 bis 16 Uhr sind alle zwei- und vierbeinigen Interessenten willkommen, um sich die Einrichtung anzusehen und mit etwas Glück bei der Tombola einen der Preise für Mensch und Tier zu gewinnen – der Erlös der Tombola ist komplett für den Tierschutzverein bestimmt. Weitere Infos unter www.human-dog.de. tru

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    Tierischer Einsatz: Hunde tragen in Pflegeheimen zur Stabilisierung Kranker bei und bringen diese auf andere Gedanken. HAZ

    AZ 10.08.2018

  • Papagei soll vielen Menschen helfen

    Gino Angilotti hat einen Vogel, an dem sich viele Menschen erfreuen sollen. Mit seinem Gelbbrustara Fridolino hat der Klein Vollbütteler jedenfalls etwas Außergewöhnliches vor.

    Klein Vollbüttel

    Gino Angilotti hat einen Vogel, an dem sich viele Menschen erfreuen sollen. Mit seinem Gelbbrustara Fridolino hat der Klein Vollbütteler jedenfalls etwas Außergewöhnliches vor.

    Schüchtern ist Fridolino nicht. Der sieben Monate alte Papagei bändelt in der Gifhorner Fußgängerzone gleich mit Polizeikommissarin Christin Behnke an. Er sitzt ihr auf der Schulter, laut Angilotti ein deutliches Zeichen für Sympathie. Allerdings muss die junge Beamtin etwas auf ihre Fingernägel achten. Und gut, dass sie keine Ohrringe trägt:

    „Er knabbert alles an“, sagt Angilotti. „Er möchte wohl Materialtester werden.“

    Doch Angilotti hat einen anderen Job für sein pfiffiges Kerlchen im Sinn. Denn abgesehen von dieser Neugierde „hat der Vogel keine Macke“, sagt der Klein Vollbütteler Tierfreund und Reiki-Meister, der das wissen muss. Er habe unter anderem etwa 50 Vögel vom Kanaren über Zwergfinken bis zum Papagei – alle aus Tierheimen und Privatbesitz. „Fridolino wurde mir angetragen, weil seine Vorbesitzerin keine Voliere bauen durfte.“ Und mit ihm könne er sich die Umsetzung einer alten Idee vorstellen. „Mit ihm kann man was machen.“

    Angilotti bildet Fridolino zu einem Therapie-Vogel aus. „Wir besuchen Kindergärten und Altenheime.“ Auch im Kinderhospiz will er mit dem Papagei immer wieder mal für Abwechslung sorgen. Wie hoch soll die Gage sein? Da ist Angilotti noch nicht festgelegt. „Ich bin nicht so hinter Geld her“, sagt er angesichts der Sorgen in einem Kinderhospiz. Vielleicht laufe es auf Spendenbasis, immerhin fresse der Vogel ja auch etwas.

    „Er ist jetzt auch kurz davor zu sprechen“, sagt Angilotti, wie weit der siebenmonatige Gelbbrustara ist. „Er muss alle Alltagsbegebenheiten kennen.“ Deshalb bummelt der Klein Vollbütteler mit Fridolino auf der Schulter durch die Gifhorner Fußgängerzone, geht mit ihm im Baumarkt einkaufen und radelt mit ihm – „Er hat die Nase im Wind“ – Angilotti ist sich sicher, auf dem richtigen Weg zu sein. Oft beobachte er, wie die Menschen mit gesenktem Kopf durch die Städte eilen. Und dann sehen sie den Papagei: „Die Leute kriegen plötzlich ein Lächeln ins Gesicht.“ Wenn er dann mit Kindern ins Gespräch komme, kläre er sie gern über artgerechte Tierhaltung und Umweltschutz auf. Und darüber, dass Fridolino kein Streicheltier ist. „Er ist zum Angucken.“ Es sei denn, der Papagei will wie bei der Kommissarin von sich aus nähere Kontakte knüpfen.

    Von Dirk Reitmeister

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    Flirtender Papagei: Gelbbrustara Fridolino bändelt mit Polizeikommissarin Christin Behnke an. Quelle: Dirk Reitmeister

     

    AZ 30.07.2018

  • So arbeıtet eın Hollywood-Cutter

    Der Ex-Calberlaher Sven Pape stellt in Vollbüttel seine Projekte vor: Doku über Alt Right und Youtube-Kanal.

    Vollbüttel. Fast genau ein ]ahr ist es her: Ein Rechtsextremer der amerikanischen Alt-Right-Bewegung raste bei einer Kundgebung in Charlottesville/Virginia mit einem Auto in eine  Menschengruppe.  Eine  Frau kam dabei ums Leben,  19 wurden verletzt. Dieser Vorfall beschäftigt den  gebürtigen  Calberlaher  Sven Pape beruflich:  Er hat den  Dokumentarfilm (Alt Right - Age Of Rage" (Alt Right - Zeit des Hasses) für den   US-Regisseur Adam Bhala Lough geschnitten, der am 12. August in zwölf amerikanischen Metropolen  in  die  Kinos  kommt.  Bei einer internen Veranstaltung der Video-Aktiven  Gifhorn im  Kinomuseum Vollbüttel hat er dieses Projekt   und   seinen   Youtube-Kanal „This Guy Edits" vorgestellt.

    Pape lebt seit 23 ]ahren mit seiner Familie  in  L.A.,  mitten  in  Hollywood, und arbeitet dort als Cutter und Regisseur. So hat er schon für James Cameron die 3D-Unterwasser-Doku „Die Geister der Titanic" in Szene gesetzt und war mit eigenen Filmen bei Festivals vertreten (zum Beispiel  mit „L.A.  Twister“ von 2004 und „Hollywood Kills“ von 2009.

    Für „Age Of Rage" hatte das Filmteam von Lough tatsächlich die Vereinbarung mit  der rechtsextremen Organisation Alt Right, sie ein Jahr begleiten   zu   dürfen.   Im   Mittelpunkt:  Richard  Bertrand Spencer, der Kopf der Bewegung. „Die war auch anfangs sehr interessiert und immer pünktlich beim Dreh“, erzählt Pape. Aber nach Charlottesville gab es einen Wechsel. „Spencer änderte sich und trank nachher bei den Dreharbeiten."  Als Gegenpol holte sich Lough den bekennenden Antifaschisten Daryle Lamont Jenkins vor die Kamera.

    Der Film, dessen ersten 20 Minuten Pape im Kinomuseum – quasi als Deutschlandpremiere - auf der Vollbütteler Leinwandpräsentierte, war im Frühjahr schon dreimal bei Festivals  zu  sehen.  Pape:  „Er  ist super  angekommen,  die  Kritiken waren wunderbar. Wir sind stolz auf den Film, er zeigt, was Sache ist." Zum Beispiel auch die Tragödie in Charlottesville selbst - das rasende Auto,  die  Rückwärtsfährt mit zerbeulter Front, die verletzten und geschockten Menschen, Ersthelfer im Einsatz. Auch die Besucher im Kinomuseum attestierten dem 46-jährigen: Toll geschnitten, sehr emotional! Kompliment!"

    Wie genau Pape als Filmeditor arbeitet, das zeigt er seit einigen Monaten auch auf seinem Youtube-Kanal „This Guy Edits“. Die ldee für die ersten Schritte bei Youtube kam ihm, als es seine Tochter mit völlig unprofessionellen Spielzeugvideos innerhalb kürzester Zeit auf mehrere Tausend Klicks brachte - und ein paar Dollar über die dabei eingespielte   Werbung   verdiente.   „Da dachte ich, das muss ich auch mal probieren."

    Nach verschiedenen Experimenten mit Kaninchenfilmen und Produkttests kam der Filmemacher allerdings zu folgenden Schlüssen:

    „Es gibt es kein Rezept, wie man Leute dazu bekommt, Videos lange zu schauen.“

    Aber: „Du findest ein Publikum, wenn du eine gute Geschichte erzählst." Und tatsächlich gebe es eine neue Generation von Filmemachern, die   mit   Youtube Geld verdienen, ein paar hätten ihre alten Jobs dafür aufgegeben. Für andere sei es nur ein Hobby und bringe Taschengeld - „aber es funktioniert".

    Der Ex-Calberlaher dachte jedenfalls, er müsse es professioneller machen. „Und egal, was das Thema ist, man muss eine Leidenschaft dafür haben."  So kam für ihn nur das Schneiden von Filmen infrage – wo er übrigens eine noch unbesetzte Nische fand. „Es ist immer gut, der First Mover zu sein.“

    Zunächst berichtete er über sich und seine Arbeitsweise, dann kamen Drehs über Kollegen zustande - darunter auch Josh Beal, der für die Szenen der Serien „House Of Cards" und „Counterpart" verantwortlich zeichnet.

    Das   Youtuben wird für Pape so zum profitablen Geschäft, denn bei solchen Projekten kommt mehr Geld über freiwillige Sponsoren herein als über Werbeeinnahmen.

    Youtube, das könne jeder, sagt Pape, auch wenn man kein Profi ist. „Man   muss   nicht   Experte   auf höchstem Niveau sein. Man muss nur etwas mehr wissen als andere."

    Man dürfe aber nicht zu enthusiastisch sein und gleich seinen Job dafür   hinschmeißen. „Youtube   ist nicht dein Freund!" Schon morgen könne das Unternehmen die Spielregeln ändern. „Es verfolgt eben andere Ziele als ich."

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    Sven Pape zeigte den Mitgliedern der Video-Aktiven Gifhorn im Kinomuseum, was er für Leinwand und Internet schneidet.                     Foto: Reiner Silberstein; BZV

    GR 30.07.2018

     

  • Apfel-Möhren-Kekse: Kinder backen Naschereien für ihre Haustiere

    Vollbüttel.In den schulfreien Sommerwochen lässt Isenbüttels Nachwuchs es sich gutgehen. Aber zehn Kinder dachten im Rabenspaß der Jugendförderung jetzt auch an andere – nämlich an ihre vierbeinigen Kumpels zuhause. Für die zauberten sie zusammen mit Laura Krull und Nicola Seil tolle Leckerlis.

    „Wir bereiten vier verschiedene Sorten zu“, erklärte Krull. Denn was Nagetieren schmeckt, das mögen Katzen noch lange nicht. Und ähnlich geht es Hunden mit typischen Leckerlis für Pferde. „Die Rezepte haben wir aus Fachbüchern und dem Internet“, sagte Krull. Nacheinander setzten die Kinder – neun Mädchen und ein Junge – alle Vorschläge im Vollbütteler Treff um.

    Für die Hunde-Leckerlis mischten sie Ei und Käse, für die Katzen-Snacks Thunfisch, Eiweiß, Vollkornmehl und Rapsöl. Die Pferde durften sich auf Plätzchen aus Äpfeln, Möhren, Haferflocken und Zuckerrübensirup freuen, die Nager auf Kekse aus Äpfeln, Möhren, Haferflocken und Bananen. „Im Grunde sind überall nur Zutaten drin, die Menschen auch essen würden“, sagte Krull.

    Was nach dem Backen aus dem Ofen kam, sah gar nicht mal so schlecht aus: „Sind doch fast Chips. Die kann man bestimmt gut beim Fernsehen knabbern“, scherzte Krull. Das ermunterte einige Kinder mal selbst zu kosten, was sie ihren tierischen Lieblingen demnächst als Leckerli anbieten. Und wie war es? „Die schmecken ganz kurz nach Käse und dann nach gar nichts“, urteilte Ronja über die Hunde-Leckerlis. Betreuerin Nicola Seil war sich daher sicher, dass „mein Hund die ganz sicher nicht mag“. Die fertigen Leckerlis füllten die Kinder in Tüten. „Die können sie vorher noch bunt bemalen und beschriften“, sagte Seil. rn

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    Backen mal anders: Snacks für ihre Vierbeiner bereiteten zehn Kinder im Vollbütteler Treff zu. Ron Niebuhr

    AZ 17.07.2018

  • Kleine Tüftler: Peter Schade-Didschies half Kindern im Vollbütteler Kinomuseum als Ferienaktion, ein Radio zu bauen.

    Ron Niebuhr

    Vollbüttel.Ein Radio selbst bauen? Ja, geht das denn so einfach? Mit einem Bausatz und einem erfahrenen Helfer an der Seite schon. Das erlebten jetzt sieben Mädchen und Jungen im Rabenspaß der Samtgemeinde Isenbüttel bei einem Besuch im Vollbütteler Kinomuseum.

    Dessen Leiter Peter Schade-Didschies kennt sich nicht nur mit Kinotechnik vergangener Zeiten aus, sondern ist auch fit in Sachen Radio. Das freute Michael Volckmar von der Jugendförderung, konnte er sich so doch auf „kleine Helferdienste“ – mal ein Bauteil festhalten, mal ein Werkzeug anreichen – beschränken.

    Ansonsten überließ Volckmar das Feld lieber dem Profi. Der war überrascht, wie aufmerksam, interessiert und geschickt die Kinder zu Werke gingen. Zumal der Bausatz „eigentlich für Jugendliche ab 14 Jahren gedacht ist“, sagte Schade-Didschies. Die Ferienspaßtruppe dagegen setzte sich aus Neun- bis Elfjährigen zusammen. „Es ist schon beeindruckend, wie toll die Kinder mitmachen“, lobte der Museumsleiter. Er erklärte den kleinen Bastlern, welche Bauteile zu einem Radioempfangsgerät gehören und wie man den beigefügten Schaltplan entziffert.

    Die Aktion war übrigens bereits mit nur sieben Kindern ausgebucht: „Wir wollten erstmal abwarten, wie sie angenommen wird und wie gut es klappt“, sagte Volckmar. Mit Pausen zum Spielen auf dem Sportplatz oder im benachbarten Treff sowie Erfrischungsgetränken vom Museum gelang es, die Konzentration der Kinder über die gesamte Dauer hoch zu halten. Mit den fertigen Radios suchten die Mädchen und Jungen eifrig Sender: „Mal sehen, wer am meisten findet“, sagte Volckmar. rn

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    Ferienspaß in Vollbüttel: Kleine Tüftler bauen Radios selbst

    AZ 16.07.2018

  • Verein Stark für Tiere sucht ein neues Zuhause für neun Kaninchen

    Vorbesitzer hielt sieben Tiere in einem Käfig – Jetzt sind Vierbeiner kastriert und durchgeimpft

    Vollbüttel.Balou und Kalle, Papa Paulchen, Mama Carla und ihre fünf Kinder suchen ein Zuhause. Die neun Kaninchen sind vorübergehend bei Jennifer Breit in Vollbüttel, bei Lara Böse in Schwülper und in einer Pflegestelle in Meinersen untergekommen, sollen aber möglichst schnell eine dauerhafte Heimat finden. Der Vollbütteler Verein Stark für Tiere möchte sie gerne vermitteln.

    „Papa Paulchen und Mama Carla haben wir aus einer schlechten Haltung übernommen“, sagt Vereinsvorsitzende Jennifer Breit. „Sie hatten zwei Würfe: drei Jungen, die ungefähr zehn oder elf Wochen alt waren, und zwei ganz Kleine, die noch die Augen zu hatten.“ Alle sieben hockten zusammen in einem gerade mal einen Meter langen Käfig. Balou und Kalle hatten eine Halterin, die nicht bereit war, die Tierarztrechnung zu bezahlen. „Sie hat sie einfach beim Tierarzt gelassen“, berichtet Jennifer Breit.

    Alle neun Kaninchen sind kastriert und durchgeimpft gegen Myxomatose sowie die Chinaseuchen RHD und RHD 2, „bis auf Carla sind alles Böckchen“, sagt Jennifer Breit. Nur Paulchen wird einzeln vermittelt, die anderen sollen zu zweit oder dritt umziehen, „weil sie sich so heiß und innig lieben“. Und sie brauchen ein Zuhause mit viel Platz: „Ein großer Garten ist wichtig.“

    Jennifer Breit hatte alle Kaninchen online inseriert. „Es hat sich niemand gemeldet, der sie haben wollte. Nur einer hat gefragt, ob er uns seine Kaninchen nicht auch noch bringen könnte – er wolle in Urlaub fahren und sie danach auch nicht wieder haben“, schüttelt die Vollbüttelerin den Kopf. „Unglaublich.“

    Der Verein hat die Kosten von 60 Euro pro Tier für die Kastration und weiteren 35 Euro pro Impfung übernommen und gibt die Tiere jetzt gegen eine Schutzgebühr von 45 Euro ab. „Wir sehen uns vorher die Situation vor Ort an, und wir schließen einen Schutzvertrag“, erklärt Jennifer Breit. „Außerdem beraten wir gerne, zum Beispiel über das richtige Futter.“ Trockenfutter kommt in keinen Napf, zur artgerechten Ernährung der Kaninchen gehören Gras, Heu und frisches Gemüse.

    Wer gerne Kaninchen übernehmen möchte oder Fragen hat, erreicht Jennifer Breit unter Tel. 05373-3090023 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. tru

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    Kaninchen suchen ein Zuhause: Lara Böse hofft, dass sich liebevolle Familien für die kleinen Hopser finden. privat

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    Jennifer Breit mit einem der Kaninchen: Der Verein Stark für Tiere sucht für neun Kaninchen ein Zuhause. privat

    AZ 14.07.2018

  • Kultige Möchtegern-Gauner: Kinomuseum feiert die Olsenbande

    Vollbüttel: Dokumentation des Fanclubs zeigt Rettungsaktion für Original-Stellwerk aus dem Film von 1975

    Vollbüttel.Die Olsenbande ist Kult. Das Vollbütteler Kinomuseum zelebriert ihn 50 Jahre nach dem ersten Film um die Möchtegern-Gauner Egon, Benny und Kjeld. Im Freiluftkino ist der Streifen „Die Olsenbande stellt die Weichen“ zu sehen. Passend dazu zeigte das Museum jetzt eine filmische Dokumentation.

    Mit der veranschaulichte Paul Wenzel, der fürs Fernsehen als Cutter arbeitet, eine ungewöhnliche Rettungsaktion des Olsenbanden Fanclubs Deutschland und seines dänischen Pendants. Gemeinsam bewahrten die Clubs einen Originalschauplatz des Films von 1975 vor dem Abriss: das Stellwerk. Die Anlage mit dem „architektonisch einmaligen“ Turm aus dem Jahr 1909 sollte einer Modernisierung zum Opfer fallen. „Den Abriss konnten wir unmöglich zulassen“, sagte Wenzel. Die Idee: den Turm versetzten! Doch wohin?

    „Wir haben Eisenbahnmuseen angeschrieben. Das Interesse war riesig“, erinnerte sich Wenzel an die zwei Jahre zurückliegende Aktion. Den Zuschlag erhielt letztlich das Museum Gedser Remise. Dank privater Spenden sowie Zuschüssen aus Stiftungen in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Kronen (rund 200.000 Euro) war es möglich, den Turm zu versetzen: „Erst mit einem Kran über Oberleitungen hinweg auf einen Tieflader und zum Hafen, dann mit einem Schiff über die Ostsee und wieder mit einem Tieflader bis zum Museum“, erzählte Wenzel. Das ganze Unterfangen hat er gefilmt.

    Heraus kam nach einem halben Jahr Nachbearbeitung ein „semiprofessioneller Dokumentarfilm“, dessen Bluray- und DVD-Erlöse ins nächste Projekt fließen: „Wir möchten das Nebengebäude des Turmes nachbauen. Das Original war leider zu baufällig, um es zu retten“, sagte Wenzel, der zusammen mit Clubkamerad Steffen Paatz nach Vollbüttel kam. Den Kontakt zum Kinomuseum stellte Bernd Riechers her: „Wir sind total glücklich, den Fanclub hier zu haben und diesen besonderen Film zu erleben“, sagte er. rn

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    Spannende Doku: Paul Wenzel zeigte in Vollbüttel seinen Film zum Transport des Olsenbande-Stellwerkes. Ron Niebuhr

    AZ 12.07.2018

  • Kinder basteln sich ein richtiges Radio

    Beim Ferienspaß im Kinomuseum Vollbüttel entstehen funktionstüchtige Geräte.

    Von Daniela Burucker

    Vollbüttel. Es sieht aus wie das gute alte Kofferradio- nur deutlich kleiner. Zudem ist das Gehäuse aus Pappe statt aus Plastik wie in den 1970er Jahren. Beim Ferienspaßprogramm der Samtgemeinde Isenbüttel bauten sieben Kinder zwischen neun und elf Jahren im Kinomuseum unter Anleitung mit Museumsdirektor Peter Schade-Didschies aus elektronischen Bausätzen ihre eigenen Radios.

    Das war anfangs sehr fummelig. „Wir bestücken die Platinen mit Kabeln“, erklärte Michael Volckmar von der Jugendpflege. „Das ist ganz schön kniffelig“, sagte Lara Marlen Ramme aus Wasbüttel. „lch hoffe man kann damit Radio Bollerwagen empfangen.“ Der Sender, der häufig Ballermann-Musik spielt, ist Laras Favorit „Wir haben zuhause bereits fünf Radios, aber das hier kommt in mein Zimmer. Bevor Lara und die anderen an den Knöpfen drehen und dem Radio Musik entlocken konnte, war noch allerhand zu tun.

    Die Arbeitsschritte mit dem Lötkolben übernahm der Museumschef selbst, während die jungen Techniker kurz pausierten. Beim Einbau der beiden Lautsprecher und Empfänger sowie beim Anbringen der Knöpfe waren wieder alle dabei. Erst blätterten sie hastig in der Gebrauchsanleitung, dann hantierten sie geschickt mit Zangen und Schraubendrehern.

    „Dieses Angebot hat schon in der Vergangenheit großen Anklang gefunden und war auch dieses Mal ganz schnell ausgebucht“, berichtete Volckmar.

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    Peter Schade-Didschies (rechts) und Michael Volckmar unterstützen die Kinder beim Bau Ihrer Radios.     FOTO: Daniela Burucker

    GR 10.07.2018

  • Er macht’s noch einmal:Steffen Heuke wieder König

    Vorjahressieger holt sich in Vollbüttel erneut den Titel

    Vollbüttel.Hoch her ging es am Wochenende in Vollbüttel. Denn dort war wieder Schützenfest angesagt. Klar, dass die Vollbütteler auch Majestäten ausriefen. Vorjahressieger Steffen Heuke konnte wohl nicht genug davon bekommen, drum führt er die Riege noch eine Saison als Großer König an.

    Schießsportleiter Frank Holste übernahm am Samstagnachmittag unterstützt von seinem Stellvertreter Steffen Heuke die Proklamation. Neue Majestäten sind Leon Holste (Kleiner Juniorenkönig) und Leon Plagge (Großer Juniorenkönig) sowie Florian Harke (Kleiner König) und Steffen Heuke (Großer König).

    Für letzteren hat übrigens Donald Lüchau, der gestern zum Schwarzen König ernannt wurde, eine neue Kette gestiftet. Die Königsscheibe hat Rosi Knupper gemalt.

    Bereits am Freitag hatten die Schützen ihre neuen Nachwuchsmajestäten gekrönt: Phillip Plättner (Kleiner Kinderkönig) und Mina Wulfes (Große Kinderkönigin). Für sie hatte Familie Pfeil eine neue Kette gespendet. Die Kinderkönige feierte Vollbüttel mit Freifahrten für alle Kinder im Autoscooter und auf dem Karussell, die Junioren- und Erwachsenenmajestäten mit Ehrentänzen zur Musik der Kulttruppe Krach und Kaos.

    Bereits die Disco am Freitagabend lief super: „Das Zelt war gut voll, wir haben gut Spaß gehabt. Es war richtig klasse“, sagte Vorsitzender Lukas Pfeil. Am Samstagabend rockten die Steigerwaldrebellen das Festzelt. Und auch das Katerfrühstück gestern Vormittag kam an im Dorf. Nicht zuletzt weil Müdens Dampferband alle musikalisch auf Trab hielt und Settchen & Bawettchen sowie die Schützenjugend um Andrea Köller mit tollen Showeinlagen die Besucher zu begeistern wussten. rn

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    Majestäten ernannt: Als Höhepunkt eines tollen Festwochenendes riefen Vollbüttels Schützen die neuen Würdenträger aus. Ron Niebuhr

    AZ 09.07.2018

  • Noch ’ne Vollsperrung: Auch auf der L 320 läuft nichts mehr

    Straße bekommt zwischen B 4 und Leiferde eine Splittdecke zur Oberflächenbehandlung

    Ribbesbüttel/Leiferde.Eine Vollsperrung kommt selten allein: Ab Montag, 9. Juli, ist auch die L 320 zwischen der B 4 bei Ausbüttel und Leiferde dicht. Die Umleitung läuft nun praktisch umgekehrt zu der des Kreiselbaus auf der B 188.

    Auf der gesamten Strecke nimmt die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eine Oberflächenbehandlung mit vollflächigem Splitt vor – nur vor der Einmündung kommt eine neue Deckschicht. Henning Schwägermann sagt: „Die Baumaßnahme soll am 17. Juli wieder beendet sein.“ Von da an gilt erst einmal Tempo 40, weil die kommenden Wochen darauf der Verkehr den Splitt festfahren wird. Mitte August, spätestens aber vor Ende der Ferien, werde die L 320 noch einmal für etwa einen Tag gesperrt, um restlichen Splitt abzufegen und die Markierungen aufzubringen.

    Die Umleitung für den Verkehr in Richtung Osten führt ab Leiferde zum neuen Kreisel zur B 188, weiter zur B 4 und dann nach Ausbüttel – für den Verkehr in Richtung Westen umgekehrt.

    Die VLG weist darauf hin, dass sich bei den Buslinien 111 und 157 nichts ändert. „Die Busse fahren mit Ausnahmegenehmigung ohne Umleitung und dürfen den gesperrten Abschnitt befahren.“

    Die Arbeitsschutzrichtlinien hätten sich geändert und räumten der Sicherheit der Straßenbauer ein höheres Gewicht ein, so Schwägermann. „Deshalb haben wir jetzt mehr Vollsperrungen.“ Dafür gehe es auf den Baustellen schneller voran, als wenn der Verkehr noch vorbei fährt.

    Dass sich die Straßenbaumaßnahmen in den Ferien ballten, ist laut Schwägermann kein Wunder.

    VW habe berechnet, dass durch die Werksferien 70 Prozent weniger Fahrzeuge auf den Straßen in der Region unterwegs seien. rtm

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    Ab Montag: Auch die L 320 wird gesperrt. Sebastian Preuß

    AZ 07.07.2018

  • Neues Bauland: Im Osten könnte Ribbesbüttel weiter wachsen

    Planer stellt Bauausschuss ersten Entwurf für Fortschreibung des Flächennutzungsplans vor

    Ribbesbüttel.Wie und vor allem wo sollen sich Baugebiete in der Gemeinde Ribbesbüttel entwickeln? Volkmar Bolze vom Planungsbüro Dr. Schwerdt stellte am Dienstagabend im Umwelt-, Bau- und Wegeausschuss gemeinsam mit Gunnar Windmüller vom Bauamt der Samtgemeinde einen ersten Entwurf vor.

    „Ziel ist die Fortschreibung des Flächennutzungsplans“, erklärte Bolze. Unter anderem Bürgermeister Heinrich Stieghahn (CDU) betonte ausdrücklich: „Wir haben über Generationen hin kein Bauland gehabt, so dass viele junge Leute das Dorf verlassen haben.“ Dabei sei es auch für die Arbeit in den Vereinen dringend nötig, diese Menschen im Ort zu halten.

    Der Ausschuss war sich einig, dass die Wiese im Dorfkern Ribbesbüttels nicht bebaut werden soll. Als „komfortable Fläche“ bezeichnete Bolze hingegen die Ländereien östlich des Dorfs, „da haben Sie eine offene Flanke, die nach Bedarf erschlossen werden kann“. Hans-Werner Buske (CDU) schlug vor, „lieber in Richtung Rötgesbüttel zu bauen“. Sein Argument war der Bahnhof, „wir gehören zu einer Kirchengemeinde“, und seine Vision sei eine Sporthalle für beide Orte.

    Andreas Guth (SPD) fragte nach der Fläche zwischen Ortholz und Tierheim. „Wohnbebauung dort würde einen dörflichen Eindruck schaffen und dazu führen, dass Autos langsamer fahren.“ Bolze war skeptisch: „Dort müsste vermutlich ein Lärmschutzwall hin.“ In diesem Zusammenhang kam die Frage nach der Zukunft des Tierheims, Buske schlug vor: „Zwischen Ausbüttel Siedlung und dem Wertstoffhof wäre doch eine gute Fläche.“

    Für Vollbüttel schlug Bolze vor, den Ort Richtung Druffelbeck zu entwickeln. Auch die Flächen zwischen Raiffeisenstraße und Friedhof könnten langfristig bebaut werden, so Bolze. Buske äußerte die Idee, die Einmündung der Hauptstraße auf die Peiner Landstraße mit einem Kreisel zu entschärfen und die Tankstelle auf die nördliche Seite der Landesstraße zu verlegen. tru

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    Langfristig günstige Flächen für Baulandentwicklung: Am südöstlichen Dorfrand könnte Ribbesbüttel weiter wachsen. Christina Rudert

    AZ 28.06.2018

  • Nächste Baustelle: Peiner Landstraße wird ab 9. Juli gesperrt

    Ribbesbüttel.Die geplagten Vollbütteler und Ribbesbütteler stehen vor der nächsten Verkehrs-Belastung: Michael Kraft (CDU), Vorsitzender des Umwelt-, Bau- und Wegeausschusses, teilte mit, dass die Peiner Landstraße von Montag, 9. Juli, bis Mitte August komplett gesperrt wird, weil sie saniert werden soll. „Das Ganze soll in vier Bauabschnitten passieren“, zählte er die Phasen auf: „Angefangen wird im Westen, zuerst ist der Abschnitt Leiferde bis Vollbüttel dran.“ Dann folgt die Strecke von Vollbüttel nach Ribbesbüttel, anschließend die Strecke Ribbesbüttel bis Ausbüttel, und zum guten Schluss werden die letzten 200 Meter von Ausbüttel zur Kreuzung mit der B 4 gemacht.

    Im Ausschuss stellte sich die Frage, wie man verhindern könne, dass der Umleitungsverkehr sich seinen Weg über Druffelbeck sucht. „Darauf werden wir die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel ausdrücklich hinweisen müssen“, betonte Bürgermeister Heinrich Stieghahn.

    Christian Wrede (CDU) merkte an, dass die letzte Sanierung gerade erst sieben Jahre her sei. „Die ist dann wohl nicht ordentlich gemacht – so etwas sollte doch eigentlich länger halten.“ tru

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    AZ 28.06.2018

  • Kommt Rasenmähverbund?
    Einige sind noch skeptisch

    Nicht alle Mitgliedsgemeinden finden die Idee gut

    Isenbüttel.Ein zentraler Bauhof für alle Mitgliedsgemeinden erscheint wenig sinnvoll. Einzelne Aufgaben aber könnten sehr wohl zentralisiert werden. Zum Beispiel die Rasenpflege auf Sportplätzen. Das allerdings stieß nicht bei allen Mitgliedern des Samtgemeinderats auf besonders viel Gegenliebe.

    Es gehe um eine Gesamtfläche von 18,5 Hektar, sagte Bauamtsleiter André Schulz. Die setze sich im Wesentlichen zusammen aus den Sportplätzen der Gemeinden Isenbüttel, Ribbesbüttel und Wasbüttel sowie dem Parkplatz am Freibad in Edesbüttel und dem Bolzplatz an der Calberlaher Sporthalle. Letztere Flächen gehören beide der Samtgemeinde. Die Gemeinde Calberlah sieht keinen Bedarf, dem Rasenmäher-Verbund beizutreten. Sie hat ausreichend Gerätschaften und Mitarbeiter, um die Grünpflege selbst zu leisten.

    Hans-Werner Buske (CDU) wunderte sich, dass aus Ribbesbüttel Bedarf bekundet worden sei, denn Sparpotential sei nicht zu erkennen. „Bei uns ist die Sportplatzpflege nämlich Sache der Sportvereine. Warum sollten wir jetzt dafür aufkommen?“ Und überhaupt hafte dem Vorhaben „so ein Geschmäckle nach Einheitsgemeinde an“, sagte Buske. Aus Wasbüttel dagegen kam Lob für den geplanten Verbund: „Das ist kein Vorgriff auf eine Einheitsgemeinde, sondern eine sinnvolle Sache. Wir hören endlich mit dem Gewurschtel auf und kriegen einen sauberen Schnitt“, sagte Hartmut Jonas (Grüne).

    Angeschafft werden soll dafür ein straßenverkehrstaugliches Rasenmähgerät, sagte Schulz. Denn das muss immerhin 86 Kilometer zurücklegen, um alle Fläche zu erreichen und zu mähen.

    Der Samtgemeinderat sprach sich bei sechs Enthaltungen dafür aus, den Rasenmäh-Verbund auf den Weg zu bringen, sofern auch die fraglichen Mitgliedsgemeinden zustimmen. rn

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    Rasenpflege zentralisieren? Die Samtgemeinde hat angeboten, große Flächen der Mitgliedsgemeinden – etwa die Sportplätze – zu mähen. Ron Niebuhr

    AZ 26.06.2018