Hier sind alle Artikel mit der Verschlagwortung Ribbesbüttel aufgeführt.
  • Problemlöserin geht in Rente

    Renate Finke war 35 Jahre lang Gemeindesekretärin in Ribbesbüttel.

    Reiner Silberstein

    Ribbesbüttel. Wenn Renate Finke kommende Woche Freitag die Tür des Gemeindebüros in Ribbesbüttel hinter sich zuschließt, dann tut sie das zum letzten Mal. 35 Jahre lang war sie die Gemeindesekretärin - jetzt geht sie in den wohl verdienten Ruhestand. Ilona Merten ist ihre Nachfolgerin.

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    Renate Finke (rechts) lernt Nachfolgerin Ilona Merten im Büro schon seit Anfang Oktober an. Foto: Reiner Silberstein

    Finke weiß noch genau, wie alles angefangen hat: "Bürgermeister Joachim Pahlmann kam eines Abends zu uns nach Hause und wollte mich unbedingt stundenweise beschäftigen." Wegen der beiden Kinder Timo und Dennis hatte sie ihren Job bei Volkswagen aufgegeben. Nun startete sie mit einer elektrischen Schreibmaschine zehn Stunden wöchentlich im Dienste der Gemeinde - "ich habe viel von zuhause gemacht. Aber einmal in der Woche hatte ich eine Sprechstunde im Büro". Heute gebe es so viel Arbeit in der Gemeinde, dass sie zehn Stunden täglich dort sitzen könnte. Seit zehn Jahren arbeitet sie in Vollzeit.

    Die heute 63-Jährige hat mehrere Bürgermeister kommen und gehen sehen: Nach Pahlmann kam Otto Traichel, dann Heinrich Stieghahn, Ulf Kehlert und wieder Stieghahn. "Mit Heinrich bin ich nun insgesamt 25 Jahre lang ein Team." Und in der ganzen Zeit habe sich einiges getan in der Gemeinde: "Ich habe anfangs den Ausbau des Vollbütteler Saals erlebt." Der war von der Gemeinde für 30 Jahre gepachtet worden - "und die sind schon wieder vorbei!"

    In Erinnerung sind Finke aber auch der Aufbau des Kinomuseums geblieben und der Ausbau des Raiffeisengebäudes. "Besonders schön fand ich die 1000-Jahr-Feier in Ribbesbüttel. Die Bewohner haben gezeigt, was Kante ist. Der Umzug war ein einschneidendes Erlebnis."

    Aber auch einige Anekdoten aus ihrer Arbeitswelt gehen ihr nicht mehr aus dem Kopf: "Ich musste manches Mal über den Acker laufen, um Unterschriften von Heinrich zu holen." Einmal habe sie auch im Stall erst einmal warten müssen, bis das Kälbchen geboren war. "Ich hatte Tränen in den Augen, so was habe ich ja noch nie gesehen."

    Auch daran erinnert sie sich: Einmal habe eine ältere Dame angerufen, der eine fremde Katze ins Haus gehuscht sei. Dann habe der ungebetene Gast den Sessel des Haushundes besetzt, der sich wohl nicht traute, den Stubentiger zu verjagen. "Nun sollte ich etwas machen!"

    Und Finke hat etwas getan: Per Telefon die Schwiegertochter der Dame alarmiert, die dann zum rettenden Einsatz eilte. "Probleme zu lösen, das ist meine Berufung gewesen", sagt die baldige Rentnerin. Das habe sie so gern gemacht, weil sie so gern mit Menschen zusammenkommt, viele Freunde habe sie durch ihren Job gefunden - das werde ihr fehlen.

    Langweilig wird ihr aber sicherlich nicht: Sie werde ihren Sohn Dennis unterstützten, der eine Firma gegründet hat (mit dem "Spinsafe", wir berichteten), viel Zeit mit ihrer Enkeltochter Lilli und mit Segelfreunden auf der Nordsee verbringen. Einen zusätzlichen Termin hat sie gleich im Dezember: im Fitnessstudio.

    Nachfolgerin Ilona Merten aus Triangel sitzt schon seit 1. Oktober neben Finke im Ribbesbütteler Gemeindebüro und wird von ihr angelernt. Sie hat vorher in der Gemeinde Brome gearbeitet.

    GR 04.12.2018

  • Der Umbau der alten Schule würde 1,4 Millionen Euro kosten

    Finanzausschuss der Gemeinde Ribbesbüttel will vor endgültiger Entscheidung die Fördermöglichkeiten klären


    Ribbesbüttel.60.000 Euro Planungskosten und geschätzt 1,4 Millionen Euro für Sanierung und Umbau der alten Schule in Ribbesbüttel in ein Gemeindezentrum – so sieht die Kalkulation aus. „Wir werden dieses Geld in den Haushalt einstellen, aber damit ist noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob wir Umbau und Sanierung tatsächlich wollen“, formulierte Hans-Werner Buske als Vorsitzender des Finanzausschusses vorsichtig.

    Die Posten im Haushalt dienen zunächst nur dazu, die verschiedenen Fördermöglichkeiten abzuklopfen. „Eine endgültige Entscheidung ist erst möglich, wenn wir genau wissen, welche Fördermittel wir bekommen und welche Kosten auf die Gemeinde zukommen“, betonte Buske. „Aber“, so Bürgermeister Heinrich Stieghahn, „für die Förderanträge sind die Haushaltsansätze erforderlich.“ Als Maximalförderung sprach Buske von bis zu 620.000 Euro.

    In der Kostenschätzung sind bereits Preissteigerungen einkalkuliert, Außenanlagen und Ausstattung hingegen fehlen noch in der Summe. Als nächstes steht jetzt ein Gespräch mit der Kirche an, der das Gelände und das Gebäude gehören.

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    Alte Schule Ribbesbüttel: Umbau und Sanierung würden geschätzt 1,4 Millionen Euro kosten. Christina Rudert Archiv

    Im Entwurf des Haushaltsplans stehen auch 45.000 Euro für eine Dunkelampel auf der Hauptstraße. „Das wird nicht reichen, denn der zunächst vorgesehene Platz an der Bushaltestelle kommt ja nicht in Frage“, stellte Michael Kraft (CDU) fest. Etwas weiter westlich müsste allerdings ein Gehweg gepflastert und ein Graben verrohrt werden. „Trotzdem belassen wir es erstmal bei dieser Summe“, schlug Buske vor. Ihm geht es um das Prinzip: „Der Bornsiek hat eine Ampel bekommen, und wir wollen Gleichbehandlung.“ tru

    AZ 01.12.2018


  • Plan für 1,4 Millionen: Alte Schule umbauen

    Der Finanzausschuss berücksichtigt mit Weitsicht 60.000 Euro Planungskosten im Haushalt.

    Reiner Silberstein

    Ribbesbüttel. Die Gemeinde Ribbesbüttel hat im kommenden Jahr einige Investitionen auf der Agenda, wie während der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses zu hören war. 60.000 Euro sind für Hochwasserschutzmaßnahmen in den Vollbütteler Straßen Schmiedeberg und Hauptstraße vorgesehen, 45.000 Euro für den dortigen Düker. 26.000 Euro sollen für die Sanierung des Mühlenwegs, 8000 Euro in die des Wittekämpewegs und 15.000 Euro in die der Heerstraße in Ribbesbüttel ausgegeben werden. 3000 Euro sind für den Ausbau von Radwegen vorgesehen.

    Ein großes Fragezeichen steht noch hinter dem Projekt Dunkelampel an der Peiner Landstraße in Ribbesbüttel: "Weder Landkreis noch die Verkehrsbehörde in Wolfenbüttel haben die Anfrage bisher beantwortet", sagt Ausschussvorsitzender Hans-Werner Buske (CDU). Vorsorglich habe man aber 45.000 Euro im Haushaltsentwurf eingestellt.

    Obendrauf kommen noch 60.000 Euro Planungskosten - die Alte Schule in Ribbesbüttel soll möglichst als festes Domizil für das Projekt Dorfleben saniert und umgebaut werden. Buske: "Dazu braucht es noch Gespräche mit der Kirche und Förderanträge sind zu stellen, bevor der Beschluss fällt." Er rechne mit rund 1,4 Millionen Euro Baukosten, für die die Gemeinde später einen Kredit aufnehmen müsste. Immerhin seien auch bis zu 600.000 Euro als EU-Förderung denkbar - "theoretisch", sagt Buske, "aber die EU hat nicht mehr so viel Geld."

    Der Gesamtetat der Gemeinde beläuft sich wie im vergangenen Jahr auf rund 1,6 Millionen Euro.

    GR 01.12.2018

  • Doppel-Behandlung mit Rollsplit statt Kernsanierung für Heerstraße

    Bauausschuss der Gemeinde Ribbesbüttel verzichtet auf Grundausbau – so entstehen für Anlieger keine Kosten

    Ribbesbüttel.Die Heerstraße in Ribbesbüttel wird instand gesetzt. Dafür sprach sich der Umwelt-, Bau- und Wegeausschuss nun einstimmig aus. Kosten für die Anwohner entstehen nicht, da es sich um eine Unterhaltungsmaßnahme handelt, nicht um eine Sanierung.

    Ausschussvorsitzender Michael Kraft erläuterte, was geplant ist: „Wir haben dort eine doppelte Oberflächenbehandlung vorgesehen.“ Dabei werde eine Bitumenschicht aufgebracht, die zwei Mal mit Rollsplit abgestreut wird – erst grob, dann fein. „Das doppelte Verfahren ist etwas teurer als ein einfaches. Dafür ist es auch wesentlich haltbarer“, sagte Kraft. Die Bauzeit betrage zwei bis drei Tage. Von der Idee eines grundhaften Ausbaus habe man sich verabschiedet: „Das würde 300.000 bis 500.000 Euro kosten“, sagte Kraft. Und dabei wären Anliegerbeiträge fällig gewesen.

    Anwohner sprachen sich in der Sitzung mit großer Mehrheit für eine Einbahnstraße aus. Nur so lasse sich dort der Durchgangsverkehr verringern – die Heerstraße ist eine beliebte Ausweichroute bei Staus auf der B 4. Da sie aber für Begegnungsverkehr zu schmal ist, werde immer wieder die Gosse kaputt gefahren, so die Anwohner. Der Ausschuss signalisierte, dass man prüfen wolle, ob eine Einbahnstraße möglich ist.

    Ebenfalls ohne Gegenstimme empfahl der Ausschuss, den Mühlenweg sowie ein Teilstück des Wittenkämpeweges in Vollbüttels Feldmark auszubauen. Kosten: 34.000 Euro. Die Verwaltung soll prüfen, ob Zuschüsse zu bekommen sind.

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    Sanierung steht an: Ribbesbüttels Bauausschuss empfiehlt eine neue Oberfläche aus Bitumen und Rollsplitt für die Heerstraße. Ron Niebuhr

    „Wir müssen künftig wohl noch mehr Feldwege ausbauen“, sagte Bürgermeister Heinrich Stieghahn. Denn die landwirtschaftlichen Fahrzeuge würden immer schwerer. Dafür seien die alten Wege einfach nicht ausgelegt. rn

    AZ 27.11.2018

     

  • Furcht vor Machtverlust überwiegt

    Bei der Abstimmung zum Thema Einheitsgemeinde gibt es in den Gemeinden mehr Argumente dagegen.

    Daniela Burucker, Daniela König und Reiner Silberstein

    Isenbüttel. Das Kapitel Einheitsgemeinde ist in Isenbüttel erst einmal beendet - drei Gemeinderäte haben dagegen gestimmt, nur Wasbüttel war dafür. So verliefen die Diskussionen dazu:

    Isenbüttel: Ein derart eindeutiges Votum hatte kaum jemand im Saal erwartet. Von Redner zu Redner wich die zu Beginn der Beratungen spürbare Anspannung. Bei seiner Stellungnahme arbeitete Gemeindedirektor Klaus Rautenbach die Beschlussvorlage der Samtgemeinde ab. "Bislang hat keiner belegt, dass die Arbeit für die Ortsräte weniger wird", sagte er. Auf der Habenseite sah er einzig eine spürbare Entlastung der Gemeindebürgermeister und echte Einsparungen lediglich durch den Wegfall der Fachausschüsse. Die Beschreibung etlicher Vorteile in der Vorlage bezeichnete er als "nicht ganz seriös." Rautenbach erinnerte an das hohe Niveau etwa bei der Sportförderung. "Ich wage die Prognose, dass wir das nicht halten könnten", sagte er.

    Jeder, der das Wort ergriff, tat das, um sein Nein zu begründen. Eine Lanze für die Einheitsgemeinde brach niemand. Einzig Elisabeth Krull (IWG) zählte Vorteile auf und hinterließ den Eindruck, dass sie bis zum Schluss mit sich rang.

    Zum Abschluss der Diskussion sprach sich auch Bürgermeisterin Tanja Caesar gegen die Aufnahme von Verhandlungen aus. Wie alle Vorredner widerstrebe ihr, dass der Gemeinde Entscheidungsbefugnis und Gestaltungsmöglichkeiten verloren gingen. "Ich bin für das jetzige Konzept", erklärte Ralf May (SPD). Trotz deutlicher Vorzeichen waren dennoch viele am Tisch erstaunt, das sich mit 15 von 17 Stimmberechtigten eine so überwältigende Mehrheit gegen den Vorschlag der Samtgemeinde aussprach. Das Bürgerinteresse war überschaubar. Nur etwa zehn Zuhörer folgten der Sitzung.

    Calberlah: Für Jochen Gese (CDU) war der Fall klar: "Ortsräte einer Einheitsgemeinde sind bestenfalls noch als Ausschüsse zu bewerten." Deshalb gab es vor den rund zehn Zuschauern im Gemeindebüro eine klare Absage der ganzen CDU-Riege. Annegret Langbein (CDU): "Wir wollen lieber selbstbestimmt bleiben als fremdbestimmt werden." Für Jörg Baronick (UWG) war klar: Man solle kein Geld mehr für etwas ausgeben, "was sowieso nicht kommt". Die Diskussion habe schon im Vorfeld viel Geld gekostet.

    Dabei hatte die SPD noch für die Umwandlung plädiert: "man sollte sich wenigstens nicht den Verhandlungen verwehren", sagte SPD-Sprecher Phillip Passeyer. Er beantragte die geheime Wahl.

    Mit Aufnahme von Verhandlungen sei noch keine Entscheidung gefallen und es gebe noch viele Ideen, sagte Monika Worgul (SPD). "Wir haben ja schon viel zentralisiert, weil wir es allein nicht mehr schaffen."

    Wasbüttel: Eine "harmonische Ratssitzung" sei es in Wasbüttel gewesen, bescheinigte Bürgermeister Hartmut Jonas der Diskussion im Wasbütteler Dorfkrug auf Rundschau-Nachfrage - mit Pro und Contra. Den Gegnern aus SPD und von den Grünen sei vieles noch "zu vage" gewesen. Es habe die Befürchtung bestanden, dass eine kleine Gemeinde wie Wasbüttel künftig in einem Einheitsrat überstimmt werde, weil sie nicht viele Stimmen erhalte.

    Die Befürworter - aus dem Lager der CDU - plädierten trotz vieler noch offenen Punkte dennoch dafür, erst einmal überhaupt Verhandlungen zu beginnen.

    Über allem habe aber bei der Beratung ohnehin die Überzeugung mitgeschwungen, dass die größeren Gemeinden gegen die Umwandlung seien. Der Eindruck trügte schließlich nicht. "Es ist, wie es ist", sagte Jonas, "wir nehmen das zur Kenntnis, das ist Demokratie."

    Ribbesbüttel: In der Gemeinde Ribbesbüttel hielten sich Pro und Contra die Waage. Hans-Werner Buske (CDU) befürchtete, dass gewisse Ansprüche aus den einzelnen Dörfern gar nicht mehr nach Isenbüttel gelangten. Und er rechnete mit mehr statt weniger Kosten. Zudem gab er zu bedenken, dass 44 Straßennamen, die in der Samtgemeinde doppelt vorkommen, umbenannt werden müssten. "Es bringt für Ribbesbüttel keinerlei Vorteile."

    Auch Andreas Guth (SPD) glaubte, dass die Belange der Gemeinde im Vergleich weniger berücksichtigt werden könnten. "Im Moment werden die Entscheidungen hier vor Ort getroffen. Bei einer Einheitsgemeinde wird der Arm länger. Wenn es später darum geht, Prioritäten abzuarbeiten, glaube ich, dass wir relativ weit nach hinten rücken werden."

    Ulf Kehlert (SPD) hingegen sah in einer Einheitsgemeinde unter anderem die Chance, Vereine besser fördern zu können. Seiner Meinung nach habe bislang in der Politik immer der Anspruch bestanden, für alle Mitgliedsgemeinden gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen.

    Während Heimann Raimund (SPD) zufrieden sei, wie es derzeit in den Fachausschüssen laufe und keine Veränderung wolle, zeigte sich Hella Klinge (SPD) noch unentschlossen. Wenn verhandelt werde, müsse dies bis zum Schluss offen passieren. "Damit wir nicht das Gefühl haben, dass wir zu etwas genötigt werden, das wir nicht mittragen wollen." Zudem solle man das Gefühl, "die da oben machen doch eh, was sie wollen", das viele Bürger ohnehin schon hätten, nicht unterschätzen.

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  • Ribbesbüttels Politik erstellt Richtlinien zur Vereinsförderung

    Ribbesbüttel.Mit Anträgen für Zuschüsse an Vereine befasste sich Ribbesbüttels Jugend-, Kultur- und Sportausschuss am Donnerstagabend. Auch erwog das Gremium, sich mal grundsätzlich mit dem Thema zu befassen. Angedacht ist jetzt, Richtlinien zur Vereinsförderung zu entwickeln.

    Vollbüttels Schützen haben in ihrem Kleinkaliberschießstand die Fenster und Türen erneuert. Ausschussvorsitzender Raimund Heimann erläuterte, dass für Ausbau und Entsorgung der alten, undichten und nur schlecht isolierenden Türen und Fenster sowie Kauf und Einbau der neuen Kosten von 3432,87 Euro angefallen seien. Der Ausschuss empfahl, die Summe in voller Höhe zu übernehmen. „Das ist so üblich“, sagte Heimann.

    Für zehn Tische und 50 Stühle in Ribbesbüttels Schützenheim sollen im Haushaltsplan des kommenden Jahres nach einstimmigem Votum 7000 Euro vorgesehen werden. „Das vorhandene Mobiliar ist wohl noch älter als das Gebäude. Und das ist von 1995“, sagte Ulf Kehlert (SPD). In entsprechend schlechtem Zustand seien die jetzigen Tische und Stühle, ergänzte Christian Wrede (CDU): „Sie sind alle ziemlich hinüber.“

    Vollbüttels Kinomuseum soll bei Betriebskosten von rund 3000 Euro einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro erhalten – allerdings nur einmalig. Wie man künftig mit Zuschuss-Anträgen der Vereine umgeht, sollen Richtlinien vorgeben.

    Hella Klinge (SPD) erklärte sich bereit, ein Konzept zu entwerfen. Darüber soll in der kommenden Sitzung weiter beraten werden.

    Zudem empfahl der Ausschuss eine Sachspende im Gegenwert von rund 1500 Euro des Braunschweiger Hornbach-Baumarktes anzunehmen: entweder eine Kletterpyramide oder ein Kriechtunnel für den Spielplatz in Ausbüttel. Was es wird, sollen die Anwohner entscheiden. rn

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    Zuschuss gewährt: Die Gemeinde trägt die Betriebskosten des Vollbütteler Kinomuseums einmalig zu zwei Dritteln. Ron Niebuhr Archiv

    AZ 29.10.2018

  • Testweise Tempo 30 vor Ribbesbütteler Schule

    Rat: Tempo-Messung für Hauptstraße Vollbüttel ausgewertet – Beschluss zur Beteiligung an Sozialgenossenschaft vertagt

    Ribbesbüttel.Erstmal ist es nur ein Versuch: Vor der Schule in Ribbesbüttel ist eine Tempo-30-Zone ausgewiesen worden. Das ist auf Anregung aus dem Gemeinderat geschehen, Bürgermeister Heinrich Stieghahn meldete bei der jüngsten Sitzung Vollzug. Und noch eine Information betraf das Thema Verkehr.

    Die Auswertung der Messung an der Hauptstraße in Vollbüttel lag vor. Demnach fahren 48,4 Prozent der Verkehrsteilnehmer zwischen 50 und 59 Stundenkilometer. 11,8 Prozent waren mit Tempo 60 bis 69 unterwegs, auf mehr als 70 Stundenkilometer kamen 2,5 Prozent der Autofahrer. Nach unten waren 10,6 Prozent mit weniger als 39 Stundenkilometer unterwegs, 26,7 Prozent fuhren zwischen 40 und 49 Stundenkilometer.

    Der Gemeinderat stimmte mit großer Mehrheit dafür den Beschluss zur Beteiligung und finanziellen Unterstützung der Sozialgenossenschaft zu vertagen, bis eine Informationsveranstaltung stattgefunden hat – die war in Vollbüttel ausgefallen. Außerdem ehrte Bürgermeister Stieghahn in der Sitzung Robert Uhde für 40 Jahre Treue als Außendienstmitarbeiter der Gemeinde.

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    Tempo 30 vor der Schule in Ribbesbüttel: Eine Anregung aus dem Gemeinderat wird nun versuchsweise umgesetzt. Cagla Canidar

    In seinem Bericht hatte Stieghahn außerdem darauf hingewiesen, dass für den Bau des Regenrückhaltebeckens im Baugebiet Langen Ehlern in Vollbüttel ein Flächentausch erforderlich ist. Bernd Stieghahn und Harald Schönhoff haben mittlerweile ein Begrüßungsschild von Winkel kommend aufgestellt und dazu eine Bank, von der aus ein Blick auf das Storchennest möglich ist. Und auf den Spielplätzen in Vollbüttel und Ausbüttel sollen in nächster Zeit die Spielgeräte aufgestellt werden.

    AZ 20.09.2018

  • Ribbesbütteler retten regionales Chorfestival

    Konzert in der Gifhorner Nicolai-Kirche mit Grundschülern – Anzahl der teilnehmenden Chöre nimmt kontinuierlich ab

    Gifhorn.Regionales Kinderchor-Festival in der Nicolai-Kirche: Zum fünften Mal fand nun ein Kinderchorkonzert statt im Rahmen des Niedersächsischen Kinderchor-Festivals in dem Gotteshaus. Dabei war dieses Mal allerdings nur der Chor der Grundschule Ribbesbüttel.

    Für Hans-Jürgen Ollech von der Kontaktstelle Musik ein Anlass zu besonderem Lob: „Ihr habt dieses regional Kinderchor-Festival gerettet. Darauf könnt ihr stolz sein“, betonte er. Ollech erinnert daran, dass man in den Jahren 2005 und 2008 noch 21 teilnehmende Chöre gehabt habe, im Jahr 2012 noch 18, im Jahr 2016 noch zehn. „Schön, dass ihr da seid und mitmacht, weil singen einfach Spaß macht“, begrüßte er die Ribbesbütteler Schüler.

    Schirmherr des Festivals war Landrat Andreas Ebel, der von seinem Stellvertreter Siegfried Weiß vertreten wurde. Auch Kultusminister Grant-Hendrik Tonne hatte absagen müssen; ihn vertrat der Landtagsabgeordnete Philipp Raulfs. Das Motto des Konzertes lautete einmal mehr „Kleine Leute, bunte Lieder“.

    Unter den Gästen waren außerdem auch Karl-Heinz Ente vom Kreischorverband und Johannes Günther, Präsident des Musikrates in Niedersachsen. Zudem waren viele Eltern und Großeltern im Publikum.

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    Kinderchor-Festival: In der Gifhorner Nicolai-Kirche sang gestern der Chor der Grundschule Ribbesbüttel. Chris Niebuhr

    Insgesamt gibt es dieses Mal elf derartige regionale Festivals in Niedersachsen. Im Programm sind dabei sowohl Lieder, die alle Chöre singen, aber auch solche, die nur von Chören bestimmter Altersstufen gesungen werden. ­ cn

    AZ 17.09.2018

  • Ribbesbütteler besuchen Landesgartenschau

    Besuch der Landesgartenschau: Die Gemeinde Ribbesbüttel hatte zur der Fahrt eingeladen. privat

    Ribbesbüttel.Gut gelaunt, trotz schlechter Wetterprognosen und bei zwei starken Regenschauern während des Ausfluges konnte es den 45 Fahrtteilnehmern die gute Laune nicht verderben. Sie waren auf Tour – auf Einladung der Gemeinde Ribbesbüttel besuchte die Gruppe die Landesgartenschau in Bad Iburg.

    In zwei Gruppen bummelten die Ribbesbütteler über das Gelände der Landesgartenschau. Dort wurde auch das Mittagessen eingenommen. Danach folgte während der Rückreise in einem Hofcafé ein gemütliches Kaffeetrinken.

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    Besuch der Landesgartenschau: Die Gemeinde Ribbesbüttel hatte zur der Fahrt eingeladen. privat

    Begeistert waren die Teilnehmer vom Baumwipfelpfad und den unglaublich schönen Anlagen auf dem Gelände der Landesgartenschau vor dem Schloss in Bad Iburg. Alle waren sich einig: „Dort hätten wir mehr Zeit gebraucht“.

    AZ 11.09.2018

  • Ribbesbüttel: Arbeitskreis denkt über Verein und Dorftreffpunkt nach

    Im Dorf leben spricht über Angebote und Ideen – Lesung mit Krimiautor Oliver Peetz geplant

    Von Ron Niebuhr

    Ribbesbüttel.Der Arbeitskreis „Im Dorf leben“ ist seit 2016 in Ribbesbüttel aktiv. Mit lebendigem Adventskalender, Bücherschrank und Mitbringfrühstück hat er das Dorfleben bereichert. Auch in der Flüchtlingshilfe und für die Storchennester engagiert er sich. Angedacht ist nun, einen Verein zu gründen.

    Der harte Kern traf sich am Mittwochabend im Gemeindehaus in Ribbesbüttel. Annekatrin Plate und Christine Sonnenfeld berichteten, wie sie Flüchtlingen in Eins-zu-Eins-Betreuung helfen, Deutsch zu lernen. „Das macht sehr viel Spaß und manchmal lernen sogar wir noch was in deutscher Grammatik dazu.“ Wer helfen möchte, schaut montags von 16 bis 18 Uhr im Gemeindehaus vorbei.

    Am Ribbesbütteler Storchennest hat der Arbeitskreis eine Bank aufgestellt, weitere sollen in Blickweite beider Ausbütteler Nester kommen. Der Bücherschrank ist sehr beliebt im Dorf. Das Team dahinter plant ein besonderes Schmankerl für 2019: eine voraussichtlich eintrittsfreie Lesung des Krimiautors Oliver Peetz (“Katzentango“, „Katzenblues“, „Katzenpolka“).

    Das monatliche Mitbringfrühstück hat derzeit 15 bis 20 Stammgäste, es dürften aber ruhig mehr sein. Und für den lebendigen Adventskalender sind noch Gastgeber gesucht. Wer daran Interesse hat, wendet sich an Marion Klopp unter Tel. 0172-1606372 oder an Christine Sonnenfeld unter Tel. 0160-97328488.

    Thorsten Müller empfahl, einen Verein zu gründen, um Finanzen zu verwalten, Ansprechpartner zu bieten und weitere Aktionen umzusetzen. „Wir haben so viele tolle Ideen. Es wäre schade, wenn sie liegen blieben“, sagte Müller. Er hoffte auf Unterstützer, die Verantwortung im Verein übernehmen. Angestrebt ist nach wie vor, dass Gemeindehaus zum Dorftreffpunkt zu machen. Die Planung läuft, Kosten und Finanzierung sind noch zu klären. „Vor 2021 ist daher wohl eher nicht mit dem Baubeginn zu rechnen“, schätzte Müller.

    Wir haben so viele tolle Ideen. Es wäre schade, wenn sie liegen blieben.

    Thorsten Müller

    Im Dorf leben

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    Tatkräftige Runde: Der Arbeitskreis „Im Dorf leben" hat schon viel fürs Miteinander in der Gemeinde Ribbesbüttel gewuppt. Ron Niebuhr

    AZ 31.08.2018

  • Abschlussjahrgang von 1975 trifft sich wieder

    Die ehemaligen Lehrer sind beim Besuch in der Grundschule Ribbesbüttel dabei – und eine Schultüte gibt’s auch

    Ribbesbüttel.Am Vormittag wurden in der Grundschule Ribbesbüttel noch neue 25 Erstklässler eingeschult, am Nachmittag kamen dann etwa 25 mittlerweile etwas ältere Schüler aus dem Abschlussjahrgang 1975 zu Besuch. Schulleiterin Gabriele Meiners ließ es sich nicht nehmen, die Ehemaligen zu begrüßen und durch die in 40 Jahren stark erweiterte Grundschule zu führen. Eine Mensa oder einen Serverraum gab es damals noch nicht.

    Die Freude am Wiedersehen war riesig – und sie wurde noch größer, als die damaligen Lehrer Brigitte und Klaus-Dieter Meyer unter großem Applaus ihre ehemaligen Schüler begrüßten. Viele hatten sich seit Ende der Grundschulzeit nicht mehr wiedergesehen.

    Brigitte Meyer überreichte Gerhard Riedel stellvertretend für den Jahrgang eine Schultüte, es war schließlich Einschulungstag. Klaus-Dieter Meyer erläuterte mit bekanntem Humor die schwierigen Umstände, unter denen dieser Jahrgang beschult worden war. Die Gebietsreform von 1974 stand bevor, und kleine Schulen sollten zugunsten größerer Einheiten geschlossen werden. Die Grundschüler aus Ribbesbüttel, Vollbüttel und Winkel wurden deshalb in mehrmals wechselnden Gruppen in Ribbesbüttel und Vollbüttel unterrichtet. Und wegen des Lehrermangels musste Klaus-Dieter Meyer den Vollbütteler Jahrgang ungewohnterweise sogar als Erstklässler übernehmen. Das hat aber allen, so die einhellige Meinung, garantiert nicht geschadet.

    Nach dem Schulbesuch wurde das Klassentreffen auf dem Sportplatz Ribbesbüttel weitergeführt. Die Organisatoren Andrea Betker und Gerhard Riedel hatten viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt und alte Bilder und Geschichten zusammengetragen. Das Klassentreffen endete erst gegen 23 Uhr und die Versammelten beschlossen, dass das nächste Treffen nicht noch mal so lange auf sich warten lassen darf. Spätestens zur 50-jährigen Einschulung 2021 wollen sich alle wiedersehen.

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    1975 haben sie diese Schule verlassen: Ehemalige Grundschüler aus Ribbesbüttel trafen sich nach 43 Jahren wieder. privat

    AZ 17.08.2018

  • Noch ’ne Vollsperrung: Auch auf der L 320 läuft nichts mehr

    Straße bekommt zwischen B 4 und Leiferde eine Splittdecke zur Oberflächenbehandlung

    Ribbesbüttel/Leiferde.Eine Vollsperrung kommt selten allein: Ab Montag, 9. Juli, ist auch die L 320 zwischen der B 4 bei Ausbüttel und Leiferde dicht. Die Umleitung läuft nun praktisch umgekehrt zu der des Kreiselbaus auf der B 188.

    Auf der gesamten Strecke nimmt die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eine Oberflächenbehandlung mit vollflächigem Splitt vor – nur vor der Einmündung kommt eine neue Deckschicht. Henning Schwägermann sagt: „Die Baumaßnahme soll am 17. Juli wieder beendet sein.“ Von da an gilt erst einmal Tempo 40, weil die kommenden Wochen darauf der Verkehr den Splitt festfahren wird. Mitte August, spätestens aber vor Ende der Ferien, werde die L 320 noch einmal für etwa einen Tag gesperrt, um restlichen Splitt abzufegen und die Markierungen aufzubringen.

    Die Umleitung für den Verkehr in Richtung Osten führt ab Leiferde zum neuen Kreisel zur B 188, weiter zur B 4 und dann nach Ausbüttel – für den Verkehr in Richtung Westen umgekehrt.

    Die VLG weist darauf hin, dass sich bei den Buslinien 111 und 157 nichts ändert. „Die Busse fahren mit Ausnahmegenehmigung ohne Umleitung und dürfen den gesperrten Abschnitt befahren.“

    Die Arbeitsschutzrichtlinien hätten sich geändert und räumten der Sicherheit der Straßenbauer ein höheres Gewicht ein, so Schwägermann. „Deshalb haben wir jetzt mehr Vollsperrungen.“ Dafür gehe es auf den Baustellen schneller voran, als wenn der Verkehr noch vorbei fährt.

    Dass sich die Straßenbaumaßnahmen in den Ferien ballten, ist laut Schwägermann kein Wunder.

    VW habe berechnet, dass durch die Werksferien 70 Prozent weniger Fahrzeuge auf den Straßen in der Region unterwegs seien. rtm

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    Ab Montag: Auch die L 320 wird gesperrt. Sebastian Preuß

    AZ 07.07.2018

  • Neues Bauland: Im Osten könnte Ribbesbüttel weiter wachsen

    Planer stellt Bauausschuss ersten Entwurf für Fortschreibung des Flächennutzungsplans vor

    Ribbesbüttel.Wie und vor allem wo sollen sich Baugebiete in der Gemeinde Ribbesbüttel entwickeln? Volkmar Bolze vom Planungsbüro Dr. Schwerdt stellte am Dienstagabend im Umwelt-, Bau- und Wegeausschuss gemeinsam mit Gunnar Windmüller vom Bauamt der Samtgemeinde einen ersten Entwurf vor.

    „Ziel ist die Fortschreibung des Flächennutzungsplans“, erklärte Bolze. Unter anderem Bürgermeister Heinrich Stieghahn (CDU) betonte ausdrücklich: „Wir haben über Generationen hin kein Bauland gehabt, so dass viele junge Leute das Dorf verlassen haben.“ Dabei sei es auch für die Arbeit in den Vereinen dringend nötig, diese Menschen im Ort zu halten.

    Der Ausschuss war sich einig, dass die Wiese im Dorfkern Ribbesbüttels nicht bebaut werden soll. Als „komfortable Fläche“ bezeichnete Bolze hingegen die Ländereien östlich des Dorfs, „da haben Sie eine offene Flanke, die nach Bedarf erschlossen werden kann“. Hans-Werner Buske (CDU) schlug vor, „lieber in Richtung Rötgesbüttel zu bauen“. Sein Argument war der Bahnhof, „wir gehören zu einer Kirchengemeinde“, und seine Vision sei eine Sporthalle für beide Orte.

    Andreas Guth (SPD) fragte nach der Fläche zwischen Ortholz und Tierheim. „Wohnbebauung dort würde einen dörflichen Eindruck schaffen und dazu führen, dass Autos langsamer fahren.“ Bolze war skeptisch: „Dort müsste vermutlich ein Lärmschutzwall hin.“ In diesem Zusammenhang kam die Frage nach der Zukunft des Tierheims, Buske schlug vor: „Zwischen Ausbüttel Siedlung und dem Wertstoffhof wäre doch eine gute Fläche.“

    Für Vollbüttel schlug Bolze vor, den Ort Richtung Druffelbeck zu entwickeln. Auch die Flächen zwischen Raiffeisenstraße und Friedhof könnten langfristig bebaut werden, so Bolze. Buske äußerte die Idee, die Einmündung der Hauptstraße auf die Peiner Landstraße mit einem Kreisel zu entschärfen und die Tankstelle auf die nördliche Seite der Landesstraße zu verlegen. tru

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    Langfristig günstige Flächen für Baulandentwicklung: Am südöstlichen Dorfrand könnte Ribbesbüttel weiter wachsen. Christina Rudert

    AZ 28.06.2018

  • Nächste Baustelle: Peiner Landstraße wird ab 9. Juli gesperrt

    Ribbesbüttel.Die geplagten Vollbütteler und Ribbesbütteler stehen vor der nächsten Verkehrs-Belastung: Michael Kraft (CDU), Vorsitzender des Umwelt-, Bau- und Wegeausschusses, teilte mit, dass die Peiner Landstraße von Montag, 9. Juli, bis Mitte August komplett gesperrt wird, weil sie saniert werden soll. „Das Ganze soll in vier Bauabschnitten passieren“, zählte er die Phasen auf: „Angefangen wird im Westen, zuerst ist der Abschnitt Leiferde bis Vollbüttel dran.“ Dann folgt die Strecke von Vollbüttel nach Ribbesbüttel, anschließend die Strecke Ribbesbüttel bis Ausbüttel, und zum guten Schluss werden die letzten 200 Meter von Ausbüttel zur Kreuzung mit der B 4 gemacht.

    Im Ausschuss stellte sich die Frage, wie man verhindern könne, dass der Umleitungsverkehr sich seinen Weg über Druffelbeck sucht. „Darauf werden wir die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel ausdrücklich hinweisen müssen“, betonte Bürgermeister Heinrich Stieghahn.

    Christian Wrede (CDU) merkte an, dass die letzte Sanierung gerade erst sieben Jahre her sei. „Die ist dann wohl nicht ordentlich gemacht – so etwas sollte doch eigentlich länger halten.“ tru

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    AZ 28.06.2018

  • Kommt Rasenmähverbund?
    Einige sind noch skeptisch

    Nicht alle Mitgliedsgemeinden finden die Idee gut

    Isenbüttel.Ein zentraler Bauhof für alle Mitgliedsgemeinden erscheint wenig sinnvoll. Einzelne Aufgaben aber könnten sehr wohl zentralisiert werden. Zum Beispiel die Rasenpflege auf Sportplätzen. Das allerdings stieß nicht bei allen Mitgliedern des Samtgemeinderats auf besonders viel Gegenliebe.

    Es gehe um eine Gesamtfläche von 18,5 Hektar, sagte Bauamtsleiter André Schulz. Die setze sich im Wesentlichen zusammen aus den Sportplätzen der Gemeinden Isenbüttel, Ribbesbüttel und Wasbüttel sowie dem Parkplatz am Freibad in Edesbüttel und dem Bolzplatz an der Calberlaher Sporthalle. Letztere Flächen gehören beide der Samtgemeinde. Die Gemeinde Calberlah sieht keinen Bedarf, dem Rasenmäher-Verbund beizutreten. Sie hat ausreichend Gerätschaften und Mitarbeiter, um die Grünpflege selbst zu leisten.

    Hans-Werner Buske (CDU) wunderte sich, dass aus Ribbesbüttel Bedarf bekundet worden sei, denn Sparpotential sei nicht zu erkennen. „Bei uns ist die Sportplatzpflege nämlich Sache der Sportvereine. Warum sollten wir jetzt dafür aufkommen?“ Und überhaupt hafte dem Vorhaben „so ein Geschmäckle nach Einheitsgemeinde an“, sagte Buske. Aus Wasbüttel dagegen kam Lob für den geplanten Verbund: „Das ist kein Vorgriff auf eine Einheitsgemeinde, sondern eine sinnvolle Sache. Wir hören endlich mit dem Gewurschtel auf und kriegen einen sauberen Schnitt“, sagte Hartmut Jonas (Grüne).

    Angeschafft werden soll dafür ein straßenverkehrstaugliches Rasenmähgerät, sagte Schulz. Denn das muss immerhin 86 Kilometer zurücklegen, um alle Fläche zu erreichen und zu mähen.

    Der Samtgemeinderat sprach sich bei sechs Enthaltungen dafür aus, den Rasenmäh-Verbund auf den Weg zu bringen, sofern auch die fraglichen Mitgliedsgemeinden zustimmen. rn

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    Rasenpflege zentralisieren? Die Samtgemeinde hat angeboten, große Flächen der Mitgliedsgemeinden – etwa die Sportplätze – zu mähen. Ron Niebuhr

    AZ 26.06.2018

  • Ribbesbüttel bekommt eine temporäre Fußgängerampel

    Ribbesbüttel.Wenigstens ein Teilerfolg für die Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung in Ribbesbüttel um Jürgen Dimmler: Wie das Büro des SPD-Landtagsabgeordneten Philipp Raulfs gestern mitteilte, soll eine vorübergehende Fußgängerampel dafür sorgen, dass die Verkehrssicherheit erhöht wird.

    Aufgrund des Kreiselneubaus an der B188 kommt es aktuell gerade auf der ausgeschilderten Umleitungsstrecke zu einem stark erhöhten Verkehrsaufkommen. In Ribbesbüttel setzt sich die örtliche Bürgerinitiative (BI) rund um Dimmler mit dieser Thematik auseinander. Eine der zentralen Wünsche der Anwohnerinnen und Anwohner war dabei, für die Zeit der Baumaßnahme eine vorübergehende Fußgängerampel errichten zu lassen, um so die Verkehrssicherheit zu erhöhen und auch für eine bessere Akzeptanz der Umleitungsstrecke zu sorgen.

    Nachdem die BI an den SPD-Landtagsabgeordneten Philipp Raulfs herangetreten war, konnte dieser nun den Landkreis erfolgreich davon überzeugen, eine temporäre Fußgängerampel zu errichten. Raulfs dazu: „Es ist mir gerade auch hier ein Anliegen gewesen, für die Schulkinder eine sichere Querung der Straße zu ermöglichen. Ich möchte mich daher besonders bei der Bürgerinitiative, der Polizeiinspektion Gifhorn sowie der Kreisverwaltung für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken, die diesen Schritt ermöglicht hat.“

    Der Landkreis hat ebenso schon vorab zugesichert, dass auch beim nächsten Bauprojekt, dem Brückenneubau Brenneckenbrück, eine temporäre Fußgängerampel errichtet werden soll.

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    Ein Erfolg: Der Protest der BI um Jürgen Dimmler hat zur Folge, dass Ribbesbüttel eine temporäre Ampel erhält. Christina Rudert Archiv

    AZ 20.06.2018

  • Ribbesbüttel: Biogasanlage für Besucher geöffnet

    Ribbesbüttel.Biogasanlage und Blockheizkraftwerk öffnete die Ribbesbütteler Familie Löbbecke am Samstag für Besucher. Die bekamen bei Führungen dank anschaulicher Erklärungen von Stefan Löbbecke eine Idee davon, wie viel Technik und auch Leidenschaft drinsteckt.

    Biogasanlage und Blockheizkraftwerk liegen gut 700 Meter auseinander, verbunden sind sie über unterirdische Leitungen. Die Anlage steht außerhalb, das Kraftwerk mittendrin in Ribbesbüttel. Letzteres aus gutem Grund: „So können wir die Wärme auf kurzem Weg zu unseren Kunden liefern“, sagte Löbbecke. Die Wärme, die 50 Haushalte über einen 1000-Kilowatt-Heizkessel im Dorf erreicht, entsteht als Nebenprodukt in der Stromerzeugung mittels eines 900-Kilowatt-Motors.

    Den Motor haben Löbbeckes erst Ende 2017 in Betrieb genommen. Zuvor setzten sie auf einen kleineren Motor: „Der lieferte nur 400 Kilowattstunden Strom und Wärme“, sagte Löbbecke. Er musste rund um die Uhr laufen, um den Bedarf zu decken. Jetzt dient er im Grunde nur noch dazu, möglichen Mehrbedarf an Strom oder Wärme aufzufangen. Der große Motor dagegen schafft in nur zehneinhalb Stunden das gleiche Pensum wie der kleine.

    Das Blockheizkraftwerk könnte zur Not übrigens auch mit Heizöl betrieben werden. Der 4000-Liter-Tank wäre aber wohl je nach Nachfrage in knapp sechs Stunden aufgebraucht. Da Wärme nicht immer gleich angefordert wird, hat die Ribbesbütteler Familie zwei Pufferspeicher aufgestellt. Oder besser gesagt hingelegt, denn „aufrecht wären sie wohl so hoch wie der Kirchturm“, fassen sie doch jeweils 120.000 Liter. rn

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    Leidenschaft für Technik: Stefan Löbbecke erklärte, wie Biogasanlage und Blockheizkraftwerk funktionieren. Ron Niebuhr

    AZ 18.06.2018

  • Waldbrand-Ausbreitung verhindern

    Gemeinsame Übung der Feuerwehren aus Allenbüttel, Calberlah, Isenbüttel, Wasbüttel und Ribbesbüttel

    Vollbüttel.„Die Kolonnenfahrt hat ja schon mal ganz gut geklappt“, stellte Übungsleiter Thomas Stahl am Donnerstagabend fest, als die fünf Einsatzfahrzeuge der Ortsfeuerwehren Allenbüttel, Calberlah, Isenbüttel, Wasbüttel und Ribbesbüttel mit insgesamt 47 Einsatzkräften am angenommenen Einsatzort westlich von Vollbüttel eingetroffen waren.

    Dort galt es laut Übungsplan für den Löschzug, eine Wasserversorgung über eine 400 Meter lange Wegstrecke aufzubauen und mit einer Riegelstellung die Ausbreitung eines Waldbrandes zu verhindern.

    Für den Erstangriff rückten die Tanklöschfahrzeuge aus Isenbüttel und Calberlah vor. Mit den 4300 Litern Wasser aus den beiden Tanks konnten die drei Löschtrupps die Zeit überbrücken, bis das Wasser aus dem Beregnungsbrunnen des ansässigen Gartenbaubetriebs zur Verfügung stand.

    Die Ribbesbütteler hatten mit ihrer Pumpe und den ersten Schlauchmetern ihren Einsatzort direkt am Brunnen. Wasbüttels Fahrzeug hat 1200 Meter bereits zusammengekoppelten B-Schlauch geladen, der von dem im Schritttempo fahrenden Wagen nach und nach abgerollt wurde. Und die Allenbütteler sorgten dafür, dass das ankommende Wasser auf die drei Schläuche der Löschtrupps verteilt wurde.

    Schnell stellte sich heraus, dass der Beregnungsbrunnen im Ernstfall nicht genügend Wasser hergegeben hätte. Gemeindebrandmeister Björn Kölsch, der die Übung beobachtete, erklärte: „Hier in der Gegend stehen im Ernstfall weder offene Gewässer noch Löschbrunnen zur Verfügung. Mit 300 Litern Wasser pro Minute aus dem Beregnungsbrunnen kommen wir aber nicht weit – es muss hier also etwas getan werden.“

    Mit der Kommunikation zwischen den Gruppenführern der Ortswehren waren sowohl Kölsch als auch Stahl zufrieden. „Es dauert etwa eine Stunde, bis unser Wagen nach so einer Übung oder einem Einsatz wieder eingeräumt ist“, berichtete Ortsbrandmeister Jens Zirbes – der neu angeschaffte Schlauchwickler kam zum ersten Mal zum Einsatz. „Der erleichtert das sehr“, stellte Kölsch fest, musste doch bislang jeder Schlauch auf dem Boden liegend per Hand aufgerollt werden. Für die Schlauchleitung gab es ein Extra-Lob vom Übungsleiter: „Die Schläuche lagen alle so, dass im Einsatzfall ein Fahrzeug daran vorbei gekommen wäre. tru

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    Erst in Kolonne fahren, dann Wasser über eine lange Wegstrecke heranführen: Der Löschzug Isenbüttel mit 47 Einsatzkräften aus fünf Ortswehren übte am Donnerstagabend. Christina Rudert

    AZ 16.06.2018

  • „Hupkonzert ohne Ende“ bei Protestaktıon auf der L 320

    Ribbesbütteler parken die Landesstraße zu.

    Von Reiner Silberstein

    Ribbesbüttel. Der Spaß sei jetzt vorbei, sagt Karsten Dimmler von der Bürgerinitiative verkehrsberuhigtes Ribbesbüttel. „Wir machen ernst.“ Um auf das große Verkehrsaufkommen auf der Peiner Landstraße (L 320) aufmerksam zu machen, haben die Anwohner am Dienstagnachmittag gegen 15.15 Uhr zu einem aufsehenerregenden Mittel gegriffen: Sie haben die Straße mit zehn Fahrzeugen im schönsten Berufsverkehr zugeparkt.

    Die Folge: „Es staute sich bis zur Bundesstraße 4“, so Dimmler. In die andere Richtung ebenfalls. „Im Ort ging nichts mehr. Es gab ein Hupkonzert ohne Ende. War aber alles legal.“ Die Mitglieder der Bürgerinitiative sind sich sicher, dass der Stau am Dienstag noch Wellen schlagen wird – bis nach Gifhorn.

    Andreas Schittko, der Leiter Einsatz- und Streifendienst bei der Polizei in Meine, bestätigt die Parkaktion gegenüber der Rundschau - denn die Beamten wurden etwa nach einer Stunde von Betroffenen hinzugerufen: „Wir haben mit den Leuten geredet, sie waren sehr vernünftig. Dann haben sie die Autos auch gleich beiseite gefahren.“ Kleinere Aktionen mit zwei Autos habe es auch schon zuvor gegeben - „ungefährlich“, so Schittko. Die Aktion am Dienstag mit zehn Autos hintereinander in der Nähe einer Kurve stuften die Beamten dann aber doch als Gefahrenstelle ein.

    Laut Polizei hätten die Ribbesbütteler als Grund für ihre Aktion Geschwindigkeitsüberschreitungen am westlichen Ortseingang angegeben. Schittko: „Bei dem Verkehr kann man aber nicht zu schnell fahren.“ Ein Messwagen habe innerhalb einer halben Stunde kurz vor der Aktion keine Verkehrssünder festgestellt.

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    Die Autos stauten sich vor Ribbesbüttel kilometerlang.      Foto: privat

    GR 07.06.2018

  • Querungshilfe an Bushaltestelle scheitert an den Hochborden

    Ribbesbüttel.Ribbesbüttels Bürgermeister Heinrich Stieghahn kann den Frust der Bürgerinitiative Pro Verkehrsberuhigung gut verstehen: „Die Behörden legen ihre Paragrafen zugrunde, ohne die Betroffenen zu sehen.“ Der Plan, an der Bushaltestelle Am Lindenhof eine Querungshilfe zu bauen, wird sich allerdings auch nicht umsetzen lassen.

    Stieghahn verweist darauf, dass die L 320 nicht nur bei Baumaßnahmen als Umleitungsstrecke ausgewiesen wird. „Jeder Unfall auf der B 4 ist bei uns zu merken, auch Staus auf der Autobahn.“ Aus der Ausnahmesituation ist der Normalzustand geworden.

    Dafür sprechen auch die Zahlen, Ribbesbüttels Verwaltungsleiterin Renate Finke hat sie für die AZ zusammengestellt: Täglich fahren von Vollbüttel kommend 6000 Fahrzeuge durch Ribbesbüttel – gezählt vor der Einrichtung der jüngsten Umleitung. Die Tempomesstafel hat als höchsten Wert 148 Stundenkilometer aufgezeichnet. Und etwa 40 Schul- und Kindergartenkinder leben nördlich der Peiner Landstraße.

    Die Querungshilfe an der Bushaltestelle scheitert daran, dass Fußgänger, die sie benutzen, dann direkt an den Kasseler Hochborden landen – eine Barriere für Rollstuhlfahrer, Rollator-Nutzer und Eltern mit Kinderwagen. „Und wenn wir die Querungshilfe um 100 Meter versetzen, nutzt sie keiner mehr, weil alle den kürzesten Weg nutzen“, vermutet Michael Kraft, Vorsitzender des Bauausschusses. Nicht der einzige Grund, warum eine Querungshilfe dort nicht geht: „Die Fläche reicht nicht“, sagt Kraft. tru

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    Problematisch: An der Bushaltestelle Am Lindenhof kann keine Querungshilfe gebaut werden, woanders ergibt sie weniger Sinn.

    AZ 02.06.2018