Geschafft: 500. Radtour

Warmbüttel. Die Radgruppe aus Warmbüttel hat ihre 500. Tour hinter sich es. Los ging es in Warmbüttel über Vollbüttel weiter nach Winkel. Schließlich landete die Gruppe am Tankumsee, um dort eine längere Pause einzulegen, bevor es wieder zurückging.

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GR 07.11.2018

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Preisschießen in Vollbüttel: Sven Böhnke holt den ersten Platz

Vollbüttel. Mit einem spannenden Preisschießen unterhielt Vollbüttels Schützenverein jetzt das Dorf. 59 Schießsportbegeisterte wollten es an zwei Wochenenden wissen. Den Hauptpreis – ein halbes Schwein – sicherte sich Sven Böhnke mit einem Gesamtteiler von 14,3.

Schießsportleiter Frank Holste und Stellvertreter Steffen Heuke freuten sich über starken Zuspruch beim traditionsreichen Wettbewerb. „Es machen von Saison zu Saison mehr Leute mit“, berichtete Holste. An vier Tagen hatten alle Teilnehmer die Chance, möglichst niedrige Gesamtteiler zu erzielen. Die ergaben sich aus den zwei besten Einzelteilern beim Schießen mit dem Luftgewehr, sitzend aufgelegt, auf zehn Meter entfernte Scheiben.

„Nach dem Pflichtsatz konnte man so viele Schüsse nachkaufen, wie man wollte“, erklärte Holste. Angesichts attraktiver Schweinepreise machten nicht wenige Schützen im 59-köpfigen Teilnehmerfeld davon Gebrauch. Letztlich siegte Sven Böhnke mit einem Gesamtteiler von 14,3 vor Marion Holste (22,1) und Andreas Köller (22,3). Den ersten Platz belohnte der Schützenverein mit einem halben Schwein, den zweiten mit einem Vorder- und den dritten mit einem Hinterschinken. Und: „Alle weiteren Plätze erhalten ebenfalls Preise. Bei uns geht niemand leer aus“, versicherte Holste.

Daneben prämierten sein Stellvertreter und er die tagesbesten Schützen im Wettbewerb. Gleich an zwei Tagen hatte Sven Böhnke mit Einzelteilern von 8,7 und 5,6 die Nase vorn – dafür bekam er einen Toaster. Marion Holste mit 8,6 und Silke Köhler mit 8,9 waren ebenfalls Tagesbeste und erhielten als Lohn jeweils Gutscheine über zehn Euro. rn

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Glückwünsche: Frank Holste (2.v.l.) und Steffen Heuke (2.v.r.) kürten die Sieger des Vollbütteler Schweinepreisschießens. Ron Niebuhr  

AZ 03.11.2018

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Ribbesbüttels Politik erstellt Richtlinien zur Vereinsförderung

Ribbesbüttel. Mit Anträgen für Zuschüsse an Vereine befasste sich Ribbesbüttels Jugend-, Kultur- und Sportausschuss am Donnerstagabend. Auch erwog das Gremium, sich mal grundsätzlich mit dem Thema zu befassen. Angedacht ist jetzt, Richtlinien zur Vereinsförderung zu entwickeln.

Vollbüttels Schützen haben in ihrem Kleinkaliberschießstand die Fenster und Türen erneuert. Ausschussvorsitzender Raimund Heimann erläuterte, dass für Ausbau und Entsorgung der alten, undichten und nur schlecht isolierenden Türen und Fenster sowie Kauf und Einbau der neuen Kosten von 3432,87 Euro angefallen seien. Der Ausschuss empfahl, die Summe in voller Höhe zu übernehmen. „Das ist so üblich“, sagte Heimann.

Für zehn Tische und 50 Stühle in Ribbesbüttels Schützenheim sollen im Haushaltsplan des kommenden Jahres nach einstimmigem Votum 7000 Euro vorgesehen werden. „Das vorhandene Mobiliar ist wohl noch älter als das Gebäude. Und das ist von 1995“, sagte Ulf Kehlert (SPD). In entsprechend schlechtem Zustand seien die jetzigen Tische und Stühle, ergänzte Christian Wrede (CDU): „Sie sind alle ziemlich hinüber.“

Vollbüttels Kinomuseum soll bei Betriebskosten von rund 3000 Euro einen Zuschuss in Höhe von 2000 Euro erhalten – allerdings nur einmalig. Wie man künftig mit Zuschuss-Anträgen der Vereine umgeht, sollen Richtlinien vorgeben.

Hella Klinge (SPD) erklärte sich bereit, ein Konzept zu entwerfen. Darüber soll in der kommenden Sitzung weiter beraten werden.

Zudem empfahl der Ausschuss eine Sachspende im Gegenwert von rund 1500 Euro des Braunschweiger Hornbach-Baumarktes anzunehmen: entweder eine Kletterpyramide oder ein Kriechtunnel für den Spielplatz in Ausbüttel. Was es wird, sollen die Anwohner entscheiden. rn

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Zuschuss gewährt: Die Gemeinde trägt die Betriebskosten des Vollbütteler Kinomuseums einmalig zu zwei Dritteln. Ron Niebuhr Archiv

AZ 29.10.2018

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Furcht vor Machtverlust überwiegt

Bei der Abstimmung zum Thema Einheitsgemeinde gibt es in den Gemeinden mehr Argumente dagegen.

Daniela Burucker, Daniela König und Reiner Silberstein

Isenbüttel. Das Kapitel Einheitsgemeinde ist in Isenbüttel erst einmal beendet - drei Gemeinderäte haben dagegen gestimmt, nur Wasbüttel war dafür. So verliefen die Diskussionen dazu:

Isenbüttel: Ein derart eindeutiges Votum hatte kaum jemand im Saal erwartet. Von Redner zu Redner wich die zu Beginn der Beratungen spürbare Anspannung. Bei seiner Stellungnahme arbeitete Gemeindedirektor Klaus Rautenbach die Beschlussvorlage der Samtgemeinde ab. "Bislang hat keiner belegt, dass die Arbeit für die Ortsräte weniger wird", sagte er. Auf der Habenseite sah er einzig eine spürbare Entlastung der Gemeindebürgermeister und echte Einsparungen lediglich durch den Wegfall der Fachausschüsse. Die Beschreibung etlicher Vorteile in der Vorlage bezeichnete er als "nicht ganz seriös." Rautenbach erinnerte an das hohe Niveau etwa bei der Sportförderung. "Ich wage die Prognose, dass wir das nicht halten könnten", sagte er.

Jeder, der das Wort ergriff, tat das, um sein Nein zu begründen. Eine Lanze für die Einheitsgemeinde brach niemand. Einzig Elisabeth Krull (IWG) zählte Vorteile auf und hinterließ den Eindruck, dass sie bis zum Schluss mit sich rang.

Zum Abschluss der Diskussion sprach sich auch Bürgermeisterin Tanja Caesar gegen die Aufnahme von Verhandlungen aus. Wie alle Vorredner widerstrebe ihr, dass der Gemeinde Entscheidungsbefugnis und Gestaltungsmöglichkeiten verloren gingen. "Ich bin für das jetzige Konzept", erklärte Ralf May (SPD). Trotz deutlicher Vorzeichen waren dennoch viele am Tisch erstaunt, das sich mit 15 von 17 Stimmberechtigten eine so überwältigende Mehrheit gegen den Vorschlag der Samtgemeinde aussprach. Das Bürgerinteresse war überschaubar. Nur etwa zehn Zuhörer folgten der Sitzung.

Calberlah: Für Jochen Gese (CDU) war der Fall klar: "Ortsräte einer Einheitsgemeinde sind bestenfalls noch als Ausschüsse zu bewerten." Deshalb gab es vor den rund zehn Zuschauern im Gemeindebüro eine klare Absage der ganzen CDU-Riege. Annegret Langbein (CDU): "Wir wollen lieber selbstbestimmt bleiben als fremdbestimmt werden." Für Jörg Baronick (UWG) war klar: Man solle kein Geld mehr für etwas ausgeben, "was sowieso nicht kommt". Die Diskussion habe schon im Vorfeld viel Geld gekostet.

Dabei hatte die SPD noch für die Umwandlung plädiert: "man sollte sich wenigstens nicht den Verhandlungen verwehren", sagte SPD-Sprecher Phillip Passeyer. Er beantragte die geheime Wahl.

Mit Aufnahme von Verhandlungen sei noch keine Entscheidung gefallen und es gebe noch viele Ideen, sagte Monika Worgul (SPD). "Wir haben ja schon viel zentralisiert, weil wir es allein nicht mehr schaffen."

Wasbüttel: Eine "harmonische Ratssitzung" sei es in Wasbüttel gewesen, bescheinigte Bürgermeister Hartmut Jonas der Diskussion im Wasbütteler Dorfkrug auf Rundschau-Nachfrage - mit Pro und Contra. Den Gegnern aus SPD und von den Grünen sei vieles noch "zu vage" gewesen. Es habe die Befürchtung bestanden, dass eine kleine Gemeinde wie Wasbüttel künftig in einem Einheitsrat überstimmt werde, weil sie nicht viele Stimmen erhalte.

Die Befürworter - aus dem Lager der CDU - plädierten trotz vieler noch offenen Punkte dennoch dafür, erst einmal überhaupt Verhandlungen zu beginnen.

Über allem habe aber bei der Beratung ohnehin die Überzeugung mitgeschwungen, dass die größeren Gemeinden gegen die Umwandlung seien. Der Eindruck trügte schließlich nicht. "Es ist, wie es ist", sagte Jonas, "wir nehmen das zur Kenntnis, das ist Demokratie."

Ribbesbüttel: In der Gemeinde Ribbesbüttel hielten sich Pro und Contra die Waage. Hans-Werner Buske (CDU) befürchtete, dass gewisse Ansprüche aus den einzelnen Dörfern gar nicht mehr nach Isenbüttel gelangten. Und er rechnete mit mehr statt weniger Kosten. Zudem gab er zu bedenken, dass 44 Straßennamen, die in der Samtgemeinde doppelt vorkommen, umbenannt werden müssten. "Es bringt für Ribbesbüttel keinerlei Vorteile."

Auch Andreas Guth (SPD) glaubte, dass die Belange der Gemeinde im Vergleich weniger berücksichtigt werden könnten. "Im Moment werden die Entscheidungen hier vor Ort getroffen. Bei einer Einheitsgemeinde wird der Arm länger. Wenn es später darum geht, Prioritäten abzuarbeiten, glaube ich, dass wir relativ weit nach hinten rücken werden."

Ulf Kehlert (SPD) hingegen sah in einer Einheitsgemeinde unter anderem die Chance, Vereine besser fördern zu können. Seiner Meinung nach habe bislang in der Politik immer der Anspruch bestanden, für alle Mitgliedsgemeinden gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen.

Während Heimann Raimund (SPD) zufrieden sei, wie es derzeit in den Fachausschüssen laufe und keine Veränderung wolle, zeigte sich Hella Klinge (SPD) noch unentschlossen. Wenn verhandelt werde, müsse dies bis zum Schluss offen passieren. "Damit wir nicht das Gefühl haben, dass wir zu etwas genötigt werden, das wir nicht mittragen wollen." Zudem solle man das Gefühl, "die da oben machen doch eh, was sie wollen", das viele Bürger ohnehin schon hätten, nicht unterschätzen.

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Auf den Spuren der Edelherren

Ein Vortrag offenbart interessante Geschichte von Aller und Oker.

Anja Alisch

Vollbüttel. Einen Baggerbiss hat es am Weinberg in Meinersen noch nicht gegeben. Eine Grabung auch nicht. Und doch steht fest, dass sich am östlichen Okerufer noch eine ganze Menge Geschichte verstecken muss. Zu diesem Thema hatte die FDP Gifhorn-Süd im Rahmen eines umfangreichen Vortragsabends eingeladen - und das Kinomuseum platzte fast aus allen Nähten.

Und obwohl in Vollbüttel gelegen, ist die Geschichte der Edelherren aus Meinersen dort nicht ganz falsch untergebracht, wie Hausherr Peter Schade-Didschies verriet: Bei der Suche nach einem geeigneten Standort für das Museum wäre die Wahl fast auf Meinersen gefallen. Was aber hat es mit einer Burgstelle im Ort auf sich? Archäologe Klaus Borchert zeigte zunächst, dass sich der Verlauf der Oker zur Aller hin veränderte, die Mündung rutschte - wahrscheinlich durch einen Klimawandel bedingt - auf kürzerem Weg zum Treffpunkt in Müden weg von Wienhausen.

Das machte Meinersen zum strategisch günstigen Herrensitz von Edelherrn (später wurden daraus Freiherrn/Barone). Ihr Auftreten in der politischen Welt ist ab 1142 dokumentiert, auch in der sogenannten "Gründungsurkunde der Hanse" tauchen sie auf. Einer Aufzeichnung aus den 1950er Jahren ist die Lage der Burg klar zu entnehmen: ein 62 mal 43 Meter großes Areal, rund 125 Meter vom Köthnerhof entfernt. Heute befinden sich darauf Stall und Reitplatz.

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Auf den Spuren der Edelherren von Meinersen: Klaus Borchert (links) und
Hans Altenburg referierten im Kinomuseum zur regionalen Geschichte an Al-
ler und Oker.   Foto: Anja Alisch

Historiker Hans Altenburg ergänzte dies durch umfangreiche genealogische Tafeln. Eine immense Forschungsarbeit, da nur noch 2 bis 3 Prozent der Originalquellen erhalten blieben, der Großteil verschwand zwischen 1945 bis 49. Anhand der Namen und familiären Verbindungen zog er Schlüsse darauf, dass die Meinersener Herren von der Quelle bis Müden eine Kontrolle des gesamten Flusslaufs ausübten mit Meinersen als Zentrale. Eine Wasserburg habe es aber nie gegeben.

Altenburgs Fazit: Es gibt noch Arbeit für Historiker.

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