Gifhorner Hut für Peter Schade-Didschies

Der 33. Träger des Gifhorner Hutes steht fest: Peter Schade-Didschies gehört nun zum Kreis der für bürgerliches Engagement Geehrten.

Gifhorn. Der neue Hutträger entdeckte seine Leidenschaft für Film und Technik bereits im Kindesalter, stellten ihn die im Vorjahr Ausgezeichneten, Anita Keller und Alfred Torsten Sauerbrei, im voll besetzten Gifhorner Eiskeller Hutträgern sowie Vertretern aus dem öffentlichen Leben vor. Der 1947 in Celle geborene und gelernte Elektroinstallateur arbeitete an der Pädagogischen Hochschule, der heutigen TU Braunschweig, und war am Aufbau der Medientechnischen Werkstatt beteiligt. Vor 22 Jahren brachte Schade-Didschies das Kinomuseum in Vollbüttel zum Laufen.

Auf 200 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt die Einrichtung Kinoprojektoren, historische Mikrofone, Schallplattenschneidemaschinen und Fernsehprojektoren der ersten Stunde. Darüber hinaus gehören Filme aus fast 100 Jahren Kinogeschichte zum Repertoire. Hunderte Kino- und 1000 Schulfilme kann der Verein Besuchern vorführen.

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Auszeichnung im Eiskeller: Peter Schade-Didschies (re.) ist 33. Träger des Gifhorner Hutes für bürgerschaftliches Engagement. Quelle: Lea Rebuschat

Zum 250-jährigen Bestehen der TU Braunschweig im Jahr 1995 entstand der Film „Der Geist der Carolo-Wilhelmina“, bei dem Schade-Didschies an Drehbuch, Kameraführung und Filmschnitt mitarbeitete. 2000 machte er einen Film über das pädagogische Konzept der Laagberg-Schule in Wolfsburg. Zwei Jahre lang betreute er ein Bastelprojekt am Kindergarten Isenbüttel.

Diese und weitere Beispiele führten Sauerbrei und Keller an. „Dieses kulturelle Engagement verdient besondere Anerkennung.“ Danach setzte Marie-Louise Fischer, Sprecherin der Gifhorner Hutträger, Schade-Didschies den Hut auf. USK-Major Karsten Ziebart gratulierte.

„Eigentlich mag ich nicht so einen Rummel um meine Person“, sagt Schade-Didschies. „Aber das ist eine der Ehrungen, die ich tatsächlich annehmen kann. Weil es eine Auszeichnung von engagierten Bürgern für engagierte Bürger ist.“ In seiner Dankesrede sprach er die Mithilfe zahlreicher Mitstreiter an und ging auf aktuelle gesellschaftliche Fragen ein. Was ihn zurzeit besonders beschäftige sei, „die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden“.

Von Dirk Reitmeister

AZ 03.03.2019

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Mit der Feuerwehr auf geselliger Runde

Vollbüttel. Frühlingshaft fiel die Winterwanderung der Vollbütteler Feuerwehr und ihrer Gäste aus – bei Temperaturen um 15 Grad. Trotzdem hielten die Brandschützer am geplanten Mittagsmenü fest: Grünkohl mit Kartoffeln, Bregenwurst, Kasseler und einem kräftigen Schlag Senf. 

„Das ist doch kein Grünkohlwetter. Bratwurst vom Grill müsste es geben“, sagte Wanderer Klaus Becker – und stand dann doch ganz vorn in der Schlange an der Essensausgabe, um sich eine ordentliche Portion des klassischen Wintergemüses mit deftigen Beilagen schmecken zu lassen. Wohl 80 oder 90 weitere Gäste reihten sich hinter Becker ein. Alle waren heiß auf Grünkohl.

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Deftige Belohnung: Nach sieben Kilometern Fußmarsch gönnten sich die Vollbütteler ein herzhaftes Mittagsmahl. Ron Niebuhr

Der vorangegangenen Wanderung hatten sich 45 Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeschlossen. Die Strecke führte durchs Vollbütteler Holz bis nach Klein Vollbüttel und wieder zurück. Für Ortsbrandmeister Peter Evers bestand kein Zweifel, dass man sich das herzhafte Mittagsmahl redlich verdient hatte: „Sieben Kilometer! So viele Schritte! Meine Smartwatch war ganz stolz auf mich.“ Seine Stellvertreterin Katharina Rinkel konnte sich einen Seitenhieb gegen den im Dorf eher als leidenschaftlichen Autofahrer bekannten Feuerwehrchef nicht verkneifen: „Die Smartwatch hast du doch eigentlich nur als Totmelder“, scherzte sie.

Nach dem von Feuerwehrkoch Achim Hodel und seiner Küchencrew servierten Grünkohl war der auch dank ausgiebiger Plauderei sehr gesellige Tag im Raiffeisengebäude übrigens noch längst nicht vorüber, denn: „Uns gelingt immer ein fließender Übergang vom Mittagessen zu Kaffee und Kuchen“, sagte Evers und schmunzelte. Sieben Kilometer Fußmarsch erforderten in Vollbüttel eben reichlich kulinarischen Ausgleich. rn

26.02.2019 AZ

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Ribbesbüttel: Rat stimmt für Kauf der Alten Schule

Kosten von 1,4 Millionen Euro – Erste Pläne für Nutzung

Ribbesbüttel. Ein großes Projekt kommt auf Ribbesbüttel zu. Denn der Gemeinderat beschloss am Donnerstag, der Kirche die Alte Schule abzukaufen und das historische Gebäude zum Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft umzugestalten – geschätzte Kosten: 1,4 Millionen Euro.

Noch gehört die Alte Schule der St. Petri Kirchengemeinde. Im Arbeitskreis „Im DorfLeben“ kam der Wunsch auf, das Gebäude zum Ortsmittelpunkt zu machen. Den ersten großen Schritt dafür schaffte nun der Rat.

Vorgesehen ist, das Haupthaus nebst Anbau energetisch zu modernisieren und umzubauen. Im dann barrierefreien Erdgeschoss sollen Saal, Küche, Gruppenräume und Toiletten Platz finden, im Obergeschoss weitere Gruppenräume. Ein Aufzug lässt sich im oder am denkmalgeschützten Gebäude nicht realisieren. Im Anbau könnte das Gemeindebüro untergebracht werden. Und die Kirchengemeinde möchte Räume mieten.

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Vom Rat einstimmig beschlossen: Die Gemeinde Ribbesbüttel kauft die Alte Schule von der St. Petri Kirchengemeinde. Ron Niebuhr

Der Rat fasste seinen Beschluss unter dem Vorbehalt, dass Fördermittel fließen: 500.000 Euro aus ZILE-Basisdienstleistungen, 120.000 Euro aus ZILE-Kulturerbe, 300.000 Euro von der Kirche. So bliebe bei Gesamtkosten von 1,4 Millionen Euro ein Eigenanteil der Gemeinde von 480.000 Euro. Weitere Zuschüsse könnten aus der Aktion Mensch und der Klosterkammer kommen. „So viel Beachtung, wie unser Projekt überregional findet, stehen unsere Chancen wohl nicht schlecht für Fördermittel“, sagte Stefan Löbbecke (CDU).

Die ZILE-Fördermittel wären zwar für zwölf Jahre zweckgebunden, das Risiko sei dennoch gering: „Zur Not stoßen wir das Gebäude danach wieder ab“, sagte Löbbecke. Hans-Werner Buske empfahl dennoch, schon mal nach neuen Einnahmequellen zu suchen, um Unterhaltung, Abschreibungen und womöglich Kredittilgung zu leisten. rn

AZ 23.02.2019

 

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Outdoor-Cooking beliebt:

39 Teilnehmer sind dabei

Ribbesbüttel. Zum Kochen braucht man keine Küche: Das zeigte sich beim Outdoor-Cooking von „Im DorfLeben“ in Ribbesbüttel. Harald Schönhoff, Andreas Schreiber und Thorsten Müller zauberten Leckeres im Dutch Oven. 39 Teilnehmer ließen sich den kulinarischen Spaß nicht entgehen.

„Gerechnet hatten wir mit vielleicht zehn bis 15 Interessierten“, sagte das Trio. Doch den Ansturm flaute nicht ab, so standen letztlich 15 Ribbesbütteler auf der Warteliste und 39 weitere im Garten an der Alten Schule. Dort empfingen Müller, Schreiber und Schönhoff die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer ersten, süßen Köstlichkeit aus dem Dutch Oven: frisch gebackenem Apfelkuchen. Dazu gab es Vanille-Eis. „Das Rezept dafür und für die anderen Gerichte verteilen wir später“, sagte Schönhoff.

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Super angekommen: „Im DorfLeben“ rief zum Outdoor-Cooking im Dutch Oven auf. 39 Ribbesbütteler machten mit. Ron Niebuhr

So kann es jeder nachkochen. Vorausgesetzt er nennt einen Dutch Oven sein Eigen. Der gusseiserne Topf wird von unten und oben mit Eierkohlen kräftig angeheizt. In den USA und in Australien wird er seit dem 18. Jahrhundert zum Kochen, Braten und Backen genutzt. In Ribbesbüttel bereitete „Im DorfLeben“ mit seinen Gästen darin zwei Mal Schichtfleisch und ein Mal Chili con carne zu. „Wer in welche Gruppe kommt, losen wir aus. So bilden sich nicht immer die gleichen Cliquen“, sagte Schönhoff. Die Idee des gemeinsamen Kochens: neue Leute kennenlernen.

Da passte es wunderbar, dass „nicht nur die üblichen Verdächtigen hier sind, sondern auch viele neue Gesichter“, freute sich Schönhoff. Ebenso klasse war, dass die Aktion alle Generationen ansprach. Übrigens: „Wir haben auch ein paar Nieten im Lostopf. Wer sie zieht, ist mit Abwaschen dran“, scherzten Schönhoff, Schreiber und Müller. rn

25.02.2019 AZ

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Die Vereinsgründung "Im Dorfleben" fällt heute aus

Die Gemeindeverwaltung konnte satzungsrechtliche Fragen nicht rechtzeitig klären.

Ribbesbüttel. Der Arbeitskreis im Dorfleben Ribbesbüttel teilt mit, dass irrtümlich für den heutigen Mittwoch, 13. Februar, im Gemeindehaus "Alte Schule" ein Spieleabend für Familien angekündigt worden war. Diese Terminierung war falsch, wie Thorsten Müller vom Fachbereich Bürgerdienste, Ordnung und Jugend - Jugend & Soziales - der Samtgemeinde Isenbüttel mitteilt.

Geplant gewesen sei an diesem Tag die Vereinsgründung "Im Dorfleben". Allerdings müsse die für den 13. Februar um 18.30 Uhr geplante Gründung des Vereins "Im Dorfleben" verschoben werden, heißt es in der Pressemitteilung.

Zur Begründung heißt es, dass satzungsrechtliche Fragen vorher nicht abschließend geklärt werden konnten. Ein neuer Termin zur Vereinsgründung werde über die Tageszeitung bekannt gegeben, kündigt Thorsten Müller an.

Die Veranstaltung "Draußen Kochen" am Samstag, 23. Februar, sei erfreulicherweise ausgebucht.

Weitere Anmeldungen können deshalb nicht mehr berücksichtigt werden, so die Samtgemeindeverwaltung.

Es sei geplant, diese Veranstaltung im zweiten Quartal dieses Jahres zu wiederholen. Details seien der Tageszeitung oder einem Flyer zu entnehmen.

Ferner müsse der Spieleabend am Samstag, 23. Februar, um 18 Uhr aufgrund der Veranstaltung "Draußen Kochen" ausfallen, so die Pressemitteilung.

Der nächste Spieleabend findet dann am Freitag, 29. März , von 18?Uhr an im Gemeindehaus "Alte Schule" statt, heißt es abschließend. red

13.02.2019 GR

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