Schützen Vollbüttel freuen sich über neue Mitglieder

Der Verein trifft sich zur Jahreshauptversammlung und wählt einen neuen Vorstand.

Vollbüttel Bei der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Vollbüttel wies Vorsitzender Lukas Pfeil auf verschiedene geplante Aktivitäten der Gemeinde wie Bürgerfrühstück und Putzaktion im Ort hin. In seinem Jahresbericht zog er ein Fazit über die Veranstaltungen im abgelaufenen Schützenjahr und berichtete von sieben Neueintritten. Er ermutigte alle Vereinsmitglieder, den Vorstand weitgehend zu unterstützen, so dass man auch bei Veranstaltungen anderer Vereine und Gruppen präsent sei.

Obwohl es immer schwieriger werde, einen Festwirt und insbesondere Schausteller für das Schützenfest zu verpflichten, ist es dem Vorstand gelungen, das Schützenfest 2020 vom 10. bis 12. Juli in gewohnter Form ausführen zu können, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins weiter. Zum Ablauf des Schützenfestprogramms wurden verschiedene Vorschläge für Neuerungen eingebracht, über die der Vorstand beraten wird.

Der Kassenbericht des Kassierers Steffen Heuke gab zu keinen Beanstandungen Anlass, so dass einstimmig Entlastung erteilt werden konnte. Ralf Köhler und Christoph Kaufmanne wurden zu Kassenprüfern und Janine Stowar als Vertreterin gewählt. Schießsportwart Frank Holste berichtete, dass sowohl im Kleinkaliberstand als auch im Luftgewehrstand die Anlagen durch die Anschaffung und dank Spenden von Monitoren und eines Laptops technisch aufgerüstet worden sind.

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Die Geehrten des Schützenvereins Vollbüttel. Schützenverein

Gelobt wurde der Einsatz und Ehrgeiz der einzelnen Sportschützen und Mannschaften bei den Bedingungsschießen und den Rundenwettkämpfen, teilt der Verein weiter mit. Positiv bewertet wurde die gute Beteiligung am Preisschießen, während die Trainingsabende erneut nur mäßig besucht waren. Nach Bekanntgabe der Schießergebnisse bei den Rundenwettkämpfen und des Vereinsmeisterschießens wurde an die Vereinsmitglieder appelliert, weiterhin zum Wohle des Vereins mitzuwirken.

Pascal Köhler gab einen kurzen Ablauf über die Arbeit in der Schützenjugend, die sich dank eines größeren Zulaufs wieder erfolgreich gestalte. Einmütigkeit erzielt wurde bei den Mitgliedszahlungen, die in der bisherigen Höhe bestehen bleiben sollen. Eine breite Diskussion nahm die Teilnahme von Vereinsmitgliedern an der Delegiertentagung des Kreisverbandes ein, zu der die Teilnehmer vorher namentlich gemeldet werden müssen.

Die Wahlen des Vorstandes, über den aufgrund mehrerer Vorschläge teilweise geheim abgestimmt werden musste, nahmen einen breiten Raum der Versammlung ein, so dass sich erst nach einem dreistündigen offiziellen Teil der Versammlung ein gemütliches Beisammensein anschloss. Wahlen: 1. Vorsitzender Lukas Pfeil, 2. Vorsitzender und Zugführer Sven Böhnke, 1. Schießsportleiter Frank Holste, 2. Schießsportleiter Horst Theis, 1. Kassierer Steffen Heuke, 2. Kassiererin Sylke Schöne, 1. Schriftführerin Michaela Pfeil, 2. Schriftführerin Andrea Köller, 1. Damenleiterin Silke Köhler, 2. Damenleiterin Silvia Bosse, Jugendleiter Pascal Köhler und Florian Harke, Fahnenträger Marco Bosse und Pascal Köhler, Kommandeur Matthias Klan. Ehrengericht: Erich Schöne, Ralf Köhler, Inge Ahrens, Marlis Böhnke, Catharina Rinkel Ehrungen: 60 Jahre: Heinrich Möhle, 50 Jahre: Heinrich Scheller, Joachim Preuß, 40 Jahre: Inge Ahrens, 25 Jahre: Melanie Plättner, Thomas Schöne red

GR 12.02.2020

 

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Bushaltestelle in Ausbüttel wird doch nicht wie geplant fertig

Ribbesbüttel: Kopfschütteln im Gemeinderat über Vorschriften zum Asphalt – Grund- und Gewerbesteuern steigen

Von Ron Niebuhr

Ribbesbüttel. Asphalt ist wohl nicht gleich Asphalt. Auch nicht, wenn er die gleiche Typenbezeichnung trägt. Damit muss sich die Gemeinde Ribbesbüttel derzeit abfinden, verstehen kann es dort allerdings niemand. Die Bauarbeiten an der Bushaltestelle in Ausbüttel ziehen sich dadurch in die Länge.

Bürgermeister Hans-Werner Buske informierte den Gemeinderat am Donnerstagabend über den Stand der Bauarbeiten. „Heute Mittag habe ich geglaubt, kommenden Dienstag würde asphaltiert“, sagte er. Die Anwohner der Langen Straße in Ausbüttel informierte er daher, dass die Straße dann voll gesperrt würde. Doch Pustekuchen! „Inzwischen weiß ich, dass der vorgesehene Asphalt nicht verbaut werden darf“, sagte Buske. Bestellen wollte man ihn in Braunschweig, „weil das Baustoffwerk im Landkreis Gifhorn wohl noch Winterpause macht“, berichtete er.

Doch was in Braunschweig unter der Typenbezeichnung AC32TN verkauft wird, ist anscheinend nicht identisch mit dem Gifhorner Asphalt gleicher Kennung. „Der Braunschweiger Asphalt erfüllt genauso die Vorgaben der Deutschen Industrienorm“, betonte Buske. Er habe bloß eine geringfügig andere Zusammensetzung. Das reichte der zuständigen Behörde, um ihr Okay zum Asphaltieren zu verweigern. Im Ribbesbütteler Rat verstand man die Welt nicht mehr.

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Dauert noch: Die Bushaltestelle in Ausbüttel kann wohl vorerst nicht fertiggestellt werden. Foto: Ron Niebuhr

Man darf aber zumindest guter Hoffnung sein, dass diese Baustelle schneller fertig ist als die Umgehung der Bundesstraße 4. Denn die liegt offenbar auf Eis, obwohl das Planfeststellungsverfahren sehr weit fortgeschritten ist. Schuld daran ist die A 39. Deren Planung hat erstmal Vorrang. Am Personal, um beide Projekte parallel zu bearbeiten, fehlt es allem Anschein nach in der Landesbehörde. Gemeinsam mit Rötgesbüttels Bürgermeister Hermann Schölkmann möchte Buske dennoch versuchen, über die Dorfregion Druck zu machen. Denn die Chance, die alte B 4 innerorts im Zuge des Förderprogrammes umzugestalten, kann man nur ergreifen, wenn die Umgehung auch innerhalb des Förderzeitraumes gebaut wird.

„Ein Planfeststellungsverfahren ist übrigens nicht ewig gültig“, warnte Michael Kraft (CDU) davor, dass man in ein paar Jahren womöglich wieder bei Null anfangen müsse. „Und dann kommt die Umgehung in den nächsten 20 Jahren nicht.“

Den im Finanzausschuss vorberatenen Haushaltsplan genehmigte der Rat bei nur einer Gegenstimme. Bürgermeister Buske wies noch einmal darauf hin, dass man immens unter den von Kreis und Samtgemeinde erhobenen Umlagen leide. „Sie sind wegen der beitragsfreien Kinderbetreuung stark gestiegen“, sagte Buske. Für Ribbesbüttel war es daher unvermeidbar, die Grund- und Gewerbesteuern auf 450 Prozent anzuheben.

AZ 08.02.2020


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Vollbüttels Feuerwehr lehnt Reduzierung der Hydranten ab

Kritik am Vorstoß der Zusammenlegung von Standorten – Nach und nach neue Einsatzkleidung

Von Ron Niebuhr

Vollbüttel. Rückschau auf die Saison 2019 hielt Vollbüttels Feuerwehr am Samstagabend. Gelegenheit dazu bot die Jahresversammlung. Die nutzte Ortsbrandmeister Peter Evers darüber hinaus, um Kritik am Wasserverband Gifhorn und einer im Isenbütteler Samtgemeinderat angeschobenen Diskussion über die Schließung von Feuerwehrhäusern zu üben.

Der Wasserverband hat ein neues Hydrantenkonzept entwickelt. Das sieht im Kern vor, Standort und Anzahl der Hydranten in den Ortslagen zu verändern. „Für Vollbüttel würde es den Wegfall von zwölf Hydranten bedeuten“, sagte Evers. Dabei habe der Wasserverband offenbar außer Acht gelassen, dass dieses zu einer „signifikanten Erhöhung der Abstände zwischen den Hydranten führt“, erläuterte Vollbüttels Ortsbrandmeister. Die auf den Einsatzfahrzeugen mitgeführten Schläuche würden dann nicht mehr ausreichen, um jede denkbare Einsatzstelle zu erreichen. „Daher haben wir das Konzept für Vollbüttel in Gänze abgelehnt“, stellte er klar.

Noch einen großen Schritt weiter würde die jüngst im Samtgemeinderat vom Finanzausschussvorsitzenden Hans-Werner Buske angestoßene Diskussion führen. Er hatte die Zusammenlegung von Feuerwehrstandorten ins Gespräch gebracht, um die Kosten für die Modernisierung, Erweiterung und Instandhaltung von Gerätehäusern zu verringern. „Diese Äußerung ist sehr verwunderlich“, sagte Evers. Denn aus dem Bedarfsplan gehe eindeutig hervor, dass man auf keinen Standort verzichten könne, da sonst das rechtzeitige Eintreffen am Einsatzort nicht mehr zu gewährleisten sei. Zudem riskiere man, durch die Schließung von Feuerwehrhäusern tragende Säulen der Dorfgemeinschaft zu verlieren, denn motivierend sei das für die Mitglieder der Feuerwehren ganz sicher nicht. „Eins und eins macht hier eben nicht gleich zwei“, kommentierte Evers Buskes Denkanstoß.

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Geehrt und befördert: Vollbüttels Feuerwehr hielt am Samstagabend ihre Jahresversammlung im Raiffeisengebäude ab. Foto: Ron Niebuhr

Lob fand der Feuerwehrchef dagegen für die Beschaffung neuer Einsatzkleidung. 21 Anzüge habe man bereits erhalten, der Rest folge wohl noch in diesem Jahr. Ebenfalls erfreulich war, wie gut im Dorf die Veranstaltungen ankamen. „Darin zeigte sich die Verbundenheit der Bürger zur Feuerwehr“, verwies Evers etwa aufs Maibaum- und Adventskranzfest. Auch der kurzfristig ausgerichtete Orientierungsmarsch der Kinder- und Jugendfeuerwehren lief rund. Unverständlich war für Evers allerdings, dass der Blutspendedienst den Herbsttermin absagte, gleichzeitig aber zum Blutspenden aufrief, weil es zu wenig Spender gebe. „Das verstehe, wer will“, wunderte sich Evers.

Sechs Einsätze verzeichnete Vollbüttels Feuerwehr für die abgelaufene Saison: vier Brände von Feldern und Dächern sowie zwei Hilfeleistungen – ein Mal wegen ausgelaufenen Kraftstoffes auf der Hauptstraße, ein Mal wegen eines Verkehrsunfalles auf der Bundesstraße 4 bei Ausbüttel. So erreichte man 155 Einsatzstunden. „Hinzu kam noch eine Übung in Wasbüttel“, sagte der Ortsbrandmeister. Die Zahl der Dienststunden insgesamt bezifferte Evers mit gut 2900. Dabei kam die Kameradschaftspflege nicht zu kurz. Dank galt dem Kommando, den 39 aktiven Kameraden, den sieben Jugendlichen, den acht Senioren, den 150 Förderern sowie Politik und Verwaltung.

Geehrt wurden Helga Markert (25 Jahre aktiv) und Hans-Joachim Hodel (40 Jahre aktiv), Rosemarie Müller und Irene Priebe (25 Jahre fördernd) sowie Manfred Deneke (40 Jahre fördernd). Gustav Möhle ist der Feuerwehr sogar schon seit 60 Jahren treu – erst aktiv, inzwischen fördernd. Ortsbrandmeister Evers erhielt die Silberne Ehrennadel vom Kreisverband. Und Raffael Horn wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert.

AZ 03.02.2020

 

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Ribbesbüttel will neue Bausünden verhindern

Dazu möchte der Bauausschuss für den Bereich Dorfstraße einen neuen Bebauungsplan.

Daniela Burucker

Ribbesbüttel Die Marschrichtung ist klar: Die Gemeinde Ribbesbüttel will das typische Erscheinungsbild des alten Ortskerns erhalten und dem Dorfbild nicht entsprechende Neubauten verhindern. Anlass lieferte der Bau eines Mehrfamilienhauses an der Dorfstraße, das den Wünschen von Nachbarn und Politik nicht entspricht. Um solche Bausünden zu verhindern, wurde die Notbremse gezogen und eine Veränderungssperre erlassen.

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Die Farbe der Klinker bei Neubauten soll festgelegt werden. Stock

Der nächste Schritt ist jetzt ein vorgezogener Bebauungsplan mit örtlicher Bauvorschrift, der von der Art der Bebauung bis zu den Farben für die vorgeschriebene Klinkerfassade optisch vieles regelt. Den konkreten Anlass liefern Pläne zur Bebauung einer Fläche gegenüber der Schule. Im Entwurf, den der Bauausschuss nach reger Diskussion zur Auslegung empfahl, werden Investoren enge Grenzen gesetzt. Zu den Vorgaben zählen eine Grundflächenzahl von 0,4 bei einer Grundstücksgröße von mindestens 750 Quadratmetern und der ausschließliche Bau von Einzel- oder Doppelhäusern. Festgelegt werden zudem die Firsthöhe sowie Farben, unter denen Bauherrn bei Klinkermauer und Dachziegeln wählen können. Bei der Auswahl orientierte sich der Ausschuss an den Vorgaben, die Wasbüttel im Bebauungsplan für seinen alten Ortskern gemacht hatte. Aus Sicht der Politik sind auf der im Fokus stehenden Fläche an der Dorfstraße ohnehin nur drei Bauten denkbar.

Spannend wird es für Bauwillige in Vollbüttel: Bürgermeister Hans-Werner Buske teilte mit, dass die Vergabe der Grundstücke im geplanten Baugebiet „Langen Ehlern“ im März erfolgen soll. Zuständig dafür ist die Samtgemeinde. Zudem berichtete Buske von einer anstehenden Pflanzaktion im Außenbereich des Spielplatzes Ausbüttel.

GR 04.02.2020

 

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Storch in Ausbüttel: DEW5X921 hat eine ganz besondere Biografie

Experte: 13 Jahre alter Vogel hat den Zug nach Süden nie gelernt

Von Dirk Reitmeister

Ausbüttel. Mit vorzeitigem Frühling hat der Storch in Ausbüttel nichts zu tun. Laut Fachmann Hans Jürgen Behrmann ist der Vogel sein Lebtag noch nicht in den Süden gezogen. Der Storchenbeauftragte bestätigte der AZ nun, welches Tier da in Ausbüttel Siedlung das Nest besetzt hält.

„Ich kenne jeden Storch persönlich“, sagt Behrmann schmunzelnd. Den Ausbütteler hat er in der jüngsten Zeit natürlich auch regelmäßig im Blick. „Ich habe mehrfach Anrufe aus Adenbüttel bekommen.“ Anhand des Rings weiß er: Es ist DEW5X921. Und der hat eine bemerkenswerte Biografie. „Der ist noch nie nach Süden geflogen. Das hat er nicht gelernt.“

Den Ring DEW5X921 hat der Storch 2007 als Jungtier in einem Gehege in Hessen verpasst bekommen, sagt Behrmann. Bis 2013 habe der Storch dort im Gehege eines Vogelparks gelebt. „Der ist nie geflogen.“ Bis dahin jedenfalls. Dann sei er ins Nabu-Artenschutzzentrum nach Leiferde gekommen und sei dort 2015 ausgewildert worden.

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Geschafft: In Schwindel erregender Höhe hat Hans-Jürgen Behrmann die drei Ministörche mit sicheren Handgriffen beringt. Foto: Ron Niebuhr

2015 gelang dem Männchen zusammen mit einer Partnerin die erste Brut in Isenbüttel. Dort blieb DEW5X921 bis 2018. Im vergangenen Jahr orientierte er sich um, und zwar mit Gewalt. Er eroberte sich jenes Nest in Ausbüttel Siedlung. Dabei hat er das bisherige Männchen dort brutal vertrieben. „Der Vertriebene wurde schwer verletzt“, sagt Behrmann. Das sei ein Storch ohne Ring gewesen.

Der Eroberer hat 2019 ein Junges in Ausbüttel Siedlung groß gezogen. Und ist wieder im Kreis Gifhorn geblieben. „Der übernachtet dort meistens auch“, sagt Behrmann zum Standort.

Rückkehrer aus dem Süden gibt es laut Behrmann im Kreis Gifhorn noch nicht. In Watenbüttel, kurz hinter der Kreisgrenze, sei jetzt ein Storch eingetroffen, der in Hessen überwintert habe. An den Rieselfeldern gebe es ein Paar, das in Wendeburg überwintert habe.

Die Zahl der Überwinterer nehme zu, sagt Behrmann. Im vorigen Winter seien es niedersachsenweit 45 gewesen, in diesem Winter schon 64. Unter anderem weil es genug Mäuse gebe.

AZ 29.01.2020

 

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