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Ex-Jugendtreff bietet nun Raum für Generationen

Die Gemeinde startet den Funktionswechsel mit einem Tag der offenen Tür. Die Besucher haben schon erste Ideen.

Reiner Silberstein

Vollbüttel Was macht man mit einem Jugendtreff ohne Jugendliche? Richtig, man holt die heran, die früher mal Jugendliche waren. Am Sonntag eröffnete die Gemeinde Vollbüttel die vor zwei Jahren geschlossene Einrichtung neu: als Multigenerationstreff.

„Wir machen heute erste Gehversuche mit einem Tag der offenen Tür“, gestand Gemeindebürgermeister Hans-Werner Buske. Aber die ersten Schritte absolvierte das Baby schon mal sehr gut: rund 30 Vollbütteler aller Couleur kamen in die hinteren Räume des Raiffeisen-Gebäudes, um bei Brötchen, Kuchen und Kaffee erste Ideen auszutauschen.

Es riecht noch nach frischer Farbe im Haus. Buske lobte ganz stolz: „Die Bürger haben alles in Eigenregie renoviert.“ Zudem hätten sie einiges für weitere technische Ausstattungen vorbereitet: An einer Wand hängt schon das Regal für den Beamer, den die Gemeinde noch anschaffen möchte.

Die ersten Projekte stehen ebenfalls: Jeden ersten Montag im Monat wollen die Landfrauen jeweils ab 15 Uhr einen Spielenachmittag auf die Beine stellen. Der erste ist gleich ein Tag nach der Multitreff-Eröffnung, also am 2. März. Auch die neue MTV-Dart-Gruppe hat ihre ersten Würfe schon auf die fest montierten Profi-Dartscheiben abgegeben.

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Wo sich die Dartspieler schon warmwerfen, könnten die Landfrauen demnächst auch basteln. Reiner Silberstein

Die Landfrauen Betti Neuwirth und Anne Seeland haben noch mehr Ideen: zum Beispiel gemütliche Treffen am Sonntagnachmittag wie im Kultbahnhof mit „Zwischen Torte und Tatort“, Diavorträge von Reiselustigen, Adventskranzbinden oder Betonbasteln. „Man könnte hier auch gemeinsame Spaziergänge starten“, schlägt Raimund Heimann vor, der Vorsitzende des Jugend- und Kulturausschusses. Letztlich sei man für alle Vorschläge offen.

Buske schweben noch andere Dinge vor: „Eine Idee ist auch ein Mitbringfrühstück, vielleicht alle vier Wochen. Da muss man schauen, wie die Resonanz ist.“ Großen Andrang gab es kürzlich beim Vortrag von Harald Mertins zum Thema Schulgeschichte in Vollbüttel. Dabei stelle sich laut Buske die Frage, ob man nicht so etwas wie einen Kreis von Geschichts- und Heimatinteressierten ins Leben rufen kann. Oder Leute helfen anderen beim Einrichten von Computern und Smartphones und beim Reparieren anderer elektrischer Geräte.

Wenn der Andrang und die Ideen größer werden, gebe es laut Bürgermeister nicht nur bei schönem Wetter Ausweichmöglichkeiten nach draußen, sondern auch nach oben: „Der Dachboden könnte noch ausgebaut werden. Aber das ist Zukunftsmusik.“

Wer Ideen und Bedarf hat, kann sich bei der Gemeinde melden: Telefon (05374) 3794 und E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

GR 02.03.2020

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