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Vollbüttels Feuerwehr lehnt Reduzierung der Hydranten ab

Kritik am Vorstoß der Zusammenlegung von Standorten – Nach und nach neue Einsatzkleidung

Von Ron Niebuhr

Vollbüttel. Rückschau auf die Saison 2019 hielt Vollbüttels Feuerwehr am Samstagabend. Gelegenheit dazu bot die Jahresversammlung. Die nutzte Ortsbrandmeister Peter Evers darüber hinaus, um Kritik am Wasserverband Gifhorn und einer im Isenbütteler Samtgemeinderat angeschobenen Diskussion über die Schließung von Feuerwehrhäusern zu üben.

Der Wasserverband hat ein neues Hydrantenkonzept entwickelt. Das sieht im Kern vor, Standort und Anzahl der Hydranten in den Ortslagen zu verändern. „Für Vollbüttel würde es den Wegfall von zwölf Hydranten bedeuten“, sagte Evers. Dabei habe der Wasserverband offenbar außer Acht gelassen, dass dieses zu einer „signifikanten Erhöhung der Abstände zwischen den Hydranten führt“, erläuterte Vollbüttels Ortsbrandmeister. Die auf den Einsatzfahrzeugen mitgeführten Schläuche würden dann nicht mehr ausreichen, um jede denkbare Einsatzstelle zu erreichen. „Daher haben wir das Konzept für Vollbüttel in Gänze abgelehnt“, stellte er klar.

Noch einen großen Schritt weiter würde die jüngst im Samtgemeinderat vom Finanzausschussvorsitzenden Hans-Werner Buske angestoßene Diskussion führen. Er hatte die Zusammenlegung von Feuerwehrstandorten ins Gespräch gebracht, um die Kosten für die Modernisierung, Erweiterung und Instandhaltung von Gerätehäusern zu verringern. „Diese Äußerung ist sehr verwunderlich“, sagte Evers. Denn aus dem Bedarfsplan gehe eindeutig hervor, dass man auf keinen Standort verzichten könne, da sonst das rechtzeitige Eintreffen am Einsatzort nicht mehr zu gewährleisten sei. Zudem riskiere man, durch die Schließung von Feuerwehrhäusern tragende Säulen der Dorfgemeinschaft zu verlieren, denn motivierend sei das für die Mitglieder der Feuerwehren ganz sicher nicht. „Eins und eins macht hier eben nicht gleich zwei“, kommentierte Evers Buskes Denkanstoß.

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Geehrt und befördert: Vollbüttels Feuerwehr hielt am Samstagabend ihre Jahresversammlung im Raiffeisengebäude ab. Foto: Ron Niebuhr

Lob fand der Feuerwehrchef dagegen für die Beschaffung neuer Einsatzkleidung. 21 Anzüge habe man bereits erhalten, der Rest folge wohl noch in diesem Jahr. Ebenfalls erfreulich war, wie gut im Dorf die Veranstaltungen ankamen. „Darin zeigte sich die Verbundenheit der Bürger zur Feuerwehr“, verwies Evers etwa aufs Maibaum- und Adventskranzfest. Auch der kurzfristig ausgerichtete Orientierungsmarsch der Kinder- und Jugendfeuerwehren lief rund. Unverständlich war für Evers allerdings, dass der Blutspendedienst den Herbsttermin absagte, gleichzeitig aber zum Blutspenden aufrief, weil es zu wenig Spender gebe. „Das verstehe, wer will“, wunderte sich Evers.

Sechs Einsätze verzeichnete Vollbüttels Feuerwehr für die abgelaufene Saison: vier Brände von Feldern und Dächern sowie zwei Hilfeleistungen – ein Mal wegen ausgelaufenen Kraftstoffes auf der Hauptstraße, ein Mal wegen eines Verkehrsunfalles auf der Bundesstraße 4 bei Ausbüttel. So erreichte man 155 Einsatzstunden. „Hinzu kam noch eine Übung in Wasbüttel“, sagte der Ortsbrandmeister. Die Zahl der Dienststunden insgesamt bezifferte Evers mit gut 2900. Dabei kam die Kameradschaftspflege nicht zu kurz. Dank galt dem Kommando, den 39 aktiven Kameraden, den sieben Jugendlichen, den acht Senioren, den 150 Förderern sowie Politik und Verwaltung.

Geehrt wurden Helga Markert (25 Jahre aktiv) und Hans-Joachim Hodel (40 Jahre aktiv), Rosemarie Müller und Irene Priebe (25 Jahre fördernd) sowie Manfred Deneke (40 Jahre fördernd). Gustav Möhle ist der Feuerwehr sogar schon seit 60 Jahren treu – erst aktiv, inzwischen fördernd. Ortsbrandmeister Evers erhielt die Silberne Ehrennadel vom Kreisverband. Und Raffael Horn wurden zum Oberfeuerwehrmann befördert.

AZ 03.02.2020

 

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